Zitat
Meine Idee ist, nicht nur darüber aufzuklären, wie schlecht es der Hund evtl hat, wenn man unvorbereitet ist, und was für ein schlechter Mensch man ist, wenn man den Hund aus ner Zuchtfabrik holt, sondern auch darüber zu informieren, was konkret passiert, wenn oben genanntes nicht vorhanden ist, welche Nachteile ich als Mensch davon habe, bzw. welche Vorteile es mir bringt, den Hund ordentlichen Umständen zu erwerben, und mich vorzubereiten.
Ja stimmt, das sollte auch angesprochen werden.
Bei Gismo ging es uns wie folgt: (NAchteile eines Vermehrer Hundes)
- Welpe schlecht bzw. gar nicht sozialisiert
- hat vorallem und jedem Angst gehabt
- sehr stark verwurmt, so stark, dass er fast daran verstoben wäre
- riesen Sorgen um den Kleinen, Nächtelang nicht geschlafen um bloß jeden Mucks mitzubekommen
- enorme Tierarztkosten, wovon ich mir mehr als nur einen vernünftigen Zuchthund hätte kaufen können
- bis heute immer wieder streßanfällig
Das einzige was bei der Familie gemacht wurde, ist auf Kinder geprägt, davon hatten die nämlich gefühlte 100! Kinder sind für Gismo überhaupt kein Problem. Und er wurde zumindest geimpft.
Aber mit meinem jetzigen Wissen bin ich mir auch sicher, dass Gismo definitiv keine 8 Wochen alt war, als wir ihn bekommen haben.
Wir waren damals einfach TOTAL naiv und wussten es nicht besser. In der Familie und auch HH die wir vor der Anschaffung angesprochen hatten, hatten die Leute ihre Hunde aus privaten Ups Würfen (wir sollen doch einfach ins Internet schauen oder in die Zeitung) oder sogar von so Massenzuchtbetrieben.
In Gladbeck gibt es da ne ganz bekannte Stelle.
Aber da hat damals zumindest mein gesunder Menschenverstand "STOP" geschrien, als ich das sah.
Das war mir klar, dass das NICHT richtig ist und ich habe dort natürlich keinen Hund gekauft.
Also bin ich weiter auf die Suche gegangen und wurde im Internet fündig.
Es klang nett. Familie, 4 Welpen, gechipt, geimpft, entwurmt, heimische Aufzucht, wachsen mit Kindern auf.
Es klag nett und Gismo hat mich vom Foto angelächelt.
Wir haben morgens telefoniert und sind direkt losgefahren. Vom Ruhrgebiet nach Berlin.(für einen Vermehrerhund)
Als wir ankamen, hoch in den 3 Stock, es wurde uns die Mutter vorgestellt (sie war auch tatsächlich die Mutter, Gismo war noch der einzige der da war und lag mit ihr im Körbchen).
Er wