Beiträge von Johannes85

    Vorerst mal ein Danke für die vielen Antworten.

    Die Grundkommandos beherrscht sie; in Situationen in denen Autos oder Jogger unseren Weg kreuzen. Diese Akutsituationen traten bisher glücklicherweise noch nicht so oft auf, da sie sich mit den anderen Hunden immer gut versteht, bzw. man sie nicht aktiv beachten muss und sie durch das eigene weiter gehen, folgt; jedoch sind es zwei Hunde in der Nachbarschaft bei denen diese Art wie beschrieben auftritt.

    Es soll ein Familientier sein, welches seine Grundkommandos, wie ihren Platz kennt. Keiner hat vor die Begleithundeprüfung zu bestehen oder als Hobby zu intensiv mit ihr zu arbeiten. Mein Bruder ist 17.
    Es ist unserer zweiter Hund, der erste war ein Bernersennenhund, etwas gemütlicher vom Charakter und auch leichter zu führen.

    Ich sehe ein das wir bei diesem Charakterhund etwas falsch gemacht haben. Eine Grunderfahrung in Hundeerziehung ist da, aber wohl nicht ausreichend um dieses Problem im Handumdrehn zu lösen.

    Vieles wird wohl aus der Angst resultieren, Angst war von Anfang an da, vieles hat sie überwunden, aber eben auch nicht alles.

    Ich nehme an ein Geschirr ist für diesen Hund wohl besser als nur ein Halsband?!

    schönen Sonntag zusammen

    Hm...

    das UrProblem ist wohl das sie jeder an dem Hund versucht hat. Es muss in der Familie eben auch jeder mit Ihr gehen und klare Regeln gab es wohl auch nicht.. denke das da so einiges falsch gelaufen ist.

    Ich selbst war 3 Jahre ausgezogen und bin erst seit kurzem wieder hier. Es fehlt also von Grund auf ein "Herrchen". Bezugsperson ist aktuell mein Vater und Ich. Mein kleinerer Bruder muss aber auch oft mir ihr raus.. :|

    Ich komme aus dem Ortenaukreis/Achern.

    Es kam zum Glück nicht zu einer Klopperei, ich hatte sie zuvor ja noch zu fassen bekommen. Also beim nächsten Mal einfach nur festhalten? und gegen die Leine ziehen lassen? "Aus"-Schreien etc erzielt in dieser Akutsituation ja keinen Erfolg mehr.
    Wie soll ich mich da also verhalten?

    "Such dir ein Hundetrainer" ist leicht gesagt im Schichtdienst. Kostet Geld, Zeit, sicherlich, die muss man sich nehmen... keine Frage.
    Aber ich nehme deinen Vorschlag zu Herzen, eine Schleppleine müsste auch noch wo rumliegen, bzw lässt sich kaufen. Mögen wird sie sie nicht, gibt es bei dem Umgang Dinge die zu beachten sind?

    Hallo zusammen,

    ich wusste nicht genau unter welchem Titel ich mein Problem laufen lassen soll, habe ich doch nicht nur eins. :/

    Wir haben eine sieben Jahre alte Dobermann-Rottweiler-Dame. Leika.
    Sie kam ursprünglich aus Frankreich, wurde aber im ersten Jahr schon ins Tierheim abgegeben, aus der wir sie dann recht schnell übernehmen konnten.
    Anfanglich war sie sehr scheu, ängstlich, nicht stubenrein und fürchtete sich vor vielen Dingen. Wir versuchten sie zu resozialisieren, besuchten aus Zeitgründen nur kurz die Hundeschule und brachten ihr die gängisten Kommandos bei.
    Sie zeigt sich aber immernoch bei Menschenansamlungen, lauter Straßenmusik, vielen Autos, sehr schüchtern und ängstlich und fängt tierrisch an zu ziehen. Letztens im Urlaub blieb sie auch einfach sitzen und konnte durch zureden und ermutigen nicht dazu gebracht werden weiter zu laufen. Sie ist durch laute Geräusche, schreiende Kinder, sich unterhaltende Radfahrer zu verunsichern das sie ersteinmal mehrere Meter wegrennt.
    Beim Spazierengehen(Ihre Standartroute) ist sie meist im Feld zu finden, jagt abundzu Traktoren hinterher und verbellt sie, buddelt nach Mäusen und sollte sie eine Spur haben ist sie erstmal über alle Berge.
    Das Radfahrerjagen hat sie sich aber abgewöhnt. :ops:

    Wenn ich mir Ihr andere Wege einschlage, eben diese sie nicht kennt ist sie recht Nahe bei mir, reagiert sofort aufs Rufen, oder sollte ich um die Ecke laufen ist sie sehr aufmerksam und schließt auf.
    Auf der Heimatroute hingegen kennt sie den Weg und lässt sich gerne mehrmals bitten.
    Man bekommt dann das Gefühl das sie nur dann hört wenn sie will. Sind Leckerlis im Spiel weicht sie jedoch nicht mehr von der Seite und ist hört vorbildlich.
    Wirklich problematisch wurde es als sie auf bestimmte andere Hunde aggressiv reagierte. Meistens sind sie kleiner und beginnen schon von weiten an zu kläffen. An der Leine fängt sie dann fürchterlich an zu ziehen und hört/reagiert auf nichts mehr. Selbst strammes zurückziehen oder der Richtungswechsel helfen nicht immer. Wenn ich sie sitzen lasse spürt man regelrecht ihre Anspannung.
    Bellen tut sie dabei aber nicht, auch nicht wirklich knurren.. eher schnauben.. :???:
    Leider ist es schon vorgekommen das sie nicht an der Leine war und im vollen Galopp den Hund anfiel. (Tierarztbesuch war die Folge)

    So auch heute aus aktuellem Anlass. Sie lief im Feld neben mir und hatte den speziellen Hund nicht mal wargenommen. Ich wollte sie herpfeifen, als eben dieser Hund auf den Pfiff mit dem Kläffen anfing. Ich hechtete als zu Leika und bekam sie gerade noch zu fassen. Ich musste sie regelrecht abfangen das sie auf nichts mehr reagierte und gerade zum losrennen ansetzte. Daraufhin packte ich sie am Halsband und wollte sie auf den Boden drücken um sie irgendwie zu kontrollieren. Natürlich blieb sie nicht liegen. Ich legte meine Hand auf Ihre Schnauze um irgendwie Dominanz auszustrahlen. Aber sie befreite sich, schaute an mir vorbei und fixierte den anderen Hund. Hätte ich sie losgelassen wäre sie auf Ihn zugerannt und hätte nicht halt gemacht ihn zu Beißen.
    Der andere lief kläffend an der Leine in 50m an uns vorbei.

    Ich bin mir sicher nicht richtig reagiert zu haben, bekomme sie aber in der Situation nicht in den Griff, und merke das sie Sich mir nicht unterwirft.
    -> Halten, Abwarten und dannach peinlich mit Ihr an der Leine davonschleichen.

    Diese Situationen treten glücklicherweise nicht oft auf. Mit anderen Hunden spielt sie, fordert sie zum Spielen auf und rennt durch die Bäume. Sie liebt ihren Ball und ist ganz verrückt ihm nachzurennen. Ebenso ist sie sehr auf mich fixiert, und möchte am liebsten im Bett schlafen.
    Also eigentlich ein verschmuster Hund dem man solche Aktionen nicht zutrauen würde.
    Gegen Besucher zeigt sie sich ander Tür mit aufgestellten Nackenharren. Nimmt dann platz wenn ich sie hereinlasse, beschnuppert sie mit angespannter Körperhaltung und lässt dann schnell ab.
    Läuft man zu Nahe an Ihrem Platz vorbei kam es schon vor das sie aufsprang und den Besuch in die Wade zwickte, dannach aber sofort Kleinlaut verschwand, wie wenn sie selbst erschrocken wäre.

    Ich habe recht viel geschrieben in der Hoffnung das Ihr euch ein Bild machen könnt und mir eventuell Tipps geben könnt.
    Es tut mir selber weh wenn sie sich in diesen Situationen so aufspielt, ist sie doch ein Familientier, welches selbst Kinderfreundlich ist und solange man sie respektvoll begrüßt schnell warm mit einem wird.
    Dennoch irgendwie einen Knacks aus Ihrer Vergangenheit mit sich rum trägt... :sad2:

    Danke... :hilfe: