Hallo Friederike,
oh Mann - da habt ihr ja wirklich schwere Zeiten hinter euch!
Ich hoffe, deinem Herrn Bruno geht es inzwischen schon besser und dass ihr beide etwas schlafen könnt!
Ich kann mir gut vorstellen, wie du dich fühlst - ich fühlte mich bei dem was du geschrieben hast sofort an meine Hundeomi erinnert. Allerdings hatte Lucy diese unheimliche, und bei ihr auch un-unterbrochene Unruhe "nur" nachts. Sie verstärkte sich sehr schnell so, dass sie regelrechte Panikattacken hatte, zum Schluss zitternd und mit weitaufgerissenen Augen hechelnd neben mir lag, ununterbrochen kratzte ... es war furchtbar.
Wie Chris ja schon beschrieben hat - die Sache mit der Demenz ist eher eine Ausschlussdiagnostik. Nachdem Lucy rundum auf den Kopf gestellt worden war (ok, auf das MRT hatte ich bei meiner Seniorin auch "verzichtet", weil für mich eine Hirntumor-OP ebenfalls nicht in Farge kam), wurde sie auf Demenz behandelt. Meine TÄ hat allerdings sofort vermutet, dass es sich darum handelt.
Die Wochen, bis wir die Untersuchungen durch hatten und ein Medikament gefunden hatten, das bei Lucy anschlug, waren allerdings superhart (ständiger Schlafentzug halt und meine Maus quälte sich - wem sag ich es).
Bei Lucy hat letztendlich Alprazolam geholfen. Zuerst hatten wir noch ein anderes Medikament ausprobiert, da bin ich mir mit dem Namen allerdings gar nicht sicher
(Selgian?)
Beides sind letztlich Psychopharmaka. Da könnte ich jetzt jede Menge zum generellen Für und Wider schreiben ... die Diskussion will ich hier gar nicht lostreten. Fakt ist: bei meiner Süßen hat es geholfen!
Sie war dadurch auch nicht "bedopt" oder so, nicht "ruhig gestellt" oder ähnliches. Eine gewisse Unruhe blieb erhalten, alles "Neue", Sachen, die von ihrem üblichen Tagesablauf abwichen, musste ich sehr vorsichtig dosieren, weil Omi sonst sehr leicht hochgefahren ist.
Aber: sie kam nachts wieder zur Ruhe und hat entspannt geschlafen.
Die einzige Nebenwirkung, die wir so feststellen konnten war, dass unser Terrierdickkopf in mancher Hinsicht noch tiefenentspannter und renitenter wurde ... hach, die Süße.
Ich drücke dir und deinem Bruno jedenfalls feste die Daumen!