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Oha, hochwertiges Fleisch ist sicher auch so ein Begriff, den ich definieren muss..... ich bin Falknerin, das hochwertigste Fleisch das ich meinem Vogel geben konnte, ist schieres Muskelfleisch, aber allein davon wird er krank... das Beste für Greife sind ganze Eintagsküken oder andere kleine Tiere, samt Fell und Mageninhalt. Meine Sundri hat früher ganze Hasen nieder gemacht, samt der kleinen Knochen und sie hatte wunderbare Federn und war ein Bild von einem Habicht. Schieres Fleisch gibt es nur, wenn der Vogel schwach und krank ist, und dann nur so kurz wie es irgendwie geht.
Wenn ich mir die Geschichte der Hunde ansehe, dann haben sie vermutlich nie soviel hochwertiges Fleisch bekommen, wie sie es heute tun. Meine Mutter fütterte ihrem Hund ganze Steaks. Hunde haben früher Abfälle bekommen, Schlachtabfälle, das, was die Menschen nicht gegessen haben oder was ihnen zu minderwertig war....
Das ist beim Barfen auch nicht so viel anders, Rehlauscher würde ich nicht als hochwertig bezeichnen, aber an ihnen ist alle daran, was Hund so ab und an braucht. Trotzdem gehören Rehlauscher zu den Abfällen oder Resten. Ich würde ihm kein Fischfilet geben, aber durchaus die Art Fisch, die für meinen Verzehr nicht geeignet ist.
Also muss man sich auch über das Gedanken machen, was für den Hund hochwertig ist und was ich als hochwertig verstehe. In den sogenannten Abfällen ist oftmals viel mehr hochwertiges dran, als am Braten, jedenfalls für den Hund. Er braucht den Mix aus Sehnen, Knochen, Fleisch, Fett und auch mal ein wenig Fellrest oder sonst was....... was ist dann an der Deklaration "Schlachtabfälle" verkehrt?
Dein Beitrag zu diesem Thema ist absolut in Ordnung, so sehe ich es übrigens auch. 
Allerdings hat diese von dir bewährte "Fütterungsart" nichts gemein mit einem handelsüblichen Discounterfutters, aber auch wirklich gar nichts.
Stiftung Warentest hat getestet:
-Günstigste Verpackung
-Ernährungsphysiologische Qualität
-Schadstoff-Freiheit
-Mikrobiologische Qualität
-Deklaration auf dem Futtersack
-Ca/Ph-Verhältnis
und das war es auch schon , aber reicht das aus?
Mich interessieren die Inhaltsstoffe, auch prozentual, die Zutaten, die Konservierungsstoffe etc. pp.....
Schadstoff-Freiheit ist das einzig Positive, was ich aus diesem Test für mich herausziehe.
Ich gebe zu, die extrudierten Kroketten sehen alle ziemlich gleich aus, von kugelig braun bis flach braun.
:ironie: warum dann nicht das braune Kügelchen wählen, das nur € 1,-/Kilo kostet?
Nun aber eine ehrlich gemeinte Frage von mir.
Wie würdet Ihr, die Discounterfütterer entscheiden, wenn ihr die Zutaten vor der Extrudierung begutachten könntet?
Anstatt hochwertigen Ölen ist dort im einem Kessel ausrangiertes Fritierfett, bestenfalls billiges Pflanzenöl-oder Pflanzenfett enthalten.
Getreidespelzen, gewürzte Essens- und Fleischreste aus der Gastronomie, und so weiter und so fort.
Vom Knödel, Pommes, Gräten, Soße, Nudel bis hin zur Salatsoße kann alles an Resten enthalten sein.
Essensreste werden in Lokalen gesammelt und weiterverarbeitet, das ist Fakt.
Würdet ihr davon wirklich ein Endprodukt kaufen?
Oder doch lieber das aus dem zweiten Kessel, wo man die natürlichen Zutaten verarbeitet?
Das können ja auch durchaus tierische Nebenprodukte in Form von Innereien sein, aber dafür klar ersichtlich und auch so aufgelistet.
Von den Zutaten, die die Akzeptanz für den Hund verbessern, ganz zu schweigen.
Je minderwertiger die Zutaten, desto mehr Chemie zur Geschmacksverbesserung.
Wer von unseren Hunden frisst schon freiwillig Getreidespelzen?
Am Ende bleiben nun mal die braunen Kügelchen, die sich leider ähneln wie Zwillinge 
Mir persönlich ist jeder Euro für das, was normalerweise weggeworfen würde, zu viel Geld.
Was reizt und lockt euch an dieser Art der Fütterung, abgesehen vom vermeintlich günstigen Preis?
Diese Antwort steht immmer noch aus, aber interssiert mich sehr 
LG Britta