Für mich sehe ich eher die Parallele bei den Balljunkies.
Meine buddelt für ihr Leben gerne und steckt ihre Nase in Mauslöcher. Oder sie hüpft wie ein Känguruh und versucht die Maus im hohen Gras zu erwischen. Sie hatte genau einen Jagderfolg und darüber war sie wohl selbst erschrocken. Das Mäuslein hat nicht gequiekt, war nicht verletzt. Ich habs ihr aus dem Maul genommen und die Maus ist in ihr Loch entschwunden. Sie hat es nichtmal geschüttelt.
Sie geht auch mal ne Krähe jagen, auch die, die auf der Leitung sitzen.
Ok, dann hat sie Spaß, dann hat sie ihre Endorphine. Das haben wir ja auch: ob wir Schokolade essen oder vielleicht mal rasant fahren - es macht uns glücklich.
Entscheidend ist für mich, dass sie ansprechbar / abrufbar bleibt. Es soll nicht ihr Lebeninhalt sein wie bei einem Junkie. Hat sie die Nase im Mauseloch und ich sag "weiter", dann geht sie mit ohne Probleme. Das ist für mich wichtig. Sie schaut eine Krähe an, die im Güllefeld sitzt und ich sag "vergiß es oder Du wirst gebadet, versprochen". Dann ist die Krähe tabu.
Bei einem Jagdhund macht man es im Prinzip ja genauso. Der Jagdtrieb ist erwünscht - aber der Hund muss kontrollierbar bleiben.
Es muss also irgendeinen Weg geben zwischen Jagdjunkie und Generalverbot. Und der ist für mich: "Spaß haben und ansprechbar bleiben"
Genau das machen wir beim Ballwerfen genauso: Balljunkie oder Ballverbot? Wir suchen einen Mittelweg. Wichtig finde ich das Verhalten dabei im Auge zu behalten.....