Beiträge von Fusselflitz

    Das soll heißen, dass du einfach auf taub stellst bei dem, was die Leute dir hier sagen. Dein Hund ist eben ganz anders.. dein Hund ist eben so gar nicht wie ein Mali...

    Wie eben schon die Vorschreiberin sagte: Es hat fast 40 Grad! Malis haben Unterwolle! Der Hund ist vermutlich zum einen platt durchs Wetter und zum andren NOCH halbwegs ausgelastet, immerhin ist er erst ein paar Tage bei euch.

    KEIN Hund bleibt so, wie er sich in den ersten paar Tagen im neuen Heim verhält, das gilt für sämtliche Rassen, nicht nur für Malis - willst du aber nichts von hören. Stattdessen berufst du dich - genau wie deine Freundin - auf die 1,7% an Hunden, die DOCH genau so bleiben wie beim Einzug.

    Ein Mali wird quengelig, wenn er nicht ausreichend beschäftigt wird. Das beginnt mit Hibbeligkeit. Er findet keine Ruhe mehr. Fängt an, sich eine Beschäftigung zu suchen. Das kann dazu führen, dass er die Wohnung umräumt, wenn er alleine ist, dass er anfängt in der Wohnung rumzutoben wie ein Elefant im Porzellanladen.. Dann fängt er immer energischer an zu fordern. Irgendwann kommt der Punkt, wo der Frust allmählich in physische Aggression umschlägt. Man kann förmlich zusehn wie immer mehr Muskulatur arbeitet. Wie der Hund fast platzt vor Energie. Aus dem bettelnden Fiepen und Bellen wird zunehmend ein deutlich forderndes Bellen. "Greifen" mit den Zähnen kommt dazu. Meist nach den Händen. Vielleicht rennt er auch mit vollem Körpereinsatz einfach gegen dich oder gegen dein Kind. Schnappt nach dessen Gesicht im Versuch, es ENDLICH IRGENDWIE zur Aktion zu animieren.

    Das ist eine Möglichkeit.

    Vielleicht geht er dir auch einfach beim nächsten Spaziergang jagen, sobald er von der Leine ist und kommt - wenn du Glück hast - irgendwann nach ein paar Stunden zurück.

    Oder es dauert noch zwei Tage, bis er begriffen hat, dass du eigentlich nicht so ganz weißt, was du da tust. Und dann fängt er an, auszutesten, was das für seinen Aktionsspielraum bedeutet. Muss er sich wirklich setzen, wenn du sitzt sagst? Muss er wirklich kommen, wenn du ihn rufst? Was wenn nicht? Was hat er davon? Malis sind äußerst intelligent. Bedeutet, sie lernen extrem schnell. Auch, dass Frauchen irgendwie keinen Plan hat und man sie eigentlich gar nicht so wichtig nehmen muss, wie sie sich gibt.

    Wie gesagt - um das zu verhindern gibts einen relativ klaren Weg: 3 mal wöchentlich auf den Hundeplatz, zwischenzeitlich mit Nasenarbeit beschäftigen, wenn er überdreht, was grad am Anfang noch häufig der Fall sein wird, weil er im Training noch nicht allzu lang durchhält.

    Gehst du den Hund falsch an oder gehen die auf dem Hundeplatz ihn falsch an, kann er kippen. Malis gehören imho zu den wenigen Hunden, die sich nicht von ihren Herrchen tagein tagaus rumprügeln lassen würden und dann immernoch ständig nach dessen Zuneigung betteln.

    Es gibt diverse Geschichten von Malis, die ihre eignen Besitzer angefallen haben.

    Weil diese Hunde einfach nicht diese nie-enden-wollende-alles-verzeihende-Bindung eingehn, wies andre Hunde tun. Sie binden sich sehr eng. An einen einzigen Menschen in der Regel. Aber das ist bei einem Mali imho nicht unwiderruflich und in Stein gemeißelt.

    Baust du Mist, kommst du dem Hund doof oder bringst ihn gegen dich auf, dann kanns dir bei den Hunden durchaus passieren, dass ER irgendwann die Entscheidung trifft, das so nicht weiterzumachen.

