Mir ist so eine Studie eigentlich ziemlich egal. Denn was bringts?
Hätte ich noch kleine Kinder im Haushalt, dann müsste ich drauf achten, dass sie und Hund den richtigen Umgang miteinander lernen. Für meine Kinder, Familie, fertig.
Den Anspruch darauf, dass sich die Umwelt zu meinen Gunsten so verändert, dass es passt und z.B. fremde Kids meinen Hund lernen lesen zu können, ich glaub den kann man sich realistisch gesehen ganz einfach abschminken.
Also bleib nur ich übrig und ich muss schauen, dass mein Hund kleine Kinder zu akzeptieren lernt. Im Moment gibt es einfach keine kleinen Kinder in meinem direkten Umfeld, sie sind alle schon groß und bis zum Omadasein wird es wohl hoffentlich noch ne Weile dauern. Es ist zwar schade, aber ich hab gar keine Möglichkeit Kleinkind / Hund-Beziehungen zu üben. Ich kann ja schlecht zum Hundetrainer gehen und der bringt Übungskinder mit.
Also bleibt mir nichts anderes übrig, als die Kleinen in die Schublade "merkwürdige Fremde" zu stecken und dem Hund beizubringen sie zu ignorieren. Bei Bedarf blocke ich und ich wünsche keinen Kontakt.
Nicht weil ich es nicht schön fände, sondern weil ich verantwortlich bin und einfach keine andere Wahl hab. Was das Kind dabei macht oder kann, darf für mich eigentlich keine Rolle spielen. Ganz ehrlich, ich fahre lieber die Nummer sicher.
Und auch wenn es Eltern gibt, die ihre Kinder regelrecht zu meinen "Wau-Wau" hinschicken, es scheitert an meiner Zustimmung und das zeige ich ganz deutlich.
Wir waren gestern z.B. spazieren. Uns kommt Frau mit Kinderwagen und Kind auf dem Laufrad entgegen. Ich lass den Hund auf dem Weg neben mir absitzen, aber das Kind fährt immer weiter mit dem Laufrad direkt auf sie zu. Auf was soll ich warten? Das die Mutter was tut? Fehlanzeige. Also mach ich nen großen Schritt nach vorne, stell mich breitbeinig vor meinen Hund, immer noch im Sitz. Das Kind hält an, maximal einen Meter vor mir. Die Mutter o-ton "Schau, der Hund hat Angst vor Dir auf Deinem Fahrrad" Hä??
Das ist genau der Punkt, wo es mir völlig wurscht ist, ob dieses Kind Hundeerfahrung hat, meinen Hund lesen kann oder nicht. Ich regel die Situation, dass es passt. Denn wenn irgendwas schief laufen sollte ist es sowieso der böse Hund. Dann kann ich nicht argumentieren, dass das Kind was falsch gemacht hat und die Mutter gar nichts.
Von daher find ich meine Einstellung "Erwartungshaltung = 0" besser und befasse mich nicht mehr mit den Möglichkeiten anderer.....