ZitatHallo an alle,
Mike_1 hat sich nachdem er sein Anliegen gepostet hat, nur noch kurz mal gemeldet und seit mehr als 24 Stunden ist Sendepause. Ganz so wichtig scheint es denn doch nicht gewesen zu sein.
Ich finde das schade, weil hier eine sehr fruchtbare Diskussion zum Umgang von Hundehaltern mit eher "hundefernen" Mitmenschen in Gang gekommen war.
Hallo !
ich habe hier die entstandene Diskussion verfolgt und sehe mein Anliegen wirklich mehr als beantwortet. Ich habe durch die zahlreichen Antworten viele gute Tips erhalten und darüber hinaus ein überaus positives Bild von euch "Hunde-Fans" bekommen. Ich hätte nicht mit so viel Verständnis gerechnet.
Ich möchte jetzt nicht mein Verhalten rechtfertigen, aber da einige Leute im Forum sich sehr über den Einsatz des Pfefferspray aufgeregt haben, hier noch einige Anmerkungen:
Ich hatte das Spray in der Tasche, da ich mir sarkastischerweise an dem Abend sagte, "na komm, steig einfach cool aus dem Wagen, signalisiere keine Angst, geh entspannt nach Hause- im "Worst Case" hast du ja was..." Nie hätte ich ernsthaft damit gerechnet dass irgendwas passiert.
Ob mich der Hund gebissen hätte, oder nicht - keine Ahnung, aber das sah auf jeden Fall nicht nach "Schnuppern" aus. Erst in ca. 1m Entfernung hat der Hund den Kopf weggedreht (in das Spray gerannt...) und ist an mir vorbeigeschossen um zu wenden und dann hat er versucht näher dranzukommen, hat aber immer wieder den Kopf wg. des Sprays weggedreht.
Ich bin kein "Phobiker" , aber das Aussehen mancher Hunde ist teilweise schon etwas "beeindruckender" als das von anderen
Jetzt möchte ich nicht eine Diskussion noch zum Thema "Kampfhund" lostreten, aber - wenn so ein "gefährlich" aussehender, muskulöser Hund sich in 50 Meter Entfernung von einer Leine reisst und mit einem unglaublichen Tempo auf euch zugeschossen kommt - parallel wird ein anderer etwas kleinerer Hund an der Leine zerrend und heftig bellend in ca. 5 Meter Abstand von euch ferngehalten (auf den Hinterbeinen...) dann muss man schon sehr erfahren sein, oder ein Prahlhans, wenn man dann behauptet ganz easy mit der Situation klarzukommen- und Verständnis von einem "Nicht-Hundehalter" erwartet.
Ich würde niemals grundlos Pfefferspray benutzen, war aber in diesem Moment heilfroh IRGENDETWAS zu haben.
Ich musste auch lachen bei der einen Schilderung des Joggers dem hysterisch schreiend Prügel angedroht werden musste....
So weit bin ich mit meinen Ängsten noch lange nicht. Im Urlaub haben die Leute auf der Anlage einen großen Dobermann gehabt, der frei herumlief. Allerdings hat der sich für nichts interessiert, und hat sich quasi unsichtbar gemacht. Manchmal kam er zum Tisch, legte seinen Kopf auf den Schoß (bzw. Tisch...)und bettelte ... Das war mir nicht sonderlich angenehm, aber auch nicht kritisch. Andere kleine Hunde liefen dort auch frei herum.
Ich hoffe ich konnte so den Grad meiner "Phobie" etwas besser beschreiben. Wenn ich mal die Zeit habe, werde ich vielleicht eine Hunde-Therapie machen, für alle Fälle.
Mit den Nachbarn warte ich ab, was nun passiert, auch wie sich der Hund verhält.
Ein Freund gab mir den Tip, allen Mut zusammenzunehmen und nicht stehenzubleiben, sondern den Hund komplett zu ignorieren. Also auch wenn er mich breitbeinig anstarrt einfach weiter auf Ihn zulaufen, als ob nichts wäre. Ist das richtig? Oder ist stehenbleiben, Arme am Körper und wegschauen und abwarten bis der Halter geht die bessere Variante?
Darüber hinaus entstand noch die Erklärung, beim letzten Zusammentreffen hätte mich der Hund ja nicht "besiegt", insofern würde er mich von der Hierarchie her anerkennen und mich nicht als untergeordnet ansehen. Wichtig wäre es daher, das dem Hund auch so zu verstehen zu geben...Was ist an solchen Aussagen dran? Ist das für mich als Aussenstehender nicht egal? Ich gehöre ja nicht zu seinem "Rudel" oder?
Danke.....