Beiträge von Krambambuli

    @ Wolli:
    Auf ein neues: Der Ablauf
    Krambambuli mit Wauz auf der Gass
    Ein anderer Hund kommt in Sicht, Krambambuli wartet bis das Wauz auch auffällt
    *schnipp*
    Beute

    Natürlich nehme ich die daraus enstehende Verhaltenskette im Kopf von Wauz sehr gerne in kauf
    Oh ein Hund! Gleich Schnipts!
    Guckt erwartungsvoll nach Krambambuli
    Eine Methode die es schon ewig in der Hundeausbildung gibt.


    @ Welsh:
    Nein eben nicht! Man sollte eigentlich unterschwellig anfangen mit der Gegenkonditionierung, d.h. ein Hund sollte dann das Signal und die Bestätigung bekommen, wenn er noch durchlässig ist.
    Meiner Ansicht nach kann man sich einen Click sparen, wenn der Hund ohnehin schon auf 180 umdrehungen läuft, weil er diese positive Verstärkung garnicht mehr wahrnimmt.

    Da ich nicht mehr editieren kann noch ein Post.
    Ich habe nie bestritten das "Zeigen und Benennen" Gegenkonditionierung ist, im Gegenteil. ;)

    Es gibt andere Bereiche, in den ich Reize gezielt an Gehorsam koppelt, also eine Verhaltenskette nicht shape oder billigend in kauf nehme sondern generiere.
    Jagd z.B. Ich koppel Wildsichtung bei meinen eigenen Hunden an den sehr positiv belegten Befehl PLATZ und löse dann mit Beute auf, was dazu führt, dass meine Jägerspitzohren bei Hasen und co von sich aus runter gehen.
    Jaaaa ich weiß kann man sicher auch shapen, nur ist es mir persönlich lieber ich arbeite so und kann meine Biester recht schnell ohne Leine laufen, als dass ich Jahre mit Schleppleine verbringe.

    @ Welsh: Wenn man ein sehr positiv belegtes Signal hat, nimm Clicker oder bei mir das Schnippen, wird ein Hund in noch ansprechbarer Reizlage reagieren.
    Ich persönlich arbeite aber nicht mehr damit, wenn der Hund ohnehin schon am Rad dreht und es nicht mehr wahrnehmen KANN.
    Darum sag ich ja Timing ist alles, bei mir kommt das Signal zu beginn bei Sichtung, also in der Milisekunde, wenn der Hund den anderen wahrnimmt.
    Und wer schimpft bei Gegenkonditionierung?

    Zitat

    Der Unterschied ist aber zum Einen darin: Beim clicker bietet der Hund von sich aus Verhalten an und es wird bestätigt... Bei Kram wird aktiv vom Hundeführer etwas dem Hund beigebracht, was der Hund so von sich aus erstmal nicht zeigt.... Das macht für die Gefühlslage und das Selbstbewußtsein sowie die Selbständigkeit des Hundes einen riesigen Unterschied. Beim clickern/bestätigen von selbständig gezeigtem Verhalten macht der Hund die Erfahrung, daß er selber Lösungen finden kann und selbständig Situationen ohne Aggros lösen kann. Bei dem "Beibringen" bleibt die Abhängigkeit vom Hundehalter meist bestehen.

    Die Auswirkungen auf das Verhalten in der Realität kann man sich nun denken. Bei manchen Hunden würde man vielleicht keine/kaum Unterschiede im Verhalten erkennen können. Bei anderen Hunden sind die Unterschiede gravierend...

    Ein klassischer Fall von: ich will einfach nicht verstehen was mir erklärt wird.

    Ich koppel den Reiz in dem Fall Hund, mit einem positiven Erlebniss, im Fall meiner Hunde mit Spiel, oder Dummy, nicht mehr und nicht weniger
    Dass daraus die Verhaltenskette: Hund= Frauchen anguclken, weil gleich kommt was tolles wird, ist natürlich gewünscht.
    Aber natürlich macht das ein riiiiiesen Unterschied ob ich Schnippe oder clicker :roll:

    Hast du Literatur zum Thema schädlicher Eustress beim Hund?
    Denn alle Verhaltensforschung am Hund die ich kenne setzen die Unterscheidung zwischen positivem, neutralem und negativem Stress vorraus. :???:

    Natürlich setzt der Hund sich mit dem auslösenden Reiz auseinander, nur wird ihm zusätzlich zum Reiz eine positive Bewertung gegeben, etwas was man seit Jahrzenten in der Verhaltenstherapie und der Erziehung von Kindern gemacht. Man lässt ihn also nicht alleine mit der Bewertung mit der er gegebenenfalls sogar überfordert wäre.
    Verhaltenskette sind auch nichts wiedernatürliches, sondern Grundlage allen praktischen Lernens.
    Man rennt nicht mit dem Spielzeug wedelnd durch die Gegend, oder wirft hirnlos Bällchen bis der Hund völlig überdreht neben einem hertänzelt.
    Und ja ich wünschte tatsächlich keine unkontrollierte innerartliche Kommunikation mit wildfremden Hunden, wenn ich das wünschen würde OHNE regulierend auf einen Hund ein zu wirken müsste ich auch akzeptieren, dass ein Rüde einen anderen eliminiert, da sein Halter wohl kaum zum Umzug zu bewegen ist, wenn sein Rüde unterlegen ist. :lachtot:
    Mir ist da ehrlich gesagt lieber, mein Hund findet andere Hunde neutral und nicht sein Problem.

    Ich glaub du verstehst es nicht ganz, was ich versuche zu erklären.

    Gehorsam= Verhalten gegen eine anderweitige Motivation auf Geheiß
    Es gibt kein Komando, wie Fuß oder ähnliches. Dem Reiz und der Kontaktaufnahme mit dem Halter, der zugegeben anfangs seher gering ist, wird eine positive Emotion hinzugefügt und dann wird der Reiz Schritt für Schritt ind Dauer und Intensität gesteigert und die positive Verstärkung langsam zurrück gefahren.
    Ende vom Lied ist ein Hund der andere Hunde sehr wohl war nimmt, sie aber unbedeutend findet, ausser man sagt sie sind interessant.

    Eustress :Als Eustress werden diejenigen Stressoren bezeichnet, die den Organismus positiv beeinflussen. Ein grundsätzliches Stress- bzw. Erregungspotenzial ist für das Überleben eines Organismus unabdingbar. Positiver Stress erhöht die Aufmerksamkeit und fördert die maximale Leistungsfähigkeit des Körpers, ohne ihm zu schaden. Im Gegensatz zum Disstress wirkt sich Eustress auch bei häufigem, langfristigem Auftreten positiv auf die psychische oder physische Funktionsfähigkeit eines Organismus aus. Eustress tritt beispielsweise auf, wenn ein Mensch zu bestimmten Leistungen motiviert ist oder Glücksmomente empfindet.

    Mal ganz unproffensionell Wiki zitiert :D