Beiträge von McChris

    Vielleicht kennt sie einen Leckstein? Dann wäre Salz vielleicht etwas, das sie zieht und sie sonst nirgendwo findet.

    Fürs Wild hängen an vielen Stellen die Minerallecksteine, die man auch für Schafe, Rinder und ZIegen nimmt, ob da die Gier auf Salz dann noch so gross ist, weiss ich nicht. Ich würde aber was mit auf die Podestgeschichte zum Anfüttern tun, wenn es soweit ist.

    Ob das bei Ziegen auch funktionieren kann, weiss ich nicht. Auch sonst ist das vermutlich zu kompliziert?

    Da spielt vor allem z. Zt. das Wetter nicht so mit, wie es müsste. Heut sinds 2° C, Sturm und Schneeregen, für die hiesigen Ziegen ist die Weidesaison bereits vorbei.

    An den Hühnermobilen am Dorfrand laufen ein paar Kamerunschafe mit - das ist so ungefähr der einzige Ort im Dorf, wo die Ziege noch nicht war (da läuft aber auch ein gut von HH begangener Weg lang).

    Ich bin aber in Kontakt zu dem hiesigen Ziegenhalter und wir brainstormen so vor uns hin.

    Macht ihr es beim humpelnden Hund davon abhängig, wie stark er humpelt, ob ihr zum Arzt geht?

    Ja, natürlich. Eine hochgradige Lahmheit (= Bein wird gar nicht belastet) wird hier sofort tierärztlich gesehen und auch eine mittelgradige Lahmheit (= ganz offensichtliches Lahmen im Schritt) wird zeitnah dem TA vorgestellt.

    Abwarten mache ich nur bei geringradigen Lahmheiten, wo man schon genau hinschauen muss, um sie zu sehen oder bei "lahmt kurz, aber läuft sich nach ein paar Schritten ein-Lahmheiten", da gilt hier die 3 Tages-Frist.

    Ich hab den Satz nicht zuende geschrieben, sorry.

    "da gilt hier die 3 Tages-Frist", in der unter Schonung beobachtend abgewartet wird, tut sich dann nichts in Sachen Besserung, geht es ebenfalls zum TA.

    Macht ihr es beim humpelnden Hund davon abhängig, wie stark er humpelt, ob ihr zum Arzt geht?

    Ja, natürlich. Eine hochgradige Lahmheit (= Bein wird gar nicht belastet) wird hier sofort tierärztlich gesehen und auch eine mittelgradige Lahmheit (= ganz offensichtliches Lahmen im Schritt) wird zeitnah dem TA vorgestellt.

    Abwarten mache ich nur bei geringradigen Lahmheiten, wo man schon genau hinschauen muss, um sie zu sehen oder bei "lahmt kurz, aber läuft sich nach ein paar Schritten ein-Lahmheiten", da gilt hier die 3 Tages-Frist.

    Nach der heutigen Suchrunde habe ich beschlossen, die doch etwas anders anzugehen, als geplant. Statt mich am weitest entfernten Punkt "aussetzen" zu lassen und die Strecke einmal abzulaufen, zu rufen und zu schütteln, laufe ich die Strecke einmal hin (da dann ruhig und immer wieder durchs Fernglas schauend, ob ich was entdecken kann) und dann wieder zurück, mit dem Pelleteimer schüttelnd und rufend.

    Eigentlich müsste ich ziemlich frustriert sein, weil die Beiden da draussen wirklich alles haben, was sie brauchen, Wasser überall, Futter ohne Ende und Schutz- und Versteckmöglichkeiten ohne Ende, was ein Anfüttern unglaublich erschwert. Aber auf der anderen Seite kommen sie immer wieder vom Waldrand auf die Rodungsinsel in Dorfnähe. Vielleicht fühlt die Mutterziege sich im Hinblick auf Wolf und Luchs hier in der Gegend am Dorf dann doch sicherer? Oder ist es das zunehmend schlechte Wetter mit Kälte und Nässe? Oder was auch immer.

    Ich hab unterwegs auch schon eine Idee bekommen, wie ich, wenn es soweit kommt, die Ziege anfüttern kann, ohne dass anderes Wild da dran kommt - mit einer Art Podestkonstruktion, auf die Schweinchen und Rehe nicht draufklettern. Das liesse sich recht rasch zusammenzimmern, müsste zwar stabil sein, aber nicht für die Ewigkeit halten.
    Meint Ihr, das könnte klappen?

    Und auch sonst bin ich nach wie vor für jedes Mit-Denken dankbar.

    Die andere Seite will noch Bilder vom Hund mit altem Maulkorb, was aber auch nicht so "mal eben" geht.

    Wobei das in Kombination mit den Maßen des alten Maulkorbs noch am meisten Sinn machen würde, um die Probe-Maulkörbe zumindest grob vorauswählen zu können.

    Im Grunde bleibt ja nur die Option: entweder man probiert mehrere Probe-Maulkörbe durch oder man ermittelt anhand des vorhandenen MKs so gut es geht die nötigen Maße. Ganz ohne Stress wird das nicht hinzubekommen sein.

    und das Geräusch eines geschüttelten Pelleteimers hat doch ziemlich Wiedererkennungswert für die verfressenen Biester.

    Ja, genau - ich hab gestern extra was von den Lämmerpellets behalten, damit es möglichst gut zu hören ist. Und mit dem kleinen Eimer mit Deckel hab ich heute schon geklappert, das dürfte ja internationale Methode aller möglichen Tierhalter sein.

    Bis es überhaupt ans Anfüttern gehen könnte, wirds ja eh dauern, dann besorge ich noch was.

    Mit dem Rufen behalte ich einfach das bei, worauf sie ja schon ganz gut reagiert hat.

    Darfst Du wenigstens eine Kamera einhängen? Dann könnte man vielleicht ihre Tagesroutine herausfinden.

    Da hängen ja die Jägerkameras, ich hoffe, ich "taue" die Jäger noch etwas auf, dass sie etwas bereitwilliger mitmachen und ich ihnen nicht alles aus der Nase ziehen muss. Ich hab ihnen heute nochmal versichert, dass ich nicht vorhabe, ihren Jagdbetrieb zu stören, nur im Hellen und eh am frühen Vormittag da unterwegs bin, dass ich aber nun mal nach den Ziegen "suchen" werde und zwar unter der schützenden Hand des Veterinäramtes und wir bleiben in telefonischem Kontakt deshalb. Das klang schon mal weit besser als gestern. Ich hoffe, ich kriege sie dann, wenns nötig wird, dazu, vllt. mal für eine Zeit lang wenigstens das Altbrot wegzulassen (ganz ehrlich, was da noch rumlag, da hätten meine Wollschweine 8 Wochen von fressen können). Aber die sind im Ort als schwierig verschrieen und das nicht ohne Grund. Mal sehen.

    Mir ist schon klar, dass das in Richtung mission impossible geht, aber ich will es wenigstens versuchen. Und auch, wenn jetzt noch überall Futter zu finden ist, kann es ja sein, dass es zum Winter hin leichter wird, etwas mit anfüttern zu erreichen.

    Bis geklärt ist, wie man das Einfangen angehen kann, mache ich nichts falsch damit, die Ziege allmählich wieder dran zu gewöhnen, dass Menschen beständig und nett sein können und hoffentlich allmählich eine kleine Routine zu schaffen, die man dann irgendwann ggf. für eine Distanznarkose nutzen kann. Die müsste allerdings polizeilich angeordnet werden, auch wenn das Vet-Amt einen gewissen Einfluss ausüben kann.

    Das Thema Lebendfalle gibt es auch noch - das ist aber mit Lamm bei Fuss nur etwas, was man unter unmittelbarer Sicht auslösen kann, also nicht per Trittmechanismus. Sonst erschlägts das Lamm oder die beiden werden getrennt. Das geht nicht.

    Dem Kurzen geht es bestens - ich werde netterweise gut mit Fotos und Kurzvideos versorgt. Was bin ich froh!

    Die Suchrunde ist....sportlich. Das ist eine der ruhigsten Ecken hier, eben weil das Gelände da so unwegsam ist. Da hat die Mutterziege sich schon mal als recht schlau erwiesen. Da mich hier die meisten eh für völlig bekloppt halten, macht es dann den Kohl auch nicht mehr fett, wenn ich den Schäfer-Ruf rufend und mit einem Mini-Futtereimer raschelnd durch die Gegend stapfe. |)

    Noch hab ich nichts gesehen, aber die Kirrstellen gefunden. Puh, das macht es echt schwer, ich hab Mais und alte Brötchen gesehen und was, was Apfeltrester sein könnte. Da muss ich ja mit irgendwas Besonderem gegen an kommen irgendwann. Hat wer eine Idee, was allerliebste Lieblingsspeise für Ziegen ist?

    Toll, dass du dich so gut kümmerst

    Das klappt nur, weil im Hintergrund noch andere mitwirken und unterstützen.

    Das Vet-Amt ist einfach grossartig, ich hab heute lang mit Heino Krannich telefoniert, der zwar altersbedingt nicht mehr aktiv ist, aber ein Vollprofi in Sachen "welches Tier auch immer"-Sicherung ist, ein Pferdehalter aus dem Dorf hat spätabends noch eine Babyflasche organisiert, ein Landwirt den MAT zur Verfügung gestellt, da sind schon viele, die noch Mensch geblieben sind und Einsatz zeigen. Auch der hilfsbereite Ziegenhalter, der allerdings kein Flaschenlamm versorgen kann, hat Unterstützung z. B. mit Material, Transporthänger usw. angeboten. Das bin ich nicht allein. Auch, wenn ich das Ganze sicher mit meiner unnachgiebigen Sturheit angeleiert habe. Aber dafür bin ich ja ein Mc. :lol:

    (Yassi war übrigens überaus enttäuscht, als ich das Zicklein zum Abhol-Auto gebracht habe, die hatte wirklich Herzchen in den Augen, gut, die Läufigkeit mag das noch etwas verstärken, aber ich glaube, dass es nicht soooo schwierig werden dürfte, irgendwann vllt. mal ein Tier zu integrieren)

    Der Kurze ist heute kurzfristig auf eine vom Vet-Amt organisierte Pflegestelle umgezogen. Das ist eine MA in unserer Tierklinik, die schon häufiger Lämmer gross gezogen hat und er kann da tagsüber mit hin, das ist quasi das große Los. Da gibts dann für den weiteren Verlauf verschiedene Optionen, entweder behält sie ihn selbst und holt sich dann noch Ziegen dazu oder sie betreut ihn, bis er aus dem Flaschen-Stadium raus ist und zu dem anderen Ziegenhalter könnte. Das wären alles Lebens-Stellen-Optionen. Zu beiden Stellen könnten auch die Mutterziege und das 2. Zicklein.

    Das war etwas hart für mich, so kurzfristig. Aber so ists im Grunde perfekt. Der Dötz ist super versorgt und wir können uns auf die anderen beiden konzentrieren.

    Sobald es morgen früh hell wird, geht die erste Lockrunde los. Da ist es noch ruhig im Dorf und das bietet sich auch dahingehend an, weil der Liebste mich dann unter der Woche frühs da absetzen kann.

    Ich hab nix gegen Laufen, aber das kommt ja zum normalen Kram alles noch on top.

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    Das ist "unser" John Doe - ich denke, er hat sich mit der Flasche arrangiert, kommt gleich angesaust, wenn er sie sieht, ist fit und munter und nimmt jetzt auch zu.

    Ich muss echt mal unser Vet-Amt loben, die rufen tatsächlich mögliche Tierhalter an und fragen, ob i-wo die Ziege vermisst wird, auch mit den Vet-Ämtern der benachbarten Landkreise (hier ist so ein 3-Länder-Eck diesbezüglich) sind sie im Kontakt deshalb und sie suchen auch aktiv nach einer passenden (Pflege-)-Stelle für den Kurzen. Einen Dauerplatz hätte er auch schon - da muss er aber zuverlässig Heu fressen.

    Mit etwas widerwilliger Hilfe unserer Jäger konnte ich den Bereich, in dem die Mutterziege mit dem 2. Zicklein sich regelmäßig aufhält (das klang, als sei sie nicht erst seit Anfang dieser Woche unterwegs....) drastisch eingrenzen, sie frisst da auch regelmäßig an den Kirrungsstellen den Mais. Könnte man meinen, das sei prima, ist sie schon angefüttert, ABER: die Jägerschaft hat klar gemacht, dass an diesen Stellen kein Fangpferch hin darf. Auch darum wird sich das Vet-Amt dann kümmern zu gegebener Zeit.

    Der grobe Plan ist, dass ich mich in dem Bereich jetzt täglich sehen lasse, dieses "Koommet" rufe, darauf hat die Ziege ja zumindest mit Stehenbleiben und kurzem Umdrehen reagiert, mit der Futterschüssel raschele und sonst noch gar nichts gross mache, damit sie sich einfach allmählich an mich gewöhnt. (Was so simpel klingt, aber das wird ein ganz schöner Fussmarsch tagtäglich für mich - wir haben ja nur ein Auto und das ist nächste Woche wieder tagsüber weg...) Deshalb wäre es gut, wenn der Kurze bald gut untergebracht wird, zerreissen kann man sich nun mal nicht.