So ausm Nähkästchen geplaudert:
Nach 365Tagen MUSS es sich irgendwie lohnen.
Irgendwie. Nur weil man Hunde mag und gerne spazieren geht, wird einen nicht lange durchhalten lassen.
Dann kommen nämlich bei solchen Sachen wie "nö, heute Migräne", "ach bei Orkanwarnung fahr ich kein Auto", "bin nen bissl erkältet, da mag ich keine 3 Stunden durch den Gegend laufen" das Teufelchen durch.
Avocado hatte es ja schon angesprochen- es ist ein Knochenjob.
Es macht Spaß, keine Frage, aber wenn man über Jahre jeden Tag seine 20-30km geht (nur beruflich!), viel mit dem Auto durch die Gegend gurkt, dann ändert sich definitiv auch das Freizeitverhalten, da muss es am Wochenende nicht mehr die 20km Wanderung sein. Ich hab vor einigen Jahren nicht ohne Grund massiv runter geschraubt.
Service ausfallen lassen, weil Fußlahm oder fetten Bluterguss an Hüfte/Bein ist einfach nicht- zumindest nicht, wenn man ne gute Kundenbindung haben will. Da braucht es schon nen bissl mehr Grund.
Die Leute zahlen Geld dafür, dass sie sich darauf verlassen können, dass man kommt. Immer. Egal bei welchem Wetter.
Egal, was sonst in deinem Leben so passiert. Weil du es professionell machst.
Ich hatte auch schon Kunden, die mal so gar kein Verständnis dafür hatten, dass man mit Lungenentzündung vielleicht nicht arbeiten gehen sollte.
Oder direkt nachm schweren Autounfall.
Von Urlaub oder gar sowas wie an "Feiertagen bitte keine Anrufe" fangen wir gar nicht erst an.
Es liegen Welten dazwischen, ob man gern Gassi geht, seine Runden dem Wetter nen bissl anpassen kann und da flexibel ist oder ob man 3 Stunden durch strömenden Regen oder 3 Stunden bei -5Grad und Eisregen durch die Gegend latscht und anschließend die eigenen Hunde auch noch bespaßt werden wollen oder noch mal 3 Stunden HuPla anstehen, wo man sich die Beine in den Bauch steht.

Praktikanten nehme ich übrigens vorzugsweise an den SchlechtWetter -Tagen mit und das nicht ohne Grund.
