Beiträge von Jeany1983

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    Wie so oft: Es kommt drauf an!

    Sein Fressen, seinen Kauknochen oder sein Spielzeug darf er kurz und prägnant verteidigen, wenn ein anderer Hund wirkliche Anstalten macht ihm das streitig machen zu wollen. Ein übertriebenes Verhalten (zbs bereits verteidigen wenn ein anderer im Raum ist) würde ich nicht dulden. Die Ressourcenverteidigung anderer akzeptiert er auch recht gut.

    Ja so sieht es bei uns auch aus. Wenn Joker wie immer schneller fertig ist und zu Gismo starten will, dann knurrt Gismo einmal kurz und Joker legt nen Rückwärtsgang ein :D Das find ich auch völlig o.k.!
    Wenn ich es vorher sehe, dass er aufgeknabbert hat, sag ich direkt NEIN, bevor er überhaupt dran denkt zu Gismo zu gehen :hust: dann kommt er immer zu mir und legt sich neben mir hin ;)

    Mir gegenüber wird auch nichts verteidigt. Wenn sie nen Sandknochen bekommen, gibt es immer extra nen großen (damit sie nichts verschlucken) und nach ner Zeit nehme ich ihnen den ab. Da gab es noch nie irgendwelche Anstalten.

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    In der von dir geschiderten Situation hätte ich den Hund, der verteidigt einfach zur Seite gerufen.

    Meine Mutter und Tante haben sich noch lange über den Vorfall bei ihr Im Garten (mit meinem Joker) unterhalten.
    Leider ist da ja die Situation recht schnell eskaliert, wo wir Menschen natürlich die Schuld tragen, weil wir nicht rechtzeitig auf die Kommunikation der Hunde reagiert haben.
    Aber meine Mutter hat es mal Revue passieren lassen und hat festgestellt, dass ihr Hund sehr häufig einige Dinge für sich beansprucht und immer extremer in seinem Durchsetzen wird. Seine Reizschwelle ist mittlerweile super niedrig und er überreagiert fast ständig.
    Und sie ist sich bewusst geworden, dass sie nun endlich dagegen arbeiten muss und hat für Samstag einen Trainer daheim :gut:


    Aber ich habe hier halt auch gelesen, dass es manche HH als normal ansehen, dass Hunde auch Hunde aus ihrer "Gruppe" oder auch ihren Menschen als Ressource sehen und diesen logischerweise verteidigen gegen einen Fremden Hund.
    Und das sehe ich halt absolut nicht als wünschenswertes Verhalten.
    Und auch eine Aufgabe, die der Hund doch auf Dauer gar nicht tragen kann und sollte. Das ist doch auch Streß für den Hund, der meint alles gehöre ihm, oder?

    Angeregt durch einen anderen Thread von mir, würde es mich wirklich sehr interessieren, welche Ressourcenverteidigung ihr zulasst?

    In meiner Diskussion ging es darum, dass der Hund meiner Mutter, den Hund meiner Tante (sie leben im gleichen Haus und die Hunde sind täglich zusammen) beides Rüden, als seine Ressource sieht und diesen übertrieben gegen andere Hunde verteidigt. Vor zwei Tagen durfte mein Joker sich nichtmal neben ihn legen, ohne dass der Hund meiner Mutter dies maßregelte.
    Unter anderem wurde dann gesagt, dass mein Hund den Streit angefangen hat, weil er sich an die Ressource genähert hat. :???:


    Welche Ressourcen dürfen eure Hunde für sich beanspruchen? Futter, andere Hunde, seine Menschen, Terretorium? Was auch immer?

    Ich bin sehr gespannt wie ihr das handhabt.

    Bei mir ist solch eine Ressourcenverteidigung nämlich nicht erlaubt. ICH lasse es nicht zu, dass einer meiner Hunde den anderen für sich beansprucht und einen Besucherhund nichtmal in der Nähe des anderen oder in meiner Nähe duldet.

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    ich find Paduas Beitrag trotzdem hilfreich ;)

    Ob Terrier, Hüti oder wat weiß ich: einen Welpen kann man ganz schnell überfordern, in jeder Hinsicht. Grad deshalb würde ich sehr genau gucken, wie es in der Welpengruppe so abläuft...

    :gut:
    Sehr wahr! Ich würde das auch nicht an einer speziellen Rasse fest machen und mich über JEDE Hilfe freuen ;)

    Also mein Joker ist immer mit gedackelt ohne zu jammern, er war von Anfang an eine riesige neugierige Nase und wollte die Welt entdecken.

    Leider haben wir selbst keinen Garten. Haben aber die Spaziergänge anfangs nur bei uns in der Ecke gemacht und auch relativ kurze Spaziergänge, dafür immer ein paar mehr.
    Ich musste aber auch anfangs lernen, meinen Kleinen in Ruhe zu lassen.
    Ach er war einfach so süüß und ich hätte am liebsten jede Sekunde mit ihm verbracht :ops:
    Aber ich habe mich gezwungen ihn in Ruhe zu lassen. :smile:

    Viel spaß mit dem Welpi, die Zeit geht soooo schnell vorbei, genieße es bevor die Pubertät losgeht :hust: :D

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    Meiner Meinung nach ist die Hundebegegnung beim Spaziergang völlig unwichtig und etwas, was der Hund gar nicht braucht. Wichtiger sind in meinen Augen das Treffen mit Hunde"freunden", also Hunden, die er oft sieht und gut kennt.

    Fazit: Sozialkontakt mit Freunden sehr wichtig, Begegnungen auf der Straße mit fremden Hunden unwichtig.

    :gut: So sieht es bei uns auch aus.
    Joker hat zwar im Moment noch den Drang zu jedem Hund zu wollen (ist aber auch erst 9 Monate).
    Mein Gismo ist an fremden Hunden überhaupt nicht interessiert. Wenn sie ihm Freilauf zu ihm kommen, dann bleibt er auch stehen und lässt kurz schnuppern, wendet sich aber sofort ab. Er wäre kein Hund, der von sich aus den Kontakt zu fremden HUnden sucht.

    Seine richtigen Hundekumpels braucht er aber definitiv und die bekommen meine Jungs ganz regelmäßig :smile:

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    allerdings müssten deine mutter und du auch dafür sorgen, dass konflike im entstehen deeskaliert werden.

    Ja da hast du wirklich Recht. Ich hätte schon nach der ersten Situation Joker bei mir halten sollen, als er dem Konflikt auch noch selbständig aus dem Weg gegangen ist.... Ganz klar mein Fehler :/


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    deine ma sollte sich ganz dringend einen guten trainer suchen.

    Ja zumindest hat sie es jetzt versprochen, dass sie was tun will.

    Ob vielleicht einer im Gelsenkirchener Raum einen guten Trainer kennt, der Einzelstunden gibt?

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    Hinzu kommt der Größenunterschied, dein Joker ist scheinbar auch nicht der, der sich so einfach dem kleineren Havaneser fügen will, der ihm momentan so pö a pö den Status streitig macht. Der Havaneser ist eine ziemlich unsichere aber eben zu selbstbewusste arme Socke. Er wird lernen müssen, sich zurückzunehmen, seinen Status in dieser Hundegruppe wird er nicht halten können.

    Wie kann er lernen sich zurückzuhalten? Und wie reagiert man dann als Mensch am besten?

    Wow danke für die Erklärungen :gut: Dankeschön.

    Da wir eher selten mit unseren Hunden zusammen kommen. Meint ihr es ist sinnvoller den Kontakt einfach zu meiden? Bzw. wenn dann nur auf Spaziergängen? Weil bei den Spaziergängen, kann es ja eigentlich gar nicht zu einer solchen ständigen Provokation kommen, oder? Joker sucht ja wirklich nicht die Nähe zum Hund meiner Mutter, ganz im Gegenteil er geht ihm schon aus dem Weg.

    Oder soll ich Joker dann bei mir angeleint lassen? Obwohl dann kann ich ihn besser daheim lassen.

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    Wenn das zwischen Hunden passiert die nicht zusammen leben und auch nicht oft zusammentreffen wuerde ich wahrscheinlich auch einfach gehen und dem Ganzen so ein Ende bereiten....leben die Viecher aber in meinem Haus oder sehen sich eh fast taeglich lasse ich sie nach einer kurzen Auszeit wieder kontrolliert zusammentreffen, leinenlos aber mit Fuehrung.

    Ja o.k. Danke für deine Ausführungen :smile:

    Es ist wirklich nicht einfach in einer solchen Situation cool zu bleiben. Da muss ich echt noch viel lernen.
    Und bin vorallem froh, dass sich meine beiden echt super verstehen und so ein gutes, eingespieltes Team sind. :gott: