Beiträge von Krambambuli

    Ich stand regelmäßig mit den Pflegehunden vor dem Problem und kann also mitreden.
    Ja, vielleicht reicht meine Bildung und mein akademischer Abschluss nicht aus um zu begreifen, warum
    1.man Hunde nicht zunächst aufbaut und ausbildet, bevor man ihnen Freiheiten zu gesteht.
    2. etwas bloß weil man sich nicht selber die Finger schmutzig macht in dem man auf den Auslöser drückt, etwas als harmloser empfindet.
    Ich hab hier primär ein Problem damit, dass man sich hier zum Teil mit dem Finger auf Menschen zeigt, die ein ERG benutzen, weil man natürlich immer von einer schwertraumatisierenden und reinaversiven Anwendung ausgeht, wärend ein Weidezaun als völlig ok angesehen wird.

    Kathrin er hat gelernt damit durch zu kommen, steh es durch. Auch sensible Hunde muss man nicht in Watte packen und auch die brauchen klare Grenzen, fast noch mehr alls son Büffel. Grenzen geben Sicherheit und wenn der Hund schwimmt wird er unsicherer als er eh schon ist.
    Machmal wirklich solange tiefe Hilfen bis er IMMER runtergeht und das eben zackig.
    Aber was ich eigentlich mit Abbruch meine ist "schade", gehen ohne eine Bestätigung und irgendwann viel Später nochmal versuchen. Damit machst du nicht viel kaput.

    Wie gesagt man kann über externe Bestätigung clickern, aber dafür brauchste Timing und klare Regeln, drum würd ich dir das gern zeigen.
    Ansonsten versuch es dochmal mit mehr Körperhilfe und Abbruch, bei Nichtbefolgen bis er zuverlässig runtergeht beim ersten Kommando, dann bau die Hilfe wieder ab. Damit machste sicher nichts verkehrt.
    Donnerstag bin ich vermutlich unterwegs, wegen meines "500kg-Familienzuwachses" :p
    Aber wir finden sicher eine Gelegenheit in der ich vor dir mit dem Nervzwerg angeben kann: Guckst du 6 Monate alt, 2 Wochen Bootcamp und der kann schon alles! :D

    Komm doch mal wieder ins Training, wir haben nach der Woche nen Haufen toller Ideen. :D
    Auch zum Thema Platz und Beute, ist abber schwierig zu erklären, da man gennau aufs Timing achten muss, würd ich dir das iwann lieber zeigen.
    Aber wiederholt wird kein Komando, entweder zu brichst ab oder du setzt es durch.
    Sonst macht der Hund eine Verhaltenskette: PLATZ- ich setz mich mal- PLATZ -okay,okay dann leg ich mich eben. ;)

    Ein Target bedeutet doch nichts anderes als Ziel, was genau der Hund damit macht ist frei.
    Ich persönlich hab
    "target" , dh der Hund berührt die Hand mit der Nase, hält den Druck und folgt der Hand, wenn ich sie bewege in alle Richtungen, damit kann man Fuß beibringen, aber auch Hinter, Vorder und Mittelhandwendungen, Überwechseln, Positionen, etc
    "touch" da muss der Hund mit dem Kinn einen Button berühren und auch den Druck halten, darüber hab ich ein Down und einen superengen Vorsitz
    " tepp" da soll der Hund mit der Vorderpfote ein Rechteck berühren und die Position halten, toll für Positionen auf Distanz, Einweisen, Detachieren, Gerätearbeit, Vorraus, etc.

    Oh ich werfe ganz sicher nicht mit Watte, aber ich krieg einen Hals, wenn Dinge nicht beim Namen genannt werden.
    Wenn mit dem Finger auf das böse ERG gezeigt wird und im gleichen Atemzug ein Weidezaun, der nicht steuerbar, nicht regulierbar und somit einen erheblichen aversiven Reiz darstellt, als probates Mittel dargestellt wird einen Hund im Grundstück zu halten. ;)

    Es ist sicher besser, wenn ein Hund eine gewischt bekommt und mit seiner Verunsicherung und seinem Schmerz allein gelassen wird...
    Auf welche Studie beziehst du dich? Wie genau wurde das ERG da angewendet? In welcher Situation und wie genau wurde der Stress gemessen?
    Und nochmal im Gegensatz zum Zaun kann man dem Hund klar Alternativen anbieten und nicht eine Art aversives Shaping betreiben, was ohne Frage ungerecht, beschränkt und traumatisierend wäre.
    Der Zaun brutzel immer volles Rohr, wärend es zumindest im jagdlichen Bereich Ausbilder gibt, die eben nicht aversiv sondern aktivierend arbeiten, so zu mindest die Theorie.
    Im übrigen kenn ich mehr als einen Hund der den Schmerz eben nicht mit dem Zaun, sondern mit Schafen, Pferden, Kühen, Männern verknüpft haben. Der Kangalmix einer Bekannten gerät in absolute Panik wenn er Schafe auch nur hört, nachdem er mit 9 Wochen gegen einen Widderzaun gerannt war.....
    Ich finde es bitter, dass hier der Weidezaun, bloß weil es bequem ist und weil man sich nicht selber die Finger schmutzig macht verharmlost wird..

    FLUFFY: Ich halte DAS aber für ein Problem der schlechten Ausbildung, das kann mit allen Hilfsmitteln passieren, dass der Hund lernt wann sie am Mann sind und wann nicht.

    angelsfire: Ich finde diese Argumentation schwach. Ich würde keinen zwickenden und pöbelnden Hund unbeaufsichtigt in einen nicht ausreichend gesicherten Garten lassen.
    Wir haben extrem hohe und sehr unansehnliche Zäune, aber auch die haben den einen oder anderen Hund nicht aufhalten können ( wir testen das IMMER bei den Pflegies), aber Strom draufpacken ist kein Ersatz für Erziehung.
    Ist ja nicht so, dass deine reine Zwingerhunde wären, oder?