Hallo Bekka und willkommen im DF 
Ich versuche mal von oben nach unten abzuarbeiten:
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Ich hab ihn deshalb am Anfang ein bisschen zu sehr verwöhnt, er durfte zum Beispiel die ersten Mon. im Bett schlafen lassen. Ich weiß, dass man das nicht soll aber er war so ängstlich.
Finde ich nicht schlimm, es hat Eure Bindung an sich verstärkt, denke ich, aber da wird auch nicht der Hase im Pfeffer liegen.
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Er gehorcht echt super , es sind nur so Dinge wie, dass er genau weiß er darf nicht ins Schlafzimmer und trotzdem muss ich ihn zehnmal am Tag rausschicken weil er mir überall hin folgt, wenn ich sage er soll bleiben wartet er halt noch 2 min.
Naja, wenn das so wäre, dann würde er ja hören, wenn Du ihm sagst, daß er das nicht darf.
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Jetzt zum größeren Problem, mein Hund kann nicht spielen, er beißt richtig zu und steigert sich dann so da rein, dass er anfängt mich anzubellen und an mir hochspringt und steigert sich dann so rein dass er richtig aggressiv wir und auch kein "Aus" mehr was bringt.
Er kennt keine Grenzen und hat die wohl bei Dir noch nicht kennengelernt.
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Er darf jetzt eben nur noch spielen wenn ich mit ihm allein bin und nur noch mit Spielzeug. Da bellt er aber trotzdem unaufhörlich.
Immerhin schnappt er aber nicht mehr nach der Hand.
Auch das Bellen ist mangelnder Respekt.
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Wenn andere Tiere in der Nähe sind darf nicht mal ein Stock oder ein Apfel in der Nähe sein, sonst geht er auf die anderen los.
Sind die Dinge dann in Deiner Nähe? Oder verteidigt er die Dinge auch, wenn Du weit entfernt bist?
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Spielen ohne Spielzeug kann er mit anderen Hunden auch nicht, weil er nur jagt und dabei bellt und knurrt und somit die anderen entweder Angst haben oder auf ihn los gehen.
Das ist die Folge der "schlechten" Sozialisierung, er hat keine saubere Kommunikation gelernt.
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Mein Hundetrainer hatte mir gesagt, sobald er zu wild wird ignorieren und weg drehen, das interessiert Mexx aber reichlich wenig
Und was kommt dann? Wie verhält er sich? Wie verhälst Du Dich, wenn es nicht klappt?
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Befehle werden nie beim ersten Mal durchgeführt und teilweiße muss ich ihn 100 mal auf seinen Platz legen bevor er dort bleibt, obwohl wir das von Anfang an geübt haben.
Seit neuestem beginnt er den Mülleimer zu durchwühlen, am Anfang heimlich, jetzt stört es ihn auch nicht mehr wenn ich daneben sitze.
Beim Essen ist es dasselbe.
Ich konnte noch nie was auf dem Tisch liegen lassen und raus gehen, jetzt muss ich nicht einmal mehr raus und er versucht es.
Und auch hier wieder der fehlende Respekt
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Wenn er vor dem Gassi gehen rumquietscht und sich weigert sich hinzusetzten schau ich ihn nur an und beweg mich nicht von der stelle bis er sich hinsetzt, was er dann auch tut.
Das ist schon Routine geworden, er weiß, wie er das bekommt, was er will. Ich würde mich bei Gequietsche umdrehen und weggehen.
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Und das mit dem auf dem Platz bleiben ist sehr schwer für ihn weil er mir immer nachlaufen will.
Wieso leinst Du ihn nicht an, so daß er nicht vom Platz weg kann??
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Wenn ich ohne ihn den Raum verlass jammert er, wenn ich auf dem Klo bin stellt er sich davor schnüffelt unter die Tür und piepst.
Wenn ich gehe dann schreit er, solange er merkt ich bin noch in der Nähe, danach ist er ruhig und sobald er mich im Hof hört geht es wieder los.
Hat er Alleinbleiben gelernt? War er jemals ruhig, wenn Du gegangen bist?
Er scheint Dich kontrollieren zu wollen, würde zum Bild passen.
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Er legt es dann vor mich hin und bellt mich solange an bis ich es wieder werfe.
Und Du wirst dann auch?
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Wenn ich das spiel dann beenden will (mit "aus") springt er an mir hoch und bellt noch eine Weile weiter und lässt dann aber ab.
Ihm fehlt die Frustrationstoleranz.
Meine Tipps:
Such Dir einen Trainer, der auch nach Hause kommt
Lerne ihn zu lesen, ganz wichtig, denn nur so kannst Du erkennen, bevor er hochpuscht
Die Vorab-Tipps:
- Platz, heißt auf dem Platz bleiben, er wird angeleint und muss dort auch verweilen, natürlich nur, wenn jemand da ist, sonst ist eine Leine zu gefährlich. Beispiel, essen, Hund auf seinen Platz, dort gibt es ein "Bleib" und kein "Platz", denn das müßtest Du dauernd korrigieren. Dann wird er angeleint, so kann er das "Bleib" nicht von alleine auflösen.
Spiel nach Deinen Regeln:
Futtersuche: Du verteilst, wenn Kind und Katze nicht im Raum sind, sein Futter erstmal sichtbar, kannst dafür ne Straße legen, dann lass ihn suchen
Dann kannst Du das immer schwieriger verstecken und ihm die Verstecke auch durch rechts und links oder heiß und kalt zeigen bzw. ihm helfen, sie zu finden
Zerrspiele: Würde ich im Moment mit ihm nicht machen, solange er keine Grenzen kennt
Grenzen: Man kann sehr viel machen, um die Frustrationstoleranz zu erhöhen:
Futter: Er darf dabei sein, wenn das Futter gemacht wird. Wenn er fiept, muss er auf seinen Platz.
Wenn er nicht fiept, dann muss er "Sitz" machen, bis DU ein Kommando gibst, dann darf er fressen
Wenn er vor dem Spaziergang rumpiept, weggehen, ihn ignorieren, bis er ruhig ist. Erst wenn er ruhig in den Flur geht, wird auch Gassi gegangen
Streicheln, nicht mehr, wenn er es will, sondern, wenn Du es willst. Heißt, wenn er ankommt und Dich anstupst, dann schickst Du ihn weg auf seinen Platz.
Wenn er geht, dann rufst Du ihn nach ein paar Minuten und knuddelst mit ihm.
Gib mal oben rechts in die Suche Frustrationstoleranz ein, da gibt es schon viele Threads zu.
Impulskontrolle ist auch so ein Thema, auch da gibt es schon super Threads zu.
Gruß
Bianca