Hallo, Freunde
ich wende mich an jemanden, der mir einen ernstgemeinten Rat geben möchte.
Wir haben einen 6 Jahre alten Aussierüden. Erst als er 1 3/4 Jahre alt war, kam er zu uns. Eigendlich sollte es ein Welpe werden. Aber dann war die Hündin scheinträchtig. Die Züchterin bot uns unseren jetzigen Hund an, den wir schon von den Besuchen vorher kannten und der schon 1 3/4 Jahre bei ihr war. Sie hatte ihn sich als Zuchtrüden angeschafft. Später wurde eine Ellenbogendysplasie festgestellt und der Hund wurde an bd. Ellenbogen operiert und kastriert. Jetzt ist er völlig gesund.
Als er zu uns kam, konnte er praktisch nichts. Er war der Unterste von 6 Hunden im Rudel, hatte bis dahin auch keinerlei Erziehung bekommen. Zudem lebte er auf einem abgelegenen Bauernhof ohne größeren Kontakt zu Menschen.
Sofort haben wir eine Hundeschule besucht (danach auch noch 2 weitere). Gehorsam und Tricks beherrscht unser Hund jetzt recht gut. Er wäre sicher in der Lage, eine Prüfung zu bestehen, was bisher aber nicht unbedingt unser Ziel war.
Insgesamt ist er ein ängstlicher Hund. Bereits zu Beginn hatte er Angst vor Schirmen, Gehstöcken, spielenden Kindern, Fahrrädern, Inlinern, Bällen, Knallen, Gewitter u. Ä. Die Angst vor Schirmen und Stöcken war nach nur 2 Einzelstunden in der Hundeschule weg. Alles andere ist mehr oder weniger geblieben.
Seit 3-4 Wochen läuft der Hund wieder auf Schritt und Tritt hinter mir her, was er auch gemacht hatte, als wir ihn bekamen. Zwischendurch war es weniger bis gar nicht der Fall.
Vor 6 Wochen kam ein Mädchen zu uns, das sich für ein Geschenk bedanken wollte. Von unserer Familie (2 Erwachsene, 2 Kinder) war zu diesem Zeitpunkt niemand da, wohl aber meine Schwiegereltern. Außerdem stand die Terassentür auf. Als das Mädchen bereits auf dem Grundstück war und an der Haustür klingelte, sprang er über die Terassentür raus und schnappte 2 x zu. Meine Schwiegereltern waren wie gelähmt und nicht in der Lage, effektiv einzugreifen.
Heute hatten wir Besuch von einer Familie mit 2 Kindern. Die beiden Erwachsenen und das 13-jährige Mädchen hatte er schnall akzeptiert, der 15-jährige Junge wurde den ganzen Nachmittag angeknurrt und angebellt. Von mir und meiner Frau ließ sich der Hund unterbrechen in seinem Verhalten. Auch ließ er sich auf seinen Platz schicken. Alleine gelassen haben wir ihn lieber nicht mit unserem Besuch.
Meine Diagnose: Der Hund bewacht mich und fühlt sich für Dinge zuständig, die ihm nicht zustehen. Aber wie abstellen...?
Vielen Dank für ernstgemeinte Ratschläge.
Zweiberg