    Das ist MEIN Bild des ganz normalen, gesunden Mali im besten Alter. Andre mögen andre Bilder der Rasse haben - aber das ist meins. MICH faszinieren genau diese Punkte. Dass der Mali keinen Kadavergehorsam kennt. Dass er dank Intelligenz einfach auch kleine Fehler sofort aufzeigt. Dass er einem unendlich viel abverlangt als HF.

    Aber ob DU das wirklich wolltest... das mag ich bezweifeln.

    Zitat

    Der Hund IST ein Canide. Genauso wie z.B. Füchse. Sind Füchse Rudeltiere?

    Hunde sind keine Wölfe.

    Und dass Studien und Erkenntnisse, die an - zudem - in Gefangenschaft lebenden Wölfen errungen wurden grade im Verhalten auf Haushunde nicht übertragbar sind, steht schon seit einigen Jahren fest. Nicht wenige derer, die damals die Rudeltheorie verbreitet haben haben später verzweifelt versucht, sich öffentlich zu korrigieren - wollt halt keiner hören.

    In Gefangenschaft lebende Wölfe verhalten sich nichtmal wie freilebende Wölfe. Wieso zum Geier sollten sie sich verhalten wie domestizierte Hunde?


    Zitat

    Es gibt nur Studien über Wölfe und Studien, die belegen, dass Hunde sich eben nicht 1zu1 mit Wölfen vergleichen lassen.

    Dazu würde ich zu gerne mal die Quelltexte lesen! Denn wie sonst sollte es z.B. für die Wölfe draussen funktionieren, wenn nicht in einem Rudel, wo jeder seine Aufgaben hat? Wie lange würden sie überleben, wenn jeder meint sofort auf das Wild losrennen zu müssen, anstatt sich aufzuteilen und abzuwarten, bis es für den Einzelnen losgeht? Warum gibt es immer einen Wolf, welcher etwas abseits liegt und ganz anders behandelt wird, als der Rest der "Meute"?

    Wölfe leben in Rudeln, nicht in Meuten. Zumindest freilebende Wölfe.
    Und auch da hat nicht "jeder seine Aufgabe". Ich lass mir gern den Quelltext zeigen, aus dem hervorgeht, dass immer derselbe Wolf den ersten Angriff läuft. Oder die Quelle, die besagt, dass irgendein Alphawolf den andren Wölfen quasi einzeln "erlaubt" loszulegen. Die kommunizieren, keine Frage. Und extrem viel läuft schlicht über Instinkt. Aber die Vorstellung, dass da ein Alphawolf quasi in Trainermanier festlegt, wer wo zu rennen und zu liegen hat ist absurd.

    Und dazu Warum gibt es immer einen Wolf, welcher etwas abseits liegt und ganz anders behandelt wird, als der Rest der "Meute"? hätte ich dann auch noch gern eine Quelle.

    Zudem mich dann noch eine Erklärung interessieren würde, wieso ein halbwegs fähiger Hundehalter es nötig hätte - mal angenommen es WÄRE so - seinen Hund quasi in Mobbingposition zu zwingen, statt ihn als Beta laufen zu lassen. Überforderung? Angst vor dem eigenen Hund?

    Ich muss nicht mal was griffig wissenschaftliches bemühen, selbst Wikipedia ist auf gutem Stand:
    Quelle: http://www.wikipedia.de

    Das Wolfsrudel besteht im Regelfall aus dem Elternpaar und deren Nachkommen, es handelt sich also um eine Familie. Wölfe werden erst mit zwei Jahren geschlechtsreif (Haushunde schon mit 7 bis 11 Monaten) und verbleiben bis zur Geschlechtsreife bei den Eltern. Die vorjährigen Jungwölfe unterstützen das Elternpaar bei der Aufzucht der neuen Welpen. Unter normalen Bedingungen besteht ein Rudel im Herbst also aus dem Elternpaar, dem Nachwuchs aus dem Vorjahr und dem Nachwuchs aus demselben Jahr. Mit Erreichen der Geschlechtsreife wandern die Jungwölfe in der Regel aus dem elterlichen Territorium ab und suchen ein eigenes Revier. Die Elterntiere sind grundsätzlich dominant gegenüber ihrem Nachwuchs, Kämpfe um die Rangordnung gibt es daher nicht.

    Die Frage ist jetzt, wieviele Hunde mit einem geschlechtsreifen Partner und ihrem eignen Nachwuchs aus zwei Jahren zusammenleben. DIE leben dann im Rudel.

    Woher die Idee kommt, ein Hund würde die Menschen um ihn herum als Rudel wahrnehmen oder die Meerschweinchen im Haus - keine Ahnung. Irgendwer wird es sich schon ausgedacht haben.

    Wenn Hunde aber zusammenleben, dann in der Regel in Meuten, in relativ willkürlich zusammengestelten Ansammlungen, sei es durch den Mensch oder durch sonstige Umstände (Straßenhunde).

    Wenn also Rudel, wie wir sie in der Wildnis beobachten können, grundsätzlich Familienverbände sind, wie kann ein Hund da im Rudel leben? Wo denn? Mit welchen andren Hunden denn?

    Es gibt keinerlei Literatur die in irgendeiner Form belegt, dass irgendein Tier(!) artfremde Wesen als Rudelzugehörig wahrnimmt. Und nur weil ein Tier sich einem artfremden unterwirft o.ä. bedeutet das gar nichts.

    Zitat

    Ganz simpel.
    Indem man sich nicht an eine längst überholte Rangfolgethese klammert, sondern begreift, dass der Hund ganz klar kommuniziert und man seinen A.. da wegbewegen sollte und rausfinden, wo das Problem liegt, statt mit Aggression auf den Hund drauf zu gehn. So verhalten sich unter Hunden nur Raufer. Also zu Deutsch: VERHALTENSGESTÖRTE Hunde.

    Auch das ist so nicht wirklich richtig. Was Du wahrscheinlich meinst, ist ein Rüde, welcher auch Hündinnen verletzen würde, oder Welpen! Dieser bringt das Rudel in Gefahr, denn verletzte Hündinnen (oder Wölfinnen) können sich u.U. nicht mehr fortpflanzen oder jagen. Welpen würden die Verletzungen evtl. nicht überleben... damit würde der Fortbestand gefährdet und DAS sind dann verhaltensgestörte Hunde (Wölfe). Kennst Du Trummler? z.B. Hunde ernst genommen...? Ein sehr interessantes Buch, was allerdings von der Kuschelpädagogik heutzutage völlig abweicht.

    [/quote]

    Ich kenn diverse Rudeltheoretiker.
    Allerdings lese ich lieber die, die ihren Irrtum zugegeben haben, als es wissenschaftlich nicht mehr haltbar war.

    Ich versichere dir, dass ein Wolfsrüde nicht nach dem Geschlecht fragt, wenn ein nicht dem Rudel angehöriges Weibchen auftaucht. Und ebensowenig bei rudel-fremden Welpen.

    Das ist übrigens in andren Rudelstrukturen ganz genauso. Bei Löwen zum Beispiel.

    Zitat

    Ein Rudel was? Lemminge?
    Nochmal - ob Hunde im Rudel leben ist gar nicht bewiesen, oder ob es doch nur Meuten sind. Mit Wölfen lässt es sich nicht 1zu1 vergleichen, allein schon deshalb, weil Wolfsrudel schlicht Familienverbände sind.

    Rein aus Interesse - wie SOLLTE man denn "nein" und "pfui" beibringen und wie wird´s denn auf den Plätzen gelehrt?

    In einer Hand ist das Lecker, in der anderen Hand nicht. Hand mit Lecker auf dem Rücken, leere Hand - geschlossen zur Faust dem Hund hingehalten, er schnuppert (logisch) und dann kommt "Nein" und die andere Hand mit Lecker erscheint und gibt es ihm... Geht für mich gar nicht... Allerdings, ich werde hier nicht propagieren wie ich meine Hunde erziehe...Fakt ist jedoch das alle 3 funktionieren, und ich mit ihnen draussen viel Spass haben kann, da ich sie auch jederzeit aus jeder Situation abgerufen bekomme. Sie haben eine enge Bindung zu mir, haben ständig Blickkontakt mit mir, und würden weder Jagen gehen noch mich anknurren, nur weil ich dem Futter zu nahe komme. Geht ja auch gar nicht!

    Das würde meine auch nicht. Und abrufen lässt sie sich auch aus jeder Situation. Ich häng aber keiner Rudelthese an. Und nu?

    Zitat

    Da bin ich vollkommen bei dir. :smile:


    Was denn so?
    Also, außer dass ich einen total unterforderten Hund 3 Tage hungern lasse, weil die blöde Töle sich erdreistet Ressourcenverteidigung an den Tag zu legen - ein Verhalten übrigens, lieber Rudelthesenfan, das JEDER Wolf beim Fressen gegenüber JEDEM Wolf an den Tag legt, der sich nähert. Da ist vollkommen wumpe, ob das ein Alpha, ein Beta, die Oma oder der Jugendschwarm ist.

    Ich versichere dir, ich schreibe dir nicht von der Seele.
    Ganz und gar nicht.

    [/quote][/quote]

    Schade, dass du dich dazu nicht geäußert hast.

    Aber vermutlich hat das Gründe. :smile:

    Das hat nix damit zu tun, den Hund zu beurteilen, ohne ihn zu sehen.

    Es is ein Mali - das macht es schon mal wahrscheinlich, dass der Hund nicht ohne ist.

    Es ist ein Mali, der mal von der Polizei angekauft wurde - das macht es praktisch sicher, dass der Hund nicht ohne ist, weil die eben nicht jeden Hund nehmen und dann mal schaun, was draus wird.

    Und mit VPG hat das, weswegen der Hund hier abgegeben wurde, nix zu tun, die hätten ihn gar nicht genommen, wenn er schon dafür nicht geeignet wär. Hier gehts imho um die zivile Schärfe, die bei der Polizei benötigt wird, wenns nicht grad ein Spürhund werden soll.

    Ob der Hund hier in die Familie passt, hat mit VPG nix zu tun, es is schlicht ein Mali.

    Wenn der nicht völlig aus der Art geschlagen ist, dann ist der in der Wohnung nur dann ruhig, wenn er ausreichend ausgelastet wird. Und auch da nur in Anführungszeichen, weil "ruhig" bei nem Mali nochmal anders ist als "ruhig" bei andren Hunden.

    Wenn der halbwegs arttypisch ist, dann beschützt er sie im Dunkeln, keine frage - die Frage ist, was tut sie dann, wenn der 30-40kg Sprungfederhund entschließt, dass er den Jogger im Dunkeln fressen geht, weil´s ihm scheint, der ist gefährlich..

    Und der größte Punkt ist - Malis sind absolute Traumhunde, aber eben nur beim richtigen Hundeführer. Ich kenn Stories, da wurde eine Tervuerendame die quasi als Bilderbuchhund galt (alleinbleiben gar kein Ding, liebt alles und jeden etc.) vermittelt - an Leute, die sie vorher über Wochen und Monate hinweg kennengelernt hatten - und kam nach sagenhaften 2 Wochen zurück, weil sie die Wohnung demoliert hat. Konnte sich die Pflegestelle nicht erklären, der Hund war "etwas" eigenartig niedergeschlagen für ein paar Tage, dann hat er sich erholt und war genau so wie vorher - ein Traumhund wie aus dem Bilderbuch.

    Also selbst ein absolut quietschlieber, umgänglicher Mali verträgt falsche Handhabe ganz ganz schlecht.

    MEIN quietschlieber, unkomplizierter Mali (in meine Richtung...) musste gestern aufgrund des Wetters den kompletten Tag über quasi liegend, sitzend oder sich langweilend verbringen und den Tag davor war es auch nicht viel besser.

    Ergebnis: Sie hat mir gestern am späten Abend auf dem Hundeplatz in die Führhand getackert, weil der Trieb mit ihr durchgegangen ist nach den zwei Tagen Zwangslangeweile. Und das nicht mal schlimm, nur Schwellung und Bluterguss - aber was macht die TS wenn ihr das auf dem Hundeplatz passiert? Wird der Hund dann abgegeben, weil er beißt?

    Zitat

    OT

    -> Fusselflitz
    Mein Onkel war Hundeführer bei der BW, sein letzter Diensthund war ein Mali, der tatsächlich ausgemustert wurde, weil er "nicht gebissen" hat, das heißt, er hat zwar noch zugebissen, aber nicht mehr gehalten. Keiner konnte den motivieren - wie auch immer die da gearbeitet haben mögen, deshalb hat mein Onkel ihn genommen. :smile: Kann also schon irgendwie sein, trotzdem sehr suspekt...

    Und genau DAS ist der Punkt.
    "nicht beißt" bei einem Hund, der schon in der Ausbildung zum Dienst war bedeutet nicht, "nicht beißt", das bedeutet wahlweise, er beißt nicht schnell genug, hält nicht, weicht zu früh zurück oder gewinnt einfach nicht eine gewisse Mannschärfe und bleibt auf dem VPG Level hängen, das für den Polizeidienst ja nunmal nicht reicht - die wenigsten Täter haben einen Ärmel um, aye?

    Hunde die - tatsächlich - "gar nicht beißen" landen nicht in der Ausbildung zum Diensthund. DAS testen die vorher.

    Zitat

    Äpfel und Birnen zu vergleichen, ist immer ein wenig daneben.


    Wieso Äpfel und Birnen?
    Wozu braucht es Vollblüter? Wozu sind die gut? Malis laufen immerhin als Diensthunde, Rettungshunde, Spürhunde.. wozu sind Vollblüter zu gebrauchen, davon abgesehn, dass sie halt so tolle sportliche Leistungen bringen? Aber sie sind sensibel, schwer auszubilden, schwer zu reiten...

    Also wer hat die solidere Daseinsberechtigung?

    Der Mali oder das Vollblut?

    Zitat

    @ Fusselflitz, Du hast mir sowas von aus der Seele geschrieben...

    Nein, hab ich nicht.
    Du hast das komplette Gegenteil aus meinem Beitrag gelesen, das, was hier gleich folgt, würde ich nie von mir geben.

    Zitat

    Ich habe eigentlich ein leichtes Schleudertrauma bekommen, beim Lesen wie sich der Hund dort in der Familie darstellt, und weiterhin verwöhnt wird.

    Der Hund stellt sich für die Art des Umganges mit ihm noch ziemlich umgänglich dar, finde ich..

    Zitat

    Das dies absolut nicht geht und Hunde in einer Hierarchie leben, hat sich anscheinend noch nicht wirklich herumgesprochen.

    Hunde leben nicht in Hierarchien. Hunde leben in Meuten. Es ist noch nicht einmal geklärt, ob Hunde überhaupt in Rudeln leben. Dazu liegen nicht rausreichend brauchbare Studien vor. Es gibt nur Studien über Wölfe und Studien, die belegen, dass Hunde sich eben nicht 1zu1 mit Wölfen vergleichen lassen.

    Zitat

    Auch meine hätte sie sonstwo zu hängen gehabt... bei einem Vorfall wie diesem. Ich kann nicht verstehen, wie man dann als Hundeführer zurückweichen kann...

    Ganz simpel.
    Indem man sich nicht an eine längst überholte Rangfolgethese klammert, sondern begreift, dass der Hund ganz klar kommuniziert und man seinen A.. da wegbewegen sollte und rausfinden, wo das Problem liegt, statt mit Aggression auf den Hund drauf zu gehn. So verhalten sich unter Hunden nur Raufer. Also zu Deutsch: VERHALTENSGESTÖRTE Hunde.

    Zitat

    Jedoch, allein wenn ich sehe, was auf den Plätzen gelehrt wird, wie "Nein oder Pfui" beigebracht werden..., sorry, wenn ich dann Bücher lese ... z.B. Hunde ernst genommen, und man wirklich nahe gebracht bekommt wie ein Rudel funktioniert...

    Ein Rudel was? Lemminge?
    Nochmal - ob Hunde im Rudel leben ist gar nicht bewiesen, oder ob es doch nur Meuten sind. Mit Wölfen lässt es sich nicht 1zu1 vergleichen, allein schon deshalb, weil Wolfsrudel schlicht Familienverbände sind.

    Rein aus Interesse - wie SOLLTE man denn "nein" und "pfui" beibringen und wie wird´s denn auf den Plätzen gelehrt?

    Zitat

    nun, hier bei diesem speziellen Fall kann man nur froh sein, daß noch nicht mehr passiert ist. Aber der Hund ist auch erst 2 Jahre alt. Ich denke, es ist absolut an der Zeit das am Verhalten dem Hund gegenüber gearbeitet wird

    Da bin ich vollkommen bei dir. :smile:

    Zitat

    und der Prinz nun zum Bettelknaben mutiert. Meine es so, wie geschrieben. Hungern lassen, mind. 3 Tage und das Futter nur noch aus der Hand von EINEM Besitzer. Er muss es sich erarbeiten... Und dann vernünftig Bindung mit dem Hund aufbauen, dies geht (leider) nicht so wirklich über´s Streicheln und mal ein bisschen Spazierengehen, da muss schon ein wenig mehr passieren.
    LG, Jessie2010

    Was denn so?
    Also, außer dass ich einen total unterforderten Hund 3 Tage hungern lasse, weil die blöde Töle sich erdreistet Ressourcenverteidigung an den Tag zu legen - ein Verhalten übrigens, lieber Rudelthesenfan, das JEDER Wolf beim Fressen gegenüber JEDEM Wolf an den Tag legt, der sich nähert. Da ist vollkommen wumpe, ob das ein Alpha, ein Beta, die Oma oder der Jugendschwarm ist.

    Ich versichere dir, ich schreibe dir nicht von der Seele.
    Ganz und gar nicht.

    Übrigens:

    Das mit der Polizei finde ich... mmmh.. etwas merkwürdig?

    Da soll die Polizei also einen Mali irgendwoher aufgekauft haben.. die Tests bezüglich der Eignung hat er bestanden - sonst hätten sie ihn ja nicht gekauft - dann bilden sie ihn erstmal breitflächig in der Unterordnung aus und dann stellen sie urplötzlich fest, dass der Hund gar nicht beißt?

    Die Polizei kauft gar keine Hunde, die "gar nicht" beißen. Tun sie einfach nicht. Genauso wenig wie BGS und Zoll einfach mal blind Hunde kaufen, dann drauflos ausbilden und ups, der Hund kriegts nicht hin - da gibt es nicht eben anspruchslose Tests, in denen die Hunde selektiert werden..

    Dann - da gibt also ein Diensthundeführer seinen Mali weg, weil der "gar nicht beißt"... und zwar zu einer Tierschutzorga, die uns nicht namentlich genannt wird und einen Mali aus dem Polizeidienst an eine komplett unerfahrene und nicht direkt informierte Mutter eines Kleinkindes abgibt?? Weil sie meint sie "könnte sich Hundesport vorstellen"?


    Von wo haste den Hund denn? Wie heißt diese Orga?

    Zitat

    Was ich mich jetzt die ganze Zeit frage, wenn ein Malinois so ein schwieriger, gefährlicher Hund ist, der am besten auch noch 24 Stunden betreut und beschäftigt werden muss, warum um Gottes Willen werden diese Hunde überhaupt gezüchtet und werden dann auch noch an Privatpersonen abgegeben?
    So wie Ihr das hier beschreibt, ist er in falschen Händen eine Killermaschine, so kommt es bei mir jedenfalls an.
    Ich habe für so etwas echt kein Verständnis :schockiert:

    Ich frage mich, wenn ich bedenke, wie überaus anspruchsvoll so ein Vollblüter auszubilden und zu reiten ist - wieso werden die überhaupt noch gezüchtet?!?!

    Es gibt doch genug andere Pferde, die unheimlich freundlich und anspruchslos sind, die jeder auch mit nicht soviel Erfahrung reiten oder sogar ausbilden kann!