Beiträge von BeateZ

    Wir haben unseren Border Collie "Socke" zwei Jahre lang sehr erfolgreich mit dem Anhänger schützen können. Deshalb haben wir im Frühling für unseren Mops-Welpen "Hilde" auch einen gekauft und den verbrauchten Clip bei "Socke" gegen einen neuen ausgetauscht. Hilde hatte seitdem nicht eine einzige Zecke. "Socke" dagegen hatte immer wieder welche. Wir haben ihn dann noch zusätzlich mit Exspot behandelt. Trotzdem hatte er weiterhin Zecken. Wenig später bewahrheitete sich dann leider, was man als Tic-Clip-Benutzer wissen sollte: Das Ding funktioniert nur bei GESUNDEN Hunden! Bei "Socke" wurde vor drei Wochen eine schwere Autoimmunerkrankung (die roten Blutkörperchen werden vom eigenen Immunsystem zerstört) diagnostiziert (siehe auch https://www.dogforum.de/ftopic84389.html). Er wurde mit Hammer-Dosen von Cortison (Prednisolon) behandelt und ist mittlerweile wieder auf dem Weg der Besserung. "Hilde" ist nach wie vor zeckenfrei und "Socke" bekommt, wenn er wieder ganz gesund ist, erneut seinen Tic-Clip-Anhänger ans Halsband. Heute denke ich: Wir hätten eher stutzig werden sollen, als das Ding bei "Socke" nicht wirkte - dann hätten wir die Krankheit vielleicht eher entdeckt. Für uns ist der Anhänger also auch ein Indikator, ob der Hund gesund ist oder nicht. Allerdings sollte man dabei auch bedenken, dass Zecken sich eher auf den kranken und schwachen Tieren festbeissen.

    Hallo Regina,


    das klingt ja alles nicht so toll...


    Erinnert mich stark an die Sympthome von "Socke", unserem Border Collie...
    Guck mal hier: https://www.dogforum.de/ftopic84389.html


    "Socke" geht es mittlerweile übrigens wesentlich besser, wir konnten das Cortison weiter reduzieren... Licht am Ende des Tunnels... Sein Hämatokrit-Wert (Anzahl der roten Blutkörperchen) liegt inzwischen bei knapp 36 % (normal sind 44-50 %).


    Ich drücke Euch ganz doll die Daumen für Euren Hund!


    Liebe Grüße von Beate & Socke

    "Socke", unser 7 Jahre alter Border Collie (stammt ursprünglich aus Italien, wurde von Tierschützern aus Zwinger freigekauft und danach zweimal falsch vermittelt - wir sind also seine 4. Dosenöffner) macht uns große Sorgen...
    Er ist schon immer ein eher ruhiger Vertreter seiner Rasse gewesen, dreht eigentlich nur draußen auf. Seit etwa Mitte Mai fiel uns auf, dass er noch mehr schläft als früher, schneller schlapp ist, wenn wir unterwegs sind. Naja, das Alter... dachten wir anfangs. Oder es ist eine Reaktion auf unser neues Familienmitglied "Hilde" (Mops-Welpe aus dem Tierheim, seit Anfang März bei uns). Doch das verwarfen wir schnell, weil die beiden sich super gut verstanden, in einem Körbchen schliefen und wie Verrückte miteinander tobten. Anfang Juni kam bei "Socke" auch noch Appetitlosigkeit und Teilnahmslosigkeit hinzu. Als er abends nicht mal mehr den Kopf hob, als mein Mann nach Hause kam, sind wir schnurstracks zur TÄ (sehr kompetent, hat lange in der Tierklinik Norderstedt gearbeitet). Seine Blutwerte waren miserabel (Hämatokrit bei 29 %), Fieber, geschwollene Lymphknoten. Jetzt in Kurzform: Coombs-Test negativ, Blutparasiten ausgeschlossen. Als mögliche Diagnose blieb nur: autoimmune hämolytische Anämie oder Lymphom (Lymphdrüsenkrebs).
    Die Medikation: Doxicyclim (Antibiotikum) und hochdosiert Prednisolon (Kortison) sowie Famotidil (Säurehemmer) und Vitamine. Röntgen ohne Befund (lediglich die Leber ist leicht vergrößert durch das Kortison), Ultraschall zeigte ebenfalls keine Tumore in den Organen. Harn okay, Stuhl ebenfalls. Sein Herz schlägt kräftig und gesund. Mittlerweile haben wir das Kortison leicht runterdosiert. Sein Hämatokritwert lag letzte Woche bei 33 %, also nur eine geringfügige Besserung.
    Aber "Socke" ist nach wie vor sehr, sehr schlapp, kraftlos und schläft viel. Aber er ist nicht mehr apathisch, sondern verfolgt relativ aufmerksam das Geschehen um sich herum. Auch frisst er wieder gut. Seit dem 1. TÄ-Besuch (4. Juni) hat er stark an Muskulatur abgebaut - man fühlt jeden Knochen. Leider eine Kortison-Nebenwirkung. Auch hat er gut 1 Kilo Gewicht verloren (wiegt jetzt 18,5 kg). Seine Lymphknoten schwollen zum Glück sehr schnell ab. Aber dadurch konnte daraus keine Probe entnommen werden, um endlich eine endgültige Diagnose zu stellen. Heute war ich nun wieder bei der TÄ. Morgen früh will sie einen Lymphknoten aus "Sockes" Leiste entfernen, um zu klären welche der beiden möglichen Diagnosen es nun ist. Wir haben also die Wahl zwischen Pest und Cholera :( Was uns so zu schaffen macht ist, dass es ihm mal besser und dann wieder schlechter geht. Wir machen uns langsam verrückt mit den möglichen Interpretationen seiner Symptome. Ich habe hier im Forum schon einige Beiträge zu den beiden Diagnosen gelesen und festgestellt, dass es einigen Hunden unter der gleichen Medikation sehr viel schlechter ging als "Socke", anderen wiederum ging es besser. Manche haben es geschafft, wieder gesund zu werden - andere nicht...Ich hoffe sehr, dass "Socke" zur ersten Gruppe gehören wird.


    So, das war ein langer Text und ein dickes Problem - ich hoffe, Ihr nehmt mir das als Neuling nicht übel...
    Ich werde natürlich berichten, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Vielleicht hilft "Sockes" Krankheits-Geschichte ja auch anderen...


    Viele Grüsse von Beate, Socke & Hilde



    Edit: Die Tierärztin hat mir heute früh empfohlen, keinen Eingriff zu machen um einen Lymphknoten zu entfernen. Sie führt Sockes Zustand zum größten Teil auf das Cortison zurück. Zum Glück geht es ihm heute besser als gestern. Seine z. Z. verkürzte morgendliche Gassirunde hat er im Trab absolviert! Noch knapp zwei Wochen, dann können wir das Antibiotikum absetzen. Und ab Freitag reduzieren wir das Prednisolon um die Hälfte und hoffen, dass die Lymphknoten weiterhin schön klein bleiben. Nach Aussage der TÄ ist es mittlerweile wahrscheinlicher, dass es eine autoimmune hämolytische Anämie. Bitte weiterhin für "Socke" die Daumen drücken!


    LG Beate und der vierbeinige Anhang