Weißt, was ich an der ganzen Geschichte einfach nicht verstehe, ist, dass es Pinsel ist. Lassen wir mal Pinsel an sich außen vor. Lassen wir mal außen vor, dass es DEIN Hund ist.
Lassen wir doch mal Pinsel einfach einen HuTa-Besucher sein wie jeder andere Kundenhund xy.
So, xy mag es absolut nicht, wenn er in der Ruhephase / Körbchen von einem anderen Hund gestört wird. Bei manchen geht es, bei manchen wird es kritisch.
Ich wäre viel zu bequem um ständig im Auge zu behalten, ob sich Hund a, b, c, d, e oder Feind f dem Korb nähern. Das ist ja voll anstrengend.
Der viel einfachere Weg wäre doch, einfach zur Kenntnis zu nehmen:
x hat damit manchmal ein Problem damit, wenn sich jemand seinem Korb nähert.
Das hieße, dass ich grundsätzlich alle und jeden vom x-Körbchen wegschicke. Denn umgekehrt, wenn ich meinen Hund in Eure HuTa bringen würde, dann fände ich es überhaupt nicht witzig, dass dort erstmal rausgefunden wird, ob mein Hund evtl. g ist oder zu f gehört und schlimmstenfalls gelocht wird. Auch ich würde erwarten, dass ihr meinen Hund vom x-Körbchen wegschickt, ohne Experimente.
Was also ist so anders daran, dass Pinsel DEIN Hund ist? Lass sie doch einfach mal nur Hund sein.
Gut, sie fragt Dich, aber wer sagt, dass Ihr Blick nur bedeutet "Was soll ich tun ???" Der Blick könnte doch genauso bedeuten "Herrchen, mach das weg".
Und genau da lässt Du sie im Stich. In nem anderen Beitrag schriebst Du, dass sie es nicht nötig hat zu knurren, weil Du es für sie regelst, dass sie gar nicht knurren muss.
Was, wenn sie sich jetzt mit genau dieser Erwartungshaltung an Dich richtet??
Ich denke, auch so etwas kann man unter Stress einordnen.
Eine Aufgabe ist gestellt, die Bewältigung wurde in einem Zweier-Team ganz klar aufgeteilt. Plötzlich fällt der Teamkollege aus und Du kommst mächtig ins Rudern. Nicht, weil Du die Aufgabe nicht alleine schaffen könntest, nicht weil Du unfähig bist, sondern ganz einfach aus dem Grund, dass Du Dich darauf verlassen hast, dass der andere seinen Part übernimmt.
Ist das wirklich so abwegig??