Beiträge von Kallisto

    Der TA hat mir schon nach der ersten Scheinträchtigkeit gesagt, dass es nicht besser wird und hat mir eine Kastration empfohlen.
    Da ich aber von anderer Seite (Foren und Internet) gelesen habe, dass es evtl. auch mit der Zeit besser werden kann und die Scheinträchtigkeiten sich abschwächen oder sogar ausbleiben könnrn, habe ich mich bisher gegen eine Kastration gewehrt.
    Doch rückblickend betrachtet, muss ich sagen, dass es mit jedem Mal schlimmer geworden ist. So extrem wie dieses Mal hatten wir es noch nie erlebt und ehrlich gesagt, ich will es nicht noch einmal erleben und möchte es meiner Hündin auch nicht zumuten.
    Auch wenn ich allseits höre, dass eine Scheinträchtigkeit natürlich ist, sehe ich, dass es in diesem Fall über das natürliche Maß hinausgeht und mein Hund erheblich an Lebensqualität einbüßt.
    Die letzte Möglichkeit, mit Homöopathie, die Auswirkungen abzuschwächen ist nun auch gescheitert.
    Werde meine Maus in diesem Fall doch kastrieren lassen, auch wenn es Nebenwirkungen haben kann. Vielleicht haben wir ja Glück.
    LG
    Kallisto

    Hunde in der Pubertät haben nicht nur die Angewohnheit ihre Grenzen auszutesten, sie verfügen auch über schier unendliche Energie.
    Diese Phase war auch bei uns die anstrengendste bisher und das obwohl es bei Hündinnen immer heisst, sie seien leichter zu erziehen.
    Als du deinen Hund bekommen hast, war er schon in der Pubertät, was möglicherweise auch schon - zumindest teilweise sein Aktivitätsniveau erklärt. Zudem fehlt dir die Vorlaufzeit, in der du den Hund prägen konntest, bevor er pubertätsbedingt, den Verstand verloren hat ;)
    Einen guten Trainer zu finden ist nicht einfach, das weiss ich aus eigener Erfahrung. Vielleicht hast du ja das Glück, jemanden zu finden, der nicht nur DEN Hund sondern auch das Individuum in ihm sieht.
    Ansonsten brauchst du in erster Linie Ruhe und einen laaaaangen Atem.
    Leider können Hunde uns Menschen besser "lesen" als umgekehrt, deshalb musst du davon ausgehen, dass dein Hund genau merkt, wenn du unsicher und unentschlossen bist. Viele Hunde interpretieren diese Merkmale als Schwäche und haben ein Problem, ihrem Menschen dann zu vertrauen.
    Ein weiterer Punkt ist Konsequenz. Auch wenn es schwer fällt -und bei langfristigen Projekten tut es das auch - sie ist der Schlüssel zum Erfolg. Hunde haben - wie Anwälte - einen Sinn für Präzedenzfälle. Einmal eine Ausnahme gemacht, bedeutet für sie - auch dieses Mal könnte es so sein.
    An vielen Verhaltensweisen gleichzeitig zu arbeiten ist nicht nur verwirrend, sonder macht einen Erfolg auch schnell zunichte.
    Ich denke, du kannst nichts falsch machen, wenn du dir eine Verhaltensweise aussuchst, die dich am meisten stört und dir überlegst welches Verhalten du von deinem Hund erwartest. Dann einen Weg, wie du dieses Verhalten erreichst (Vorsicht! Manchmal geht es nur in kleinen Schrittchen) und dann konsequent bleiben. Immer wieder das gleiche Verhalten zeigen und... nicht die Fassung verlieren. Vielleicht kennst du den Spruch: Wer schreit hat Unrecht. Auch Hunde sehen es als Schwäche, wenn ihr Mensch außer sich gerät. Also Ruhe bewahren.
    Beim Aktivitätsniveau deines Hundes und seiner Neigung, dich zurechtzuweisen, würde ich auf jeden Fall jede Form von Gewalt (Schubsen, zerren usw.) vermeiden - das heizt nur weiter an. Wenn du ihn z.B. vom Bett haben willst - versuch ihn mit einem Spielzeug oder Leckerchen herunter zu locken und besetze dann den Platz oder stell irgendetwas darauf, was ihn behindert. Bei erwünschtem Verhalten - sei es noch so klein - viel loben und zeigen, dass du dich freust.
    Dein Hund spürt deinen Frust und das macht auch ihm das Lernen noch schwerer.
    Viel Erfolg und Kraft wünsche ich euch beiden
    Kallisto

    Meine Hündin war im Mai zum 4. Mal läufig. Die Läufigkeit selbst verlief ohne Probleme. Die erste Woche danach war ich froh, dass sie wieder motiviert und fröhlich war und einen außergewöhnlich guten Appetit für ihre Verhältnisse hatte, doch dann kam es.
    Seitdem liegt sie nur noch lustlos herum, frisst kaum, will nicht spazieren gehen, ist aggressiv gegen andere Hunde, lässt sich weder ablenken noch zum Spielen motivieren. Wirkt alles in allem depressiv. Wenn ich sie nach draußen mitnehme, dann macht sie das Nötigste und will wieder ins Haus. Komme ich dem nicht nach, dann stellt sie sich einfach hin und steht herum oder legt sich sogar.
    Natürlich habe ich mich über dieses Thema im Internet umgelesen. Da steht überall, dass die Scheinträchtigkeitssymptome zwischen der 4. und der 9. Woche nach Läufigkeit auftauchen. Doch bei uns geht es schon in der zweiten Woche los und dauert bis zum eigentlichen Wurftermin.
    Die typischen Symptome, wie Kuscheltiere herumtragen, Milcheinschuß und Höhlen bauen zeigt sie allerdings nicht.
    Ich war sogar beim TA, weil ich befürchtete, dass sie eine Gebärmutterentzündung ausbrüten könnte. Eine Blutprobe und zwei Ultraschalluntersuchungen später stellte sich heraus, dass diesbezüglich alles in Ordnung ist.
    Auch homöopathische Mittel habe ich schon versucht (Pulsatilla und Lycopodium) doch der Zustand ändert sich nicht.
    Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Liebe Grüsse
    Kallisto