Beiträge von Krambambuli

    Der erste Huschubesuch.

    Kram völlig verliebt in ihren Kampfzwerg betritt mit ihm auf dem Arm auf den Hupla.
    Der Trainer den ich schon seit Jahren kenne und sehr schätze kommt auf uns zu und kneift Bolle liebevoll in die Nase mit den Worten: Na? Was bist du denn?
    ......
    Die Antwort kam prompt: ein Klack und nimmer losgelassen.... kurz ein Schlageisen.
    Mama war war eh nicht zurechnungsfähig, wegen schwerster Verliebtheit, der Trainer selbst Malibesitzer nur der Rest der Welpenbesitzer war dezent irritiert.
    Nach einer Übungseinheit, durften die Zwerge ein bischen unter Aufsicht "spielen"...
    Bolle maschiert selbstbewusst wie immer zwischen den 8-10 Wochen älteren und deutlich größeren Welpen über den Platz, würdigt die aber keines Blickes, guckt sich einen gemeingefährlichen, erschreckend bösartigen und absolut bekämpfenswerten Grasbüschel aus und beginnt mit der Elimination.
    Durch das Getöse aufmerksam geworden kommt ein tollpatschiger Retrieverwelpe antapst und fragt gewohnt überschwenglich:
    OOOOOh das sieht aber lustig aus!!!! Darf ich mitspielen
    Bolle: NEIN!
    Retriever: Oooooch sei doch nicht so, ich mag dich!
    Bolle: NEIIIIIIN!!!
    Retriever: Ich find es toooootaaaal lustig!
    Bolle: Welchen Teil von NEIN!!!!! Hast du nicht verstanden?
    Und artig wie der zuckersüße schnuggelputzige herzallerliebste Malizwerg nunmal ist, brachte er den kreischenden Retriever Mama vor die Füße.... Was man findet/ fängt gibt man der Mama, so sind nunmal die Regeln. =)
    Aus unerfindlichen Gründen konnte das Retrieverfrauchen sich nicht über soviel Bringtreue und so herrausragendes Griffverhalten freuen....

    Ich fang mal damit an wie ich meinen Sausack ausgesucht hab.
    Klein Kram fährt 400km zuum Züchter, nach zig Telefonaten und auuuusführlicher Überlegung.
    Tor geht auf, Züchterpaar lässt Kram eintreten und erstmal nach und nach die erwachsenen Hunde auf mich los, war schon echt beeindruckend! Ich nachdem ich im Umgang mit der Mutterhündin unter Beweis gestellt hatte, dass ich nicht völlig ungeeignet war, öffnete sich das Tor und es purzelten 11 kleine vierbeinige Schlageisen auf den Hof.
    11 Fellkugeln mit 5 stachelingen Ende, ein Geknurre, ein Geraufe und Gewusel. Minimum 9 der Zwerge hingen mir erstmal im Hosenbein und schüttelten un mitten drin ein kleiner drahtiger Zwerg mit hocherhobener Rute.
    Stromert rum, würdigt mich keines Blickes, maschiert zur Wäschespinne, guckt, überlegt, springt und hängt im Bettlaken, das rutscht runter und der Zwerg maschiert triumphierend mit dem erlegten Großwild durch den Dreck.
    2 weitere Welpen werden aufmerksam und wollen mitspielen, was mit einer wüsten Prügelattacke vom Kampfzwerg endet , der wendet sich wieder selbstgefällig seiner Beute zu. Kram spielt mit einer zuckersüßen Hündin un denkt so bei sich: Was bist du denn für ein wüster kleiner Sausack!
    Züchtertochter will ihrer Bettwäsche retten, doch Sausack wird sehr ungehalten, macht aber nix wird am Genick gesichert bis er sich soweit abgeregt hat, dass man ihn wieder freilassen kann.
    Kaum wiedermit allen 4 auf dem Bode, maschiert der Thyrann auf Kram zu, die auf dem Boden hockt zwischen den anderen Zwergen, die alle mal gebührenden Abstand halten vor dem immernoch vor Unmut schnaubenden Wiesel.
    Kram denkt: Uih jetzt kommt der ja auh zu mir!
    Tja Pustekuchen, der Sack krabbelt unter Krams Po hindurch ohne sie auch nur eines Blickes zu würdigen und......
    beißt mal herzhaft rein! :schockiert:
    Kram springt mit einem grellen Schrei auf, Sausack schüttelt noch etwas, rutscht dann ab und knallt rücklings auf den Boden, steht auf, schüttelt sich und stampft seeeeeehr zufrieden mit sich wieder über den Hof.
    Da war wir klar: DER! Und kein anderer!

    Man gewöhnt sich dran, so krass das klingt.
    Es führt aber ab und an zu grotesken Unterhaltungen:
    Mein Hund und ich in einem Steinbruch mitten im Winter am Suchen und eine junge Interessentin für die Staffel asl Begleiter dabei.
    Wir kämpfen uns über das Glatteis den ersten Hang hinauf, mein Hund erweitert mal wieder grooooooßzügig das Suchgebiet auf die umliegenden 4qkm, oder so ähnlich
    Urplötzlich bleibt die Dame stehen, starrt auf den See unter uns und keucht:
    Dein Hund!!!
    Ich: Was?
    Sie: Der ist mitten auf dem See...
    Ich: Wenn er meint. *schulterzuck*
    Sie: Wenn der einbricht?
    Ich : Muss er schwimmen.
    Hätte ich ihn gerufen wäre er schnurstraks auf das Loch im Eis zu gerast.
    Wir stapfen weiter
    Sie stößt einen spitzen Schrei aus und zeigt links neben mich: Der bringt sich noch um!
    Mein Dicker war dabei die senkrechte Wand hoch zu rennen weil er Geruch bekommen hat.
    Ich: So schnell nicht und wenn uns vor ihm.
    Sie guckt karriert, der Hund bellt und ihr dämmert dass wir jetzt auch iwie auf den Felsvorsprung müssen...
    So Hund und Person wieder runterbuxiert, Hund neu angesetzt.
    Nach einer weile kamen wir an einen Förderturm und mein Rüde rennt das Förderband hoch, beschließt dass die Person wohl eher auf dem anderen 2m unter ihm sein muss und springt halt.
    Am Staffelfahrzeug angekommen fragt sie ganz zaghaft:
    Läuft das bei euch immer so?
    Ich: Meistens...
    meine Ausbilderin: noch schlimmer!
    Die Dame war zwar völlig von der Rolle, ist aber geblieben und ihr Ramboretriever ist auf dem besten Weg ebenso ein Kamikatzebomber zu werden

    Auch wer beim Metzger kauft tötet nicht selber, oder wird direkt mit der Tötung des Tieres konfrontiert.
    Nochmal ich fordere nicht dass jeder Hans Wurst seine Tiere selber tötet und nein ich glaube auch nicht dass ein Fließbandarbeiter sonderlich sentimental ist was die Tiere angeht die er tötet.
    Trotzdem ist es etwas anderes Tiere töten, ausweiden und zerlegen zu müssen, bevor man es konsumiert.
    Ich fürchte nämlich, dass sehr viele behaupten sich völlig bewusst zu sein was Fleischkonsum bedeutet, sehr romantische Vorstellungen vom Selbstversorgertum haben.
    Ich hab sowohl auf der Jagd, als auch in meinen Auslandsaufenthalten erlebt, dass vielen urplötzlich der Appetit auf das Steak vergeht, wenn sie vorher erstmal bis zum Ellenbogen in den Innerein stecken müssen. :hust:
    Tiere töten und verarbeiten ist weder romantisch, noch in den allermeisten Fällen besonderst tierfreundlich. ;)