Beiträge von Maifeuer

    @ Shoppy

    ah ja ok, wir haben glaub ich etwas aneinander vorbei geschrieben. Nun hab ich auch kapiert was Du von mir wolltest.

    Einen Teil kann ich jetzt schon beantworten hab aber nur kurz Zeit. Rest folgt dann später.

    Ja, ein Trainer hat mit diesen Sachen wie Leinenruck, den Hund wenn er ausflippt quasi am Halsband aufhängen und diesen Dingen gearbeitet. Dewegen schrieb ich im Post 1 Brachialmethoden. Die nächste war eigentlich nur darauf aus unserem Hund ein besseres Leben zu verschaffen indem sie und ständig erzählt hat wie schlimm es für einen Hund ist immer angeleint sein zu müssen etc.. Und dann war da noch einer der der Meinung wäre alles wäre doch tutti. Hausbesuche oder sowas hat keiner angeboten. Bei den meisten hatte man das Gefühl die wollten nur mal nen HSH in ihrer Schule haben. Echt ein Ding was sich so Huntetrainer nennen darf...

    Der Hund will auf keinen Fall aus der Situation heraus wenn er etwas entdeckt hat. Er macht dann ganz leicht diesen "Schleichgang", vorne runter, langsamer werden und wenn man dann neben dran ist wird er wieder größer, stellt sich in die Leine und führt sich auf wie ein Hofhund an der Kette. Als er allerdings die eine Dame angegegangen ist, hat er teilnahmslos gestanden, hatte sie noch nicht mal im Visir und sprang dann auf einmal los. Da war nichts mit Rute irgendwie verändern oder Ohren anlegen oder sowas. Ich stand etwas weiter weg und konnte das gut beobachten.


    @ susami

    Ich hab ja auch nicht geschrieben er verhält sich gar nicht wie ein HSH, sondern nicht wie ein urtypischer, der keinen Fremden duldet, keinerlei Veränderungen erträgt und immer in Angriffsstellung lauert. Den Hof bewacht auf Leben und Tod. Natürlich hat er HSH Eigenschaften, aber nicht so ausgeprägt. Viele andersrassige Hunde die ich kenne, verhalten sich nicht viel anders als unser Hund. Zu den meisten Dingen die Du aufgeführt hast, habe ich ja geschrieben, dass das seine HSH Eigenschaften sind.
    Das mit dem Jagen, ist ja auch so eine Sache, "eigentlich" jagen HSH nicht, denn sie dürfen ja ihre Herde nicht allein lassen. Aber da scheiden sich wohl die Geister ob ja oder nein.


    So, muss nun erstmal weg...

    Hallo Martina,

    nein, einen Blutcheck haben wir noch nicht machen lassen. Was könnten Schilddrüsenprobleme auf sich haben? Körperlich ist sonst so weit ok, wir hatten die TÄ grad da.

    Zu 2 + 3 möchte ich nichts sagen. Ich bin noch neu hier und habe bereits schlechte Erfahrungen im Netz machen müssen und möchte daher einigermaßen anonym bleiben. Ich hoffe Du verstehst das. Ich werde aber mit der Frau Cordt Kontakt aufnehmen und mal hören ob sie etwas für uns tun kann.

    Gearbeitet wurde mit den üblichen Programmen. Dem häuslichen Programm, Leinenführungstraining, dem Hund beibringen/zeigen wie langweilig andere Hunde doch sind indem man ihnen den Rücken zuwendet etc.. Ich denke das waren so die üblichen Methoden. Es ging in erster Linie darum uns halt die berühmte Dominanz zu verschaffen. Die andere Trainerin war total auf die Partnerschaftlichkeit zwischen Mensch und Hund aus. Aber das passte nun so gar nicht.
    An den Problemen bezüglich der Tatsache das er auch auf den einen oder anderen Menschen schlecht zu sprechen ist kann man nicht wirklich arbeiten, denn es ist ja nie vorhersehbar wann er mal jemanden nicht mag. Wir kamen also nicht in die Verlegenheit mal zu demonstrieren wie er sich dann benimmt.
    Daher sag ich ja, es ist schwer mit ihm an gewissen Dingen zu arbeiten, weil er so unvorhersehbar ist. Und es ging ja jetzt auch lange Zeit gut. Was aber sicherlich in erster Linie dem zu verdanken war, das wir gewisse Maßnahmen getroffen haben.

    Die Körpersprache zu beschreiben fällt mir ehrlich gesagt schwer. Das muss ich vor Augen haben. Ich muss auch sagen, dass ich denke, dass das vielleicht auch keine so gute Idee ist, denn wenn ich nicht anständig und verständliche beschreibe verzerrt sich doch auch wieder das Bild, oder nicht?

    Uiuiui, da habt Ihr aber viel geschrieben und viele Denkanstösste gegeben.

    Puh, wo fange ich an.

    Also erstmal. Ja, unser Dicker ist ein HSH. Ich hab das erstmal extra weggelassen um zu vermeiden, dass dann gleich Reaktionen kommen wie "na dann ist das ja ganz normal, das hättet ihr euch früher überlegen müssen".
    Unser Hund ist nämlich zwar ein HSH, aber alles andere als ein urtypischer HSH. Er ist super verschmust, hat im allgemeinen kein Problem mit Fremden und kein total heftig ausgeprägtes Teritorialverhalten. Er hasst es draussen zu sein und möchte schon eigentlich immer gern mit. Er weint wohl auch oft wenn wir ohne ihn unterwegs sind. Und er würde uns für jedes Kaninchen stehen lassen und es wäre ihm wohl wurscht wenn uns dann etwas passieren würde (so von wegen Schutztrieb und so). Auch wählt er absolut willkürlich aus wen er als Bedrohung empfindet. Meist sind es eben alte Damen :/ , Leute wo ich denken würde das die wirklich Dreck am Stecken haben könnten, an denen spaziert er freudig vorbei :???:
    Natürlich kommen die Gene auch durch, z.B. in der Dämmerung oder in der Tatsache das er doch meist überlegt ob er einem Komando nachkommen möchte oder nicht, oder wenn bei Spaziergängen jemand zwischen uns ist, dann passt er natürlich auch auf aber wie gesagt er ist kein extrem seiner Art :smile: . Von dem her ist alles ok und da wussten wir auch vorher auf was wir uns einlassen. Auch wenn es in der Praxis dann etwas anderes ist als in der Theorie, das sag ich so wie es ist.

    Was wir zu seiner Geschichte wissen ist wie folgt: Er war als junger Hund auf einer Tötungsstation wo er sich immer mit anderen Rüden ums Futter prügeln musste, von dort wurde er als Mischling an zwei ältere Damen vermittelt, die natürlich komplett mit ihm überfordert waren (was erklären würde, warum er es auf alte Damen abgesehen hat, wer weiß was die mit ihm gemacht haben :sad2: ), also wurde er an jemanden abgegeben der wohl HSH Erfahrung hatte, lebte dort im Rudel, war glücklich und passte dann dort auch irgendwann nicht mehr rein, da die Besitzer sich scheiden ließen und er über war. Von dort wissen wir, dass er mal von Jungs im Grundschulalter geärgert wurde, angeblich wurde er nur mit Schneebällen beworfen, aber wer weiß ob das wirklich alles war. Dann hat er eine kurze Zwischenstation in einem Nothundeverein gemacht und von dort haben wir ihn dann übernommen.

    Wir befinden uns momentan in dem Teufelskreis den "Schweizerflocke" beschrieben hat (danke auch für Deinen Mut). Am Anfang haben wir versucht den Hund in unsere Familie zu integrieren. Wir haben ihn auf kleine Wege mitgenommen, z.B. zum Bäcker, dort hat er aber immer richtig Theater gemacht wenn jemand anders mit Hund kam, also ok, hat man ihn zu Hause gelassen. Für die 5 Minuten den Stress, och nö. Dann sind wir am Anfang hier in der Gegend spazieren gegangen, aber wie "Schweizerflocke" schon beschrieb, es gab eben immer wieder Theater und wir waren hier in der Gegand dann schnell als die mit der Bestie verschrien. Also fahren wir inzwischen oft weiter weg um nicht ständig irgendjemandem zu begegnen und wenn doch dann kennt man denjenigen wenigstens nicht. Das ist aber dann natürlich auch wieder kontraproduktiv, denn unser Hund war bisher nie Einzelhund, Hundebegegnungen hat er aber nun ehr selten weil wir sie zu vermeiden versuchen, hat zur Folge der Hund ist unglücklich.

    Auch gab es bei uns so einen Knackpunkt wegen dem wir uns jetzt fragen, ob das Risiko nicht doch zu groß ist das mal etwas passiert.
    Unser Dicker ist uns ausgebüxt (was nie hätte passieren dürfen, aber es ist nunmal passiert, ich mache mir da echt Vorwürfe), hat dabei eine alte Dame zu Fall gebracht (warum, wieso, weshalb wissen wir nicht, sie hat sich nicht bei uns gemeldet) und hatte danach eine Beißerei mit einem Pittbull, welcher auch verletzt war. Die Besitzer haben dann auch die Polizei gerufen und nun ist unser Hund polizeibekannt :sad2:

    Dann kommt nun eben dazu, dass wir ihn inzwischen bei Kinderbesuch von den Kindern trennen (keine Sorge, er war natürlich sowieso nie mit Kindern allein oder sowas), besonders bei Jungs, da er ja nun mal einen Freund unseres Sohnes bedroht hat (ich denke der Hund hat gerochen, dass der Junge eine Heidenangt vor ihm hatte). Nur haben wir eben einen Jungen im Grundschulater, da kommen zukünftig immer wieder Jungs in dem Alter zu Besuch, sollen wir ihn dann immer wegsperren? Damit ist doch keinem gedient und wir wohnen leider nicht so, dass man sich aus dem Weg gehen kann. Letzte Woche hat ein Freund meines Sohnes hier übernachtet (derjenige welcher), also musste der Dicke ausquartiert werden, nur wem soll man ihn anvertrauen. Die Meisten unterschätzen ihn oder haben einfach nicht die Kraft ihn zu führen. Wir haben dann eine Notlösung gefunden, aber das war doch alles andere als ideal, also wie soll sowas in Zukunft gelöst werden?

    Die Probleme die wir haben sind meiner Meinung nach nicht unbedingt primär auf die Tatsache zurückzuführen, dass er ein Herdi ist, sondern ehr darin begründet, dass wir als Familie und er als Hund nicht perfekt zueinander passen.Aber das hat sich eben erst im Laufe der Zeit gezeigt. In den zwei Jahren ist noch ein Kind dazu gekommen und die Interessen unserer Familie haben sich mit den Interessen und dem Alter der Kinder entwickelt/geändert.

    Und es ist darin begründet, dass wir hier noch keinen geeigneten Trainer gefunden haben, der wirklich mit Herdis umgehen kann. Entweder die haben mit der Brachialmethode gearbeitet oder mit der Heititeiti Methode und irgendwie passte davon gar nichts zu uns. Auch ist das Zeichen lesen bei Herdis ja immer so eine Geschichte, vielleicht/wahrscheinlich haben wir wirklich etwas übersehen in den Momenten als es kritisch wurde.
    Die HP von Frau Cord (danke für den Tip) habe ich mir natürlich gleich mal angeschaut, aber sie ist sehr weit weg. Ich werde sie trotzdem mal anschreiben. Vielleicht kennt sie jemanden hier in der Nähe. Ausserdem haben wir noch jemand anders HSH erfahrenen angesprochen, der uns ebenfalls zur Seite stehen möchte. Das wird dann wohl in 1-2 Wochen klappen.

    Im Moment wissen wir einfach nicht wie es weitergehen soll. Es ist alles nur noch Stress, die Spaziergänge, das Zusammenleben...irgendwer bleibt immer auf der Strecke.

    Hallo,

    mein Mann und ich denken seit einiger Zeit darüber nach unseren Dicken wieder abzugeben. Die Entscheidung ist noch nicht gefallen, daher bitte nicht gleich steinigen ;)

    Vor ca. 2 Jahren haben wir ihn als 5-jährigen zu uns genommen.
    Seitdem hatten wir einige Beißereien (2x mit Verletzungen) mit anderen Hunden und 4-6 Vorfälle bei denen es sehr grenzwertig war ob er einen Menschen beißen könnte und unzählige Situationen wo wir vorher gemerkt haben das es grenzwertig werden könnte. Freilauf ist aufgrunddessen und wegen seinem ausgeprägten Jagdtrieb auch nicht möglich, also immer mit (Schlepp-)leine, was seinem Pöbelverhalten wahrscheinlich nicht grade zuträglich ist.

    Natürlich haben wir verschiedene Hundetrainer zu Rate gezogen, aber das Arbeiten mit unserem Hund ist schwierig weil kein Muster zu erkennen ist was ihm an wem nicht passt, über seine Vorgeschichte wissen wir nur bedingt Bescheid. Auch sendet er oft keine eindeutigen Signale, so dass man immer konzentriert bei ihm sein muss, was mit Kindern dann natürlich schwierig ist.
    Er kann 20 Fahrradfahrer vorbei lassen, auf den 21 geht er los, er geht ohne weiteres an 50 alten Damen vorbei, die 51 verbellt er. Er ist so unberechenbar und ich vertraue ihm nicht und genau das ist unser Problem.

    Wir haben Kinder - bei denen würde ich fast die Hand ins Feuer legen, dass der Dicke ihnen etwas tun würde das ist nicht das Problem, aber die Kinder bringen ja auch Freunde mit. Da der Dicke 2x einen Freund eines unserer Kinder bedroht hat, wird er also bei Kinderbesuch weggesperrt.
    Zu vielen Familienaktivitäten kann er nicht mit, da es dann Terror mit den anderen Hunden gibt die man unterwegs trifft, mit dem Fahrrad kann man ihn auch nicht mitnehmen, denn er läuft nicht am Rad und da er größer ist, ist mir das auch zu gefährlich, in die Stadt kann er nicht mit, weil er da jederzeit anfangen könnte/würde Theater zu machen u.s.w..

    Irgendwie werden wir also dem Hund nicht mehr wirklich gerecht. Irgendwer muss immer leiden. Entweder der Hund, weil er ausgeschlossen wird oder wir als Familie, weil wir viele Aktivitäten nicht machen können.

    Ich weiß, es hört sich so an als würden wir einfach aufgeben weil der Hund ein bisschen unbequem wird, aber so ist das nicht. Innerhalb unserer Familie ist er der tollste Hund den man sich vorstellen kann, aber alles was ausserhalb unserer Familieären Grenzen ist, ist einfach nur noch anstrengend und wir haben den Spass an unserem Hund verloren - und ich glaube er auch an uns.

    Stand hier schon jemand mal an so einer Kreuzung? Und wie habt Ihr Euch entschieden?