Zitat
Ich finde, gesundes Füttern, regelmäßiger Auslauf und Beschäftigung haben nichts mit Verwöhnen zu tun, es sollte selbstverständlich sein.
Den Satz fand ich bezeichnend gut
, denn eigentlich sagt er sehr viel aus, und das kurz, knapp und ohne Umschweife.
Bei allem anderen werden wir niemals auf einen Nenner kommen, denn wie schon richtig gesagt...es liegt im Auge des Betrachters.
Es ist so wie Nordsee und Mittelmeer, der eine liebt das rauhe Klima mehr, als der andere das milde. Darüber kann man nie diskutieren.
Ich habe zwei Kinder gross gezogen, und ich vergleiche das Handling sehr wohl mit dem eines Hundes.
Beide Spezies ;), Kinder und Hunde, besitzen die gleiche Gabe, nämlich die alleinige Machtergreifung für sich zu erobern.
Beiden muss man daher zu verstehen geben, dass nicht alles im Leben so einfach ist, wie sie es sich vorstellen.
Der Weg dahin ist so verschieden nicht.
Wir, mein Mann und ich, sind aber auf der anderen Seite wirklich überzeugte Hundebesitzer, die nur sehr ungern alleine etwas unternehmen.
Das liegt aber auch ein bißchen daran, dass ich niemanden für Bonny wüsste, der ihn in meiner Abwesenheit länger betreuen könnte/würde.
Das bedeutet für uns aber keinen Verzicht, und ich empfinde es auch nicht als übermäßiges Betüddeln, sondern eher als verantwortungsbewusstes Handeln.
Unser Hund lebt unmittelbar mit uns zusammen, und wir haben das Glück, dass er fast immer dabei sein kann.
Dafür haben wir als Dank aber auch einen sehr ausgeglichenen und unkomplizierten Hund, den man gerne auch mal ein paar Stündchen irgendwo im Eck parken kann...Hauptsache er ist dabei
Er kennt seine Freiheiten, aber auch haargenau seine Grenzen, und das ist mir wichtig.
Solange er diese Grenzen einhält, gibt es auch kein Problem.
Er kann zuhause auf das Sofa, auf das Bett und da wo er hin möchte, woanders gelten andere Regeln.
Ich möchte schlussendlich nochmal den zitierten Satz von Mikah aufgreifen....
Gutes und gesundes Futter in das sogenannte Verwöhnpaket mit hineinzupacken, das halte ich auch für absolut grundverkehrt und uninformiert.
Was hat das nur ansatzweise mit Verwöhnen zu tun?
Regelmässige körperliche Bewegung und geistige Auslastung sollte auch selbstverständlich sein.
Natürlich gibt es in allen drei Punkten Extreme.
Ein Hund braucht weder Filetspitzen an Afalfa und Kräutern zum Glücklichsein, noch 5 Stunden Gassi nebst zwei Stunden Kopfarbeit.
Da frage ich mich manchmal, wie das überhaupt als normal arbeitender Bürger hinzukriegen ist
Bin mir auch nicht immer ganz sicher, ob in der anonymen Welt des www gerne mal ein paar Stündchen dazugeflunkert werden ;), die tatsächlich fehlen.
Von derartigen Schilderungen mache ich mich nämlich frei, denn sonst hätte ich ein permanent schlechtes Gewissen.
Ein Hund als Rudeltier möchte eigentlich nur gerne bei und mit seinem Menschen sein, und das sollte man ihm so weit wie möglich, auch ermöglichen.
LG Britta