Beiträge von lotuselise

    @net

    So abstrakt meine "Fälle" auch waren, ich fänds aber schon interessant, was zu tun ist wenn man denn attackiert wird. Lass ich meinen Hund los oder halte ich ihn fest? Trete ich vorher oder warte ab und versuch dann dazwischen zu gehen?

    Es sollte zumindest eine legale Möglichkeit geben zu handeln, wenn es hart auf hart kommt. Kann ja nicht das Ziel der Dinge sein, dass der angeleinte Hund sich lochen lassen muss und die einzige Option "Buh" und ein Schritt nach vorne ist.

    So aus der Luft gegriffen ist das Thema ja dann doch nicht, es gab in letzter Zeit:
    - Hund springt über den Zaun und tötet Hund des Passanten
    - Hund bricht aus dem Grundstück aus, bedrängt Mann und wird erwürgt
    - selbst hier im Thread sind einige Beispiele genannt worden...

    Also kompakte Frage: Wie verhält man sich bei einer Attacke richtig, wenn blocken, erschrecken und Futterwurf nichts gebracht hat??

    @die letzten Beiträge: warum wird denn jetzt wieder das vermoderte Kriegsbeil ausgegraben, wir waren doch schon bei der Friedenspfeife und der TS-Hund trägt Schleppe??

    Och, ich seh den Beitrag als "Pro-Schienbein-Block". Etwas abstrakt gedacht, würde das Gesetz auch greifen, wenn ich den "Angreifer" an meinem Knie vorbeilasse und der dann von meinem "Monsterhund" zerlegt wird... :???: wobei ich dann am Ende als Halter wieder für meinen Hund hafte...

    Damit kann ich es mir eigentlich aussuchen: Schienbeinblock und Anzeige, weil der andere Halter einen Tritt sieht: dagegen kann ich vorgehen, weil der Hund keinerlei Verletzungen davonträgt.

    Kein Schienbeinblock und Anzeige mit eindeutig gelochtem Hund oder Schlimmeren, aus der Nummer komm ich nimmer raus.

    Von daher stell ich das Bein nach vorne und selbst wenn mein Fuß kurzzeitig dabei den Boden verlässt, ist das immer noch die bessere Wahl....

    Jetzt kann man natürlich sagen, das TS-Gesetz greift zwischen Tier und Tier gar nicht. Genau da bin ich mir aber nicht mal so sicher, denn es geht ja auch, dass ich wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt werden, weil mein Hund eine Person anfällt...

    Weiß eigentlich jemand, wie das ganze rechtlich korrekt aussehen würde bei folgenden Fällen:
    1. Ich blocke den Hund, der sich eine Rippe bricht weil er voll in mein Schienbein donnert und der Halter zeigt mich an.
    2. Mein Hund locht oder tötet schlimmstenfalls den anderen Hund, während er an der Leine ist.
    3. Ich lasse bei einem Angriff meinen Hund los, der andere trägt schwerste Verletzungen davon.
    4. Ich lasse bei einem Angriff meinen Hund los, der rennt über die Straße und verursacht einen Unfall

    So einfach finde ich das nicht, bin also neugierig auf die "Tatbestände" und die Schadenersatzforderungen, die jeweils anstehen....

    Ja, das ging mir genauso mit dem Treten, deshalb hab ich ja den Link hier rausgesucht:
    http://www.youtube.com/watch?v=10J2OiazaB0
    Dabei mein ich natürlich den Part vom Verteidiger, nicht vom Angreifer...
    und das wäre für mich absolut okay, auch gegen meinen Hund. Die meiste Energie dabei kommt von der Geschwindigkeit des "angreifenden" Hundes und ich denke die Gefahr innere Organe zu verletzen, ist nicht gegeben...
    Und damit bekommt er keinen Tritt, sondern einen Schienbeinblock...
    Besser??

    Zitat

    Hallo!
    Geht jetzt zwar ein bissl am eigentlichen Thema vorbei aber habt ihr euch schon mal ehrlich gefragt ob ihr eine andere Einstellung hättet wenn ihr andere Hunde haben würdet?Mir ist aufgefallen das Kleinhunde Halter solche beschriebenen Situationen lockerer sehen(der tut doch nix,ist doch so klein)
    Gruß
    Jessica


    Ja, dazu neigt man schon, insbesondere wenn andere Menschen den Hund auslachen weil der bellend und wie ein Känguruh auf 3m ranhüpft, kehrt macht, weiterschnüffelt.
    Aber dann fängt man auch irgendwann das Nachdenken an und merkt: "Hey, wenn der jetzt viermal so groß wäre, dann ist die Situation auf einmal gar nicht mehr "witzig". Also akuter Handlungsbedarf.

    Und um nochmal auf die Tritte zurückzukommen:
    Ja, ich würde treten. Heißt Bein raus, flachen Spann entgegenhalten. Ach menno, blöde Erklärerei:
    jetzt hab ich ewig gesucht bis ichs gefunden hab:
    http://www.youtube.com/watch?v=10J2OiazaB0
    so, hier ist mein Schienbeinblock (jetzt weiß ich auch, wie das richtig heißt, Hurra).
    Seht Ihr am Schluss die Geschwindigkeit. Das kracht mächtig an den Rippen, aber mehr auch nicht und hat mit die "Schuhspitze" unten rein ziehen nicht im Entferntesten was zu tun.

    Das hab ich so auch: jede Fläche, die ich frei und aufräume stellt für Männe definitiv eine persönliche Ablage seiner Utensilien dar...
    :D
    Am besten finde ich immer die "im-Kreis-rumschubserei-der Aufgaben" bei den Vieren. Das, was der andere eigentlich zu erledigen hätte....
    Das langweilt mich echt, weil im Endeffekt bleibt es an mir hängen, wobei ich diejenige bin, die sich am wenigsten darüber aufregt.

    Und besonders toll finde ich das dann, wenn ich abends koche. Während ich in der Küche steh, herrscht bei den Männern Friede, Freude, Eierkuchen. Mitten während des Essens geht es dann los....
    Das kann ich gar nicht ab und Männe fühlt sich dann regelmäßig ungerecht behandelt, weil er angeblich nichts sagen darf....

    Besonders weil er laut seiner Aussage die Hälfte der Hausarbeit macht, die da aus Spülmaschine ausräumen (aber nur, wenn er niemanden zum delegieren findet) und mal eine Pfanne abspülen, besteht ;)

    Voll der arme Tropf ;)

    Im Endeffekt laufen alle Argumentationen auf eines raus:

    Macht der andere Hundehalter nichts, muss ich ran und den anderen Hund irgendwie abwehren. Alles andere ist doch bescheuert, einerseits für meinen Hund, der mit Maulkorb evtl. gelocht wird und noch mehr Probleme bekommt, andererseits für den anderen, der tatsächlich den Kürzeren ziehen kann und womöglich sein Leben lässt.

    Damit relativiert sich das Bein entgegenstrecken, mag man das jetzt Tritt nennen oder nicht, zwangsläufig wieder.
    Zeit zum Abwarten und Testen, ob ein "BUHH" vielleicht auch reicht, die hat man eher nicht...

    In Deiner Denke gibts nur einen Fehler. Du gehst bei dem herangaloppierenden Hund von einem Rüpel ohne Beschädigungsabsicht aus. Hat er die aber, verpasst Du Deinem eigenen Hund mit dem Maulkorb die A....Karte.

    Andererseits wäre es echt mal nen Versuch wert: Maulkorb draufpacken. Denn ich glaube das würde die Anzahl der heranstürmenden Tut-Nixe enorm verringern.....

    Dann würde aus dem Anspruch: "Mein kläffendes Wauzi darf durch die Umwelt toben wie er lustig ist" ganz schnell ein "oh Gott, nur kein Kontakt mit einem bissigen Hund" aus Angst um die eigene Fellnase werden. Und das, obwohl der Hund an der Leine gar nicht mehr wirklich zubeißen kann. :???: :roll: :headbash: :D

    Zitat

    Was ich absolut nicht nachvollziehen kann, ist dass hier Leute davon schreiben, dass ihre Hunde einen andern bei Annäherung ernsthaft beissen und verletzen würde, und die führen die offenbar ohne Maulkorb aus? DAS finde ich genauso verantwortungslos, wie das den Hund einfach zu jedem andern hinlaufen lassen! Da nimmt man lieber in Kauf, einen fremden Hund selber ernstlich zu verletzen, als den eigenen Hund zu sichern.....

    DAS ist aber mal ne krasse Erwartungshaltung. In etwa so ähnlich wie wenn Du mit nem Krabbelkind zu mir nach Hause kommst und erwartest, dass ich meine komplette Wohnung kleinkindsicher mache, obwohl mein Jüngster 14 ist. Wieso sollte ich das tun? Entweder kommst Du zu Besuch und passt auf Deinen Zwerg auf oder Du bleibst weg.

    Das gleiche gilt für meinen Hund an ner <1m-Leine, wenn ich ihn kurz nehme. Hast Du jetzt gerade Anspruch auf den einen Quadratmeter, den ich mit meinem Hund draußen beanspruche? Wohl eher nicht. Deine Individualdistanz + meine eigene = Abstand, in dem nichts passiert. Wenn Du ohne Leine keine Kontrolle hast und diesen Radius verletzt, wieso sollte ich dann für die Folgen verantwortlich sein?

    Mit diesem Gedankenansatz öffnest Du Tür und Tor für allgemeine Maulkorbpflicht für ALLE. Selbst wenn dafür nur die Begründung genannt wird: "Jeder Hund hat Zähne und wenn Du meinem auf den Schwanz oder die Füße trittst, dann könnte er schnappen".

    Verkehrte Welt irgendwie... :???: