Beiträge von lotuselise

    Bei den Lehrern ist es wie im richtigen Leben: Für die einen ist es nur der ungeliebte Job, für die anderen Berufung.

    Das ist der Grund wieso ich es kritisch sehe den Erziehungsauftrag allgemein auf die Schule abzuschieben. Genauso wie im Elternhaus ist da die Gefahr gegeben, dass er bei einer "Pfeife" landet.

    Das es die gibt finde ich nicht wirklich dramatisch. Schule soll aufs Leben vorbereiten. Das tut sie auch damit. Es gibt Leute zu denen braucht man nicht hinzugehen, die sind inkompetent - vergiss es einfach. Die gibt es später in der Lehre und überall auch. Also sucht man es sich aus.

    Neulich ist ein Kumpel von meinem Sohn zu ihm nach Hause gekommen, hat nen I-Pod dagelassen und gebeten, dass er ihn auflädt, weil er sein Ladegerät nicht mehr findet. Über Facebook ist dan rausgekommen, dass einem andern Schulkameraden die Jacke samt Schlüssel mit I-Pod in der Schule geklaut wurde. Dann kam die Frage: so was jetzt?

    Mein älterer Sohn sagte O-Ton zu meinem Jüngsten: Zu der A brauchste nicht gehen, die hat eh keinen Plan, zu der B auch nicht - die leitet es dann an C Oberpfeife weiter, geh zu D, dann passt es. Gesagt, getan. Sohnemann ist zu D gegangen, Marke "hart-aber-fair", "bei der lernt man wenigstens was". Von daher, die Kids suchen sich das schon aus. Ja, und klar gibt es auch Lehrer, die bekommen keinen Fuß auf den Boden - was aber nicht immer am ach so miesen Elternhaus liegen muss.

    Und so ist es auch mit der Hasenschlachtung: A, B, und C - ne wirklich nicht, D würde ich es durchaus zutrauen, dass sie es so rüberbringt, dass es passt. Aber genau aus dem Grund kann ich nicht dafür sein, dass sowas generell an Schulen erlaubt wird.

    Übrigens, alle meine Kids bevorzugen die Lehrer der Marke "hart aber fair". Und je mehr es auf den Abschluss zu geht, desto mehr kämpfen sie darum einen von denen zu bekommen.

    Es gibt allerdings auch richtige "Freaks". O-Ton Lehrerin, die aus Timbuktu ins tiefste Oberbayern kam "ich komme aus einem andern Kulturkreis" ;) :D

    Zitat


    Genauso liegen eben Welten zwischen
    "Ich weiß, dass die Chicken Nuggets mal ein Huhn waren",
    "Ich habe einen Film über Hühnerschlachten gesehen" und
    "ich war bei einer Schlachtung live dabei".

    Das ist der Weg, den Du beschreibst und den zweifel ich überhaupt nicht an. Und genau bei dem ergibt sich die Frage zum Thema: bei welchem der drei Punkte sollte/muss man in der fünften Klasse stehen?

    Und ich bleib bei meiner Meinung, der zweite reicht völlig aus.

    schnauzermädel
    Ne, ich lauf mit Sicherheit nicht blond und blöd durch die Welt. Es ging hier um das Thema:

    Bereits Kinder sollten mit dem Schlachtvorgang konfrontiert werden, denn nur so kann ein verantwortlicher Umgang mit Fleisch zustande kommen.

    Genau genommen ging es um eine Vorführung: "Peng" = tot. Dieses "Leben nehmen, Leben entweicht" ist bei einem Tier aus artgerechter Haltung genau dasselbe wie bei einem mit nem beschissenen Leben.

    Das war der Grund, wieso ich sagte: hat mit Herkunft und Haltung nichts zu tun, denn sterben ist sterben und töten ist töten.

    Lass es mich an einem Beispiel erklären: Wenn man ein Tier einschläfern lassen muss - und wenn es noch so vernünftig ist, es tut weh. Aber was tut weh daran? Für mich dieses Entweichen von Leben, die Veränderung der Augen - das ist schlimm. Gut, mein Haustier beerdige ich, das Schnitzel esse ich. Aber das Bewusstsein von dem Vorgang, die Wahrnehmung von dem was da passiert, das ändert den Umgang, die Einstellung zum Rohstoff Fleisch. Dafür musste ich aber kein Bolzenschussgerät in der Hand gehalten haben, damit das so wird.

    Für mich ist es eine ganz klare Sache: entweder man lässt die Dinge an sich ran und denkt drüber nach - oder man verdrängt sie oder will es nicht wissen. Und ob da die "Hasen-Holzhammer" - Methode was dran ändert, das glaub ich nicht.

    Würde man das erste tun, dann hätte sich das Problem der Massentierhaltung schnell erledigt, weil die Nachfrage enorm sinken würde....

    Hoffe ich konnte das jetzt so in etwa klarstellen.....

    Du warst nicht gemeint, Du hältst Nutztiere und da gehört es dazu, dass man weiß was mit seinem Tier geschieht. Vielleicht Generationenbetrieb, weiß ich nicht - reingewachsen.

    Allgemein-Rundumschlag? Ne, aber dass jeder Stadtmensch schonmal im Schlachthof war, das glaub ich einfach nicht. Ich glaub auch nicht, dass man es "live" gesehen haben muss.

    Wieviele der Überzeugungen, die man als Erwachsener hat, sind eigene Erfahrungen und wieviele sind einfach durch Fakten, über die man sich durch Medien informiert hat, entstanden?

    Jetzt, wo Du es sagst...... es gibt ja auch Kaffeefahrten zu Krematorien. Das ich da nicht gleich drauf gekommen bin.....

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    Ach ja, und der Opa, der genau den Augenblick abpasst, wo Zwerg nicht hinsieht und "zack" dem Hühnchen oder dem Hasen den Kragen umdreht, das zählt nicht....

    So langsam krieg ich hier echt die Krise. Wo Ihr überall wart, was Ihr alles gesehen habt. Wie aufgeklärt Ihr als Kinder gewesen und heute noch seid.

    Ihr tut ja gerade so als wäre eine Betriebsbesichtigung im Schlachthof Alltagsprogramm in unserer Schulzeit gewesen. Und heute darf natürlich jeder, der Interesse hat mal eben so durch alle Abteilungen des Schlachthofs schlendern - aus Verantwortungsgefühl versteht sich
    .
    Zu der Schlachtung an sich: Selbst wenn hier lauter Metzger und Bauern anwesend sind - wer betreibt denn heute noch ne Hausschlachtung? Es gibt nunmal zentrale Schlachthöfe. Und ich glaube noch weniger, dass das artgerecht gehaltene Biorind sorgfältiger geschlachtet wird als ein anderes.

    Von daher bleibt bei der Fastfoodkette genauso wie beim Demeter-Bauern stehen: Ein Tier muss für das Fleisch auf dem Teller sterben, nicht mehr und nicht weniger. Von daher ist die Argumentation der Herkunft für dieses Thema irrelevant.

    Ich gehe noch weiter und behaupte, dass hier eventuell eine handvoll Leute bei der Schlachtung eines Großnutztieres (inclusive Tötung) zugesehen haben aber mehr mit Sicherheit nicht.

    Meines Erachtens ist das hier mehr Angeberei als Realität.
    Sorry, aber das musste mal raus.... :ops:

    Das kann man jetzt wieder tot diskutieren. Ich weiß nur, dass bei uns Kaninchen Haustier ist. Es kommt nicht auf den Tisch weils eh keiner essen würde.

    Die Berechtigung in der Schule ein Kaninchen zu schlachten ist ok?
    Super, wenn ich Lehrer einer Multi-Kulti-Klasse wäre. Mein nächstes Projekt hätte dann den Titel: andere Länder - andere Sitten.
    Wie gut, dass in meine Klasse Chin-Li und Pedro gehen, denn ich werde zeigen wie man in China "Hund" zubereitet und die Uroma von Pedro gibt sogar noch das familieneigene Katzenrezept aus der Toscana preis.

    Ist doch alles halb so wild - schließlich müssen die Kleinen ja grundlegend informiert werden wie Fleisch auf den Teller kommt.....

    Mahlzeit!!!!!

    Ja Bordy, vielleicht ist das Forum verlogen - vielleicht aber nicht ganz so wie Du denkst. Auch mich würde die "Wahrheit" mal interessieren. Wer von den Premiums startet eine Umfrage:
    1. ich habe noch nie beim Schlachten eines Tieres zugesehen
    2. ich habe bereits beim Schlachten eines Tieres zugesehen, welches weder mir noch meiner Familie gehörte.
    3. ich habe bereits beim Schlachten eines Tieres zugesehen, da ich in landwirtschaftlichem Umfeld aufgewachsen bin bzw. ich schlachte selbst.
    Und dann bin ich echt gespannt was dabei rauskommt. Ich reihe mich bei 1. ein, das geb ich zu.
    Bin ja mal gespannt, ob jemand die Umfrage einstellt....