Beiträge von AnjaNeleTeam

    Nein, die Arbeitslinie ist meist eher größer, aber leichter gebaut. Ich würde mich an deiner Stelle nach einer Standardzucht umsehen oder einer jagdlichen Zucht. Der Jagdtrieb ist auch bei Hunden aus jagdlicher Zucht meist sehr gut kontrollierbar. Muss ja, sonst könnte man sie schlecht gebrauchen zur Jagd.
    Von den Anforderungen und der Arbeitsbereitschaft finde ich die Arbeitslinien schon vergleichbar mit Malis, aber sie haben halt kein Aggressionspotential bzw. sollten es nicht haben. Meiner Erfahrung nach sind die AL-Labbis gut zu führen, wenn man sich mit ihnen ausreichend beschäftigt.

    Labbis bitte nur vom DRC e.V. (nicht DRC Soltau) und vom LCD e.V.

    Aus Jux und Tollerei, habe ich uns das Projekt "365 Tage Halten" aufgebrummt xD
    Leo soll also seit dem 1.1. jeden Tag etwas bestimmtes mit seinem Maul halten und ich mach ein Foto. So einfach ist es gar nicht sich da jedes Mal möglichst was anderes zu überlegen, aber es macht Spaß und bei Leo merkt man, dass er immer routinierter mit komischen Sachen wird. So zum Beispiel heute, ein Einkaufswagenchip :headbash: Hatte ich halt da |) Also ausprobiert und tada:

    Foto

    Externer Inhalt abload.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Ich könnt ihn knutschen den obersüßen Kerl :herzen1: Es ist sooo süß wie viel Mühe er sich da gibt! Beim ersten Versuch flutschte der Chip wieder raus, weil er nicht draufgebissen hat, beim zweiten Versuch hat es dann geklappt :bindafür:

    Wir sind uns ja darüber einig, dass man die Grundlagen sehr gut alleine üben kann. Aber ganz ohne Hilfe und beim ersten "Dummy-Hund" kann es Probleme geben, die man allein dann nicht mehr so leicht gelöst bekommt.
    Z.B.: Der Hund möchte nicht mit dem Clicker und den üblichen Methoden das Dummy halten.
    Der Hund läuft nicht geradeaus Voran. Der Hund tauscht oder jagd mit Dummy weiter. Der Hund fiept. Der Hund kann die Pfiffe nicht unterscheiden, verwechselt sie. Der Hund will nicht abgeben usw. usf.
    Ich glaub die Liste lässt sich endlos fortsetzen. Natürlich findet man in manchen Büchern zu manchen Probleme Hilfestellungen, aber nicht jeder Hund reagiert dann darauf richtig. Manchmal stehen auch kontraproduktive Tipps in den Büchern, mit denen man sich selbst erst eine ausgewachsene Baustelle schafft, z.B. Zwangsapport beim Halten. Die Bücher oder DVDs können halt immer nur allgemeine Tipps geben und sehen den einzelnen Hund nicht.
    Wenn man jetzt Glück hat und einen Hund trainiert, der viel von selbst anbietet und mitbringt, dann tut man sich da sicherlich leichter und evtl. läuft dann alles am Schnürchen, aber ich glaube das ist eher seltener der Fall.

    Einen Trainer braucht es da gar nicht immer. Eine erfahrene Person kann schon reichen. Es ist ja schließlich kein Hexenwerk, aber die Knackpunkte sollte man wissen.



    Eine Sache wollte ich noch schreiben, und ich hoffe, du kannst mir wenigstens da zustimmen. Es ist (meiner Erfahrung nach) ein bisschen wie bei den Ärzten. Wenn man zu fünf Trainern geht, bekommt man fünf verschiedenen Meinungen. Nicht was die Methoden angeht. Sondern eher wie das fertige Endprodukt auszusehen hat. Manche schwören auf das Vorsitzen (bei der Abgabe), andere wollen jedem Hund das Einparken beibringen. Welche Bewegungen soll man beim Einweisen machen? Wie schickt man voran? Rechte Hand, linke Hand, neben den Kopf, über den Kopf. Schickt man auf eine Markierung mit der Hand? Oder sogar genauso wie beim Voran?
    Um übrigens noch auf das Beispiel von @RafiLe1985 vom Anfang einzugehen, dass der Hund vor der Freigabe hochschaut. Auch da gibt es Trainer, die das genau so wollen :)


    Wiegesagt, eigentlich haben wir nicht so eine unterschiedliche Meinung ;)
    Es stimmt schon, dass viele Trainer ihre unterschiedlichen Schwerpunkte haben und je nachdem ihre Tipps geben, aber ich muss sagen, dass ich schon lang keinen Trainer mehr gehört habe, dem sowas wie die Abgabe oder die Körperhaltung beim Schicken wirklich wichtig war. Falls es Probleme gibt, merken sie es an, dass sie es evtl. anders machen würden, aber verlangen das meiner Erfahrung nach nicht.
    Da gehts dann eher um die unterschiedlichen Methoden beim Aufbau von Blinds oder längeren Distanzen.

    Also ja, die Trainersuche ist auch nicht einfach und auch da kann man an den falschen kommen.

    Teilweise muss ich dir Recht geben. In den meisten Gruppenstunden fehlt definitiv die Zeit um an den Grundlagen zu arbeiten. Aber gerade das ist doch wirklich die Fleißarbeit, die ich wunderbar alleine (also ohne professionelle Anleitung) mit meinem Hund üben kann. Deshalb würde ich mir lieber selber die Zeit nehmen und mich einlesen, als mit meinem unerfahrenen Hund in ein Training zu gehen, in dem wir beide untergehen.

    Ich denke wir sind uns aber trotzdem darüber einig, dass eine passende Trainingsmöglichkeit wirklich Gold wert ist. Aber der größte Teil der Arbeit ist einfach das selbstständige Üben und Konditionieren.

    Ja das kann man, aber nur wenn man schon weiß wie es geht.
    Wenn man nicht weiß wie man einen Sitzpfiff aufbaut oder einen Suchenpfiff oder ein Voran, dann ist man schnell überfordert. Wenn man noch Probleme auftauchen, die einem die Dummy-DVD nicht erklärt, wirds endgültig schwer.
    Leo war zum Beispiel durch keine der gängigen Methoden zum Halten zu bewegen. Ich hab das dann sehr unkonventionell geübt, darauf wär ich allein nie gekommen.

    Danke fürs Schubsen, hätte ich sonst nie mehr dran gedacht :)

    Meine Meinung ist eigentlich ähnlich geblieben. Wenn man den ersten Hund im Dummysport ausbilden möchte, dann braucht man unbedingt jemanden, der einem beim Aufbau hilft und auf Kleinigkeiten achtet. Leider wird bei den meisten Gruppentrainingsangeboten schon erwartet, dass der Hund die Grundlagen kann. Wenn irgendwas nicht funktioniert, ist eher nicht die Zeit da speziell drauf einzugehen.
    Ich finde es nach wie vor sehr schwierig für Anfänger.
    Wenn man schon einen Hund ausgebildet hat, Geht vielleicht quasi nebenbei und man vermeidet schon automatisch Fehler, weil man weiß auf was es später ankommt.

    ich find's nicht zu früh für grundkommandos, solange man sie spielerisch beibringt und keinen Druck macht. Ich gehe außerdem davon aus, dass das drinnen beigebracht wird. Das Wetter ist also irrelevant.

    Was hast du bisher schon versucht?
    Meistens klappt es schon mit der richtigen handhaltung. Einfach ein Leckerli in die Hand nehmen, vor dem Hund runter auf den Boden nehmen und warten. Erfahrungsgemäß wird erstmal dran rumgeschleckt und sich irgendwann hingelegt. Dann sagt man Platz und öffnet die Hand.
    Wenn das gar nicht geht, kann man einen Stuhl zu Hilfe nehmen der unten querstreben hat. Die Hand da drunter nehmen, so dass der Hund schneller Platz macht zum dran kommen.

    Ich weiß jetzt zwar nicht worum es geht, aber ja wir haben in Südholland nahe der deutschen Grenze ein Ferienhaus gemietet. Die hätten uns mit 9 LEuten und 11 Hunden genommen, wenn ich mich recht erinnere. Später waren es dann "nur" 7 Hunde und 6 Menschen. Einzelne Höfe sind da außenrum, aber die nächste Stadt ist weiter weg gewesen. Wie arg die Holländer an Silvester dort böllern kann ich überhaupt nicht sagen.

    Das waren dann ja auch richtig coole Richter bei deiner Prüfung :gut: Ist schon toll, wenn das bei jagdlichen Prüfungen so gesehen und honoriert wird!
    Bei meiner ersten Jagdlichen Prüfung, der Anlagenprüfung, waren die Richter leider unter aller .... und ich kann nur hoffen, dass die Richter bei der nächsten Prüfung anders sind. Das brauch ich nicht nochmal. Ich könnte mir vorstellen, dass die reinen JGHV-Prüfungen da nochmal anders sind.

    Das mit dem Dummysport war schon etwas überspitzt ausgedrückt. Eine gewisse Eigenständigkeit ist schon erwünscht, aber es werden halt auch etwas unsinnige Sachen erwartet, die im Jagdeinsatz völlig unrelevant sind. Z.B. soll der Hund wenn er Voran geschickt wird einem Hindernis, wie etwa ein kleines Gebüsch, nicht ausweichen, sondern geradeaus drüber/durch. Auch bei Gewässer wird der gerade Weg hoch bewertet und nicht der evtl. schnellere über Land. Der Hund soll auch so lange laufen bis man ihn stoppt und möglichst nicht selbst denken wohin er muss. Es ist halt Sport und keine Jagd, auch wenn oft behauptet wird, dass es jagdnah sein soll.

    Field Trials sind quasi die Königsdisziplin der Retriever. Genau so sollen die Retriever für die Jagd eingesetzt werden, dafür sind sie die Spezialisten unter den Jagdhunden.
    Es ist eine echte Jagd auf Niederwild, nicht gestellt und besteht aus Standtreiben, Walk Up und/oder der Jagd am Wasser.
    Die Richter entscheiden dann welcher Hund geschickt wird.
    Die Field Trial-Champions sind quasi die besten Retriever der Arbeitslinien.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.


    Das ist echt cool, dass du da so eine gute Trainingsmöglichkeit hast :gut: Das ist natürlich Gold wert.
    Bei den Prüfungen hat man manchmal so krasse Vorstellungen, aber gerade im jagdlichen Bereich, haben die Hunde ja oft eine zweite Chance und müssen nicht alles super perfekt machen. Hauptsache sie machen die wichtigen Dinge richtig und benutzen ihr Köpfchen. Das ist ja im Dummysport eher nicht erwünscht :hust:

    Den Pudelpointer hab ich mir mal angeschaut :smile: Liest sich schon ziemlich spannend und vernünftig wie die züchten. Ich wusste ehrlichgesagt gar nicht, dass das wirklich "nur" eine Kreuzung aus Pudel und Pointer ist :ops: Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Pudel früher diese tollen jagdlichen Eigenschaften hatten. Aber heute ist das glaube ich anders, oder man müsste lange suchen nach alten Schlägen.
    Vielleicht komme ich ja jetzt öfter mal mit den verschiedenen Jagdhunden in Kontakt. Ein persönlicher Eindruck ist immer am besten!