Beiträge von lotuselise

    Der BJ-Thread ist ja auch schon ein paar Tage alt und am Anfang hab ich mich auch gefragt, was daran so schlimm sein soll, wenn der Hund mal nem Ball hinterher rennt.

    Das gibt sich, wenn man wirklich mal nen Balljunkie gesehen hat. Ich fand das echt extrem.

    Der Hund ist dabei, als hätt er ne Gehirnwäsche bekommen, total aufgeregt:
    Ball, ball, ball, wo, ball, wirf, ball, ball, ball, ball, jetzt, ball, ball, ball, renn, ball, ball, ball, zurück, ball, ball, ablegen, ball, ball, ball.

    Anders kann ich das nicht beschreiben. So sieht es aus und ich glaub, wenn in 100m Entfernung ne Bombe hochgehen würde, die einzige Wahrnehmung bei dem Hund wäre: ball, ball, ball.

    Vom Erregungsgrad her etwa so, wie ein Hund bei nem Wettkampf, bis er endlich losdarf.....aber eben als Dauerzustand bis Herrchen wieder wirft....

    Da müsstest Du mal unsere Hündin fragen, wie doof sie Balljunkies findet.

    Situation:
    BJ-Herrchen und BJ-Hund auf der Wiese.
    Wir kommen dazu. Hunde beschnuppern sich kurz.
    Anderer Hund schon wieder weg zu seinem Herrchen, hechel, auf den Ball wartend. Spielaufforderung bis Herrchen endlich wirft. Totale Aufregung.
    BJ-Herrchen wirft. BJ-Hund rennt wie blöd hinterher. Unsere saust mit, für sie gibt es nichts tolleres als mit nem anderen Hund durch die Wiese zu pflügen. Sie rennt mit.
    BJ-Hund stoppt, Bällchen. Unsere hält ein Stück weiter an. Wie jetzt? Guckt. Saust mit dem anderen Hund wieder zurück.
    Gleiches Spiel von vorne. Das geht vier, fünfmal so und irgendwann kommt sie angetrottet.
    Und ja, ein Hund kann enttäuscht und frustiert gehen und gucken.

    Sie ist nur ein Hund, aber ich glaub, wenn sie was sagen könntet, wäre es was wie: "Man, ist der bescheuert"

    *BJ = Balljunkie

    PS: Dabei ist sie ein Hund, der total gerne spielt. Sie schmeißt selbst die Ochsenziemer-Stücke durch die Luft, dass wir jedes Mal witzeln, ob die Hundehaftpflicht wohl zahlt, wenn sie den Fernseher zerschmeißt... :D

    Lena

    gehört der Hund wirklich schon immer Deiner Freundin oder habt ihr Mädels das Hobby Hund für Euch neu entdeckt und sie kümmert sich jetzt um einen der drei, den sie eh schon haben?

    Wieso ich das frage:
    Wenn sich bis jetzt irgendjemand anders hauptsächlich um den Hund gekümmert hat, dann muss sie sich die Führungsrolle erstmal erarbeiten. Klar kommen die meisten Familienhunde auch, wenn die Kids sie rufen. Aber genau das mein ich eben nicht. Sondern derjenige, der komplett für das Leben des Hundes zuständig ist mit wirklich allem was dazu gehört. Dann entsteht eine Art Beziehung, eine Verbindung. Der Hund weiß: das ist der wichtigste Mensch in meinem Leben. Dementsprechend schenkt er Aufmerksamkeit.

    Ist das nicht so, dann ist Deine Freundin momentan eines der Familienmitglieder, das vielleicht etwas Bespaßung bringt. Ansonsten aber eher unwichtig.

    Bei unserer Hündin ist das genauso. Klar kommt sie zu meinem Großen, wenn der ruft zum Blödeln oder Streicheln. Aber wenn er mit ihr rausgeht und sie von der Leine lässt, dann sieht er nur noch ihren Hintern, wie der schnurstracks nach Hause läuft.

    Er ist zwar nett, aber so wichtig, dass man auf ihn hören müsste, ist er nicht....

    Zitat

    ...hier mal zwei Fotos!

    Toska oder Taya? Was meint Ihr???

    Lol, sei froh, dass wir die Bilder nicht sehen können. Wenn es so wäre hätten wir bei dem Pfad wohl direkten Zugriff auf den Desktop Deines PCs ;)
    Du musst die Bilder erst im www. bereitstellen, dass andere sie schauen können z.B. bei http://www.imageshack.us ;)

    Im Moment ist es glaub für Dich besser Du suchst Dir "Verbündete", die sich mit Dir freuen, als ständigen Kontakt mit den "ewigen Zweiflern" zu haben. Wenn Deine Mom oder Dein Dad tierlieb sind, würd ich die Hündin mit einem von beiden zusammen besuchen. Hier gibt es einige, die erst gegen den "Enkelhund" waren und danach hin und weg.

    Stimmt, bei der Bahn gibts auch keine HF mehr, dachte an die Bahnpolizei. Irgendwie sind die "Blauen Rumtreiber" an den Bahnhöfen für mich immer noch Bahnpolizei, in Wirklichkeit aber Bundespolizei.
    Drum seh ich da ab und an Hunde. Upss war ein Denkfehler....

    bordy

    Wenn ich jetzt alles so in einen Topf werfe.....und wir "Was bin ich spielen würden", glaub dann gingen höchstens noch 5 Euro ins Schweinderl....

    ....deshalb denke ich, dass Du die Frage eigentlich schon beantworten kannst: Gibt es bei den "Rotmützen" überhaupt HF??

    Hab ich noch nie gesehen. Nur die Bahnpolizei, die ja.

    Zitat

    Mal ne blöde Frage: Inwiefern trägt das zur Problemlösung bei? Wenn er will, hältst du auch keinen Dackel. Wenn du willst (und aufmerksam bist), hältst du ein Dogge. Das ist der Punkt. Aufmerksamkeit, rechtzeitig richtig reagieren und Autorität. Dann kann auch ein Fünfjähriger einen Hunderiesen halten.

    Pennen sollte man nie, die rechte Reaktion kann man lernen und Autorität ist keine Frage des Alters.

    Hey Ihr Großen,
    könntet Ihr Euch vielleicht ein wenig zurücknehmen. Lena hat gerade ihren ersten eigenen Welpi bekommen und fragt sich hier tapfer durch, auch für ihre Freundin. Und Ihr antwortet ihr mit Beiträgen über Altersdemenz und Autorität. Das geht gar nicht.

    Ihr Hund ist ihr neuer Kumpel, Freund, Spielkamerad und sie möchte mit ihm Spaß haben beim Spazierengehen.....

    Hey, ich hab mir mal die Mühe gemacht und aus Deinem Beitrag ne Liste erstellt. Nimm sie Dir und teile sie in folgende Kategorien auf:
    - kurzfristige Ziele
    - mittelfristige Ziele
    - langfristige Ziele

    Du bist alleinerziehend, berufstätig und Dein Tag hat auch nur 24 Stunden. Also miste mal aus und setz Prioritäten. Kennst Du so Bücher wie "Simplify your life". Solltest mal lesen.

    Und mal ganz ehrlich: ein Hund, der zu 100% immer abrufbar ist und Dir vertraut ist klasse......dann sch :zensur: aufs erste auf Dinge wie "Platz" und stell sie einfach nach hinten an.

    Wenn Du Dich auf wenige Ziele konzentrierst und die erreichst, dann hast Du auch mehr Erfolgserlebnisse und bist weniger frustriert.....

    Das faszinierende an der Theorie ist für mich, dass ich eigentlich genau das gemacht hab, ohne mir vorher Gedanken um das eigentliche Thema "Geschirrgriff" zu machen.

    Angefangen hat es damit, dass ich iwo gelesen hab, dass sich Hunde auch aus dem Grund hinsetzen um eine Situation zu beruhigen.

    Das erste Erlebnis war ganz am Anfang mit unserer Angstnase und einer Begegnung mit einem Ehepaar mit Hund. Bis dahin mussten wir bei Hundebegegnungen noch die Straßenseite wechseln. Dort auf dem Feldweg war genug Raum, also erster Kontaktversuch. Hunde mehr oder weniger nicht beachten. Wir haben uns mit dem Ehepaar unterhalten. Irgendwann hab ich mich einfach auf den Boden gesetzt mit dem Gedanken "Sitz" bedeutet Ruhe und siehe da, Hund war neben mir und der Schwanz kam endlich unterm Bauch wieder raus dahin wo er hingehört.

    Wenn "Sitz" also Ruhe bedeutet, dann nutzen wir es aus. Heißt, am Anfang Menschen gucken und Verkehr beobachten. Sitzend in der Wiese oder neben ihr, sie daneben. Signal: Kein Grund zur Aufregung.

    Heute, wenn sie unsicher ist, verlange ich das Sitz ab frei nach dem Motto: "Erstmal Hintern runter, Lage checken bevor sich unnötig aufgeregt wird. Das Erstaunliche. Sie nimmt es an ohne, dass ich das Gefühl hab meinen Hund irgendwie gefühlsmäßig zu manipulieren.

    Der Griff ins Geschirr ist von alleine gekommen. Klar, bevor sie fluchtartig türmt, in ihrer Unsicherheit nach Vorne geht oder es wirklich um ihre Sicherheit geht z.B. landwirtschaftlicher Verkehr. Da greift man logisch an den Henkel vom Geschirr, wenn er schon da ist.

    Mir geht es einfach nur noch darum, dieses eigentlich unbedacht eingeführte Ritual so weit zu perfektionieren, dass es z.B. auch bei ihrer Erzfeindin funktioniert.