Ja, wie weit geht Tierliebe?
Wenn man ein Tier liebt, dann schöpft man, sind wir mal ganz ehrlich, auch im Krankheitsfall immer noch Hoffnung.
So lange, bis der Schmerz des Tieres am eigenen Körper schmerzt.
Ich hätte mich bei meinem Hund auch eher zu einer Euthanasie entschliessen sollen, denn wie es dann so weit war, bestand mein gelähmtes Hundi nur noch aus Knochen, Haut und Fell :/
Dadurch, dass ich ihn über eine Woche nicht in der Klinik besuchen durfte, ist mir der rapide Verfall so richtig bewusst geworden.
Mich lassen die Bilder seiner letzten Minuten nicht mehr los, und ich komme mir heute noch vor wie ein Tierquäler...aber ich habe immer noch so unendlich gehofft.
Als meine Freundin mich bat, bei ihrem Hund beim Einschläfern dabeizusein, hatte ich ihn zuvor auch zwei Wochen nicht gesehen.
Auch mir bot sich ein Bild des Schreckens, aber nur mir, denn auch meine Freundin hoffte bis zum Schluss auf ein plötzliches Wunder.
So lange man liebt, wird man dieses "Festhalten am Elend" immer wieder erleben, und ich denke auch, dass man als Aussenstehender dies aus einem völlig anderen Blickwinkel betrachtet.
Der Conny wird es ähnlich ergangen sein, wie es mir bei meiner Freundin damals erging, das blanke Entsetzen und schlussendlich die Frage, ob dies noch Tierliebe bedeutet?
Zitat
Ich finde es falsch die Leute zu verurteilen
Ich habe keine Verurteilung in Conny's Beitrag herauslesen können, sondern eher Traurigkeit und Unsicherheit in der Frage ... "ist das noch Tierliebe"?
Liebe Conny, hoffentlich verfolgen Dich die traurigen Bilder nicht zu lange
LG Britta