Beiträge von K;o)rfi

    Ich denke, dass es eine Kombination aus Geräuschkulisse und sich entfernendem Objekt ist, die in provoziert.

    Gerade bei der Straßenbahn vermute ich, dass die im Inneren tätigen Elektromotoren ein Geräuschspektrum entwickeln, dass wir Menschen in seinem ganzen Umfang gar nicht wahrnehmen können, den Hund aber umso mehr erregt. Denn häufig hat Caboose schon reagiert, bevor ich überhaupt die Bahn sehen oder hören konnte.

    Die gleiche Reaktion zeigt er auch bei extrem tiefen Tönen die bspw. von einem großvolumigen Motorrad und einem Abfall umwühlenden Müllwagen erzeugt werden.

    Wenn sich dann noch die vorgenannten Objekte wegbewegen, ist der Reiz perfekt.

    Hasen hingegen oder ein direkt um ihn herum agierender Staubsauger interessieren in nur begrenzt. Denn hier fehlt entweder die Gräuschkomponete (weglaufender Hase) oder der Fluchtaspekt (lärmender Staubsauger).

    Ich werde beim nächsten Mal die Creme de la Creme an Leckerlie bereithalten, um ihn damit vielleicht erst einmal kurzzeitig von dem öffentlichen Verkehrsmittel ablenken zu können. Sollte er darauf anspringen, gilt es diese Methode auszubauen. :D

    Gruß

    Gerd

    Unser etwa 9 Monate alter Bearded Collie Rüde Caboose ist ein sehr verspielter und anhänglicher Kerl. Im Auftreten gegenüber anderen Hunden ist er eher extrovertiert aber dabei sehr devot und stets bemüht sich (körperlich) klein zu machen. An der befahrenen Strasse und im Umgang mit Fahrradfahrer, Jogger oder Passanten ist er auch recht unauffällig (auch wenn ihn Jogger früher sehr "interessierten"). Kritischer wird es, sobald ein Motorrad, Motorroller, lauter LKW (z.B. Müllwagen) oder Linienbus vorbeikommt. Da hängt er sich schon mal in die Leine, um die vorgenannten Verkehrsteilnehmer „einzufangen“.
    Die Spitze der Ekstase erreicht er aber, sobald eine Straßenbahn in Sicht- oder Hörweite kommt. Dann kennt seine Aufregung keine Grenzen. Bellen, in der Leine aufsteigen oder der Versuch, sich aus dem Halfter zu winden sind die üblichen Reaktionen. Er ist in dieser Situation durchaus nicht ängstlich, sondern legt es vielmehr darauf an, die Bahn zu fangen. Schlägt man die Gegenrichtung zur erscheinenden Bahn ein, wehrt es sich und möchte nicht folgen. Auch das verlassen von Strassen, auf den Straßenbahnen verkehren, gefällt ihm nicht.

    In den ersten Lebensmonaten wurden die üblichen Rituale wie Bahn- und Busfahren, Spaziergänge in der Innenstadt und ähnliches zu Gewöhnung an Reize der städtischen Umgebung gemacht. Zu dieser Zeit war er auch meist unbeeindruckt was Geräusche und Eindrücke angeht. Das mit der Bahn und den Motorrädern ist erst in den letzten 6-8 Wochen aufgetreten.

    Was die Erziehung bzgl. des Grundgehorsams angeht (sitz, platz, bleib, komm), sind wir eigentlich mit ihm zufrieden, auch wenn es zum militärischen Appell noch nicht gereicht hat. Ist aber auch nicht unbedingt unser Ziel.

    Nun die Frage:
    Was könnte der Grund sein, warum unser Caboose derart unkontrollierbar auf die Straßenbahn und Motorräder reagiert? (Es gab hier meines Wissens nach kein Schlüsselerlebnis)
    Und wichtiger noch:
    Wie gewöhne ich es ihm ab?

    Wer hat eine Idee?
    Ich bin dankbar, für Eure Hinweise.

    Gruß

    Gerd

    PS: Was das Bahnfahren selbst angeht, so steigt er gerne in eine Bahn ein, aber auch gerne wieder aus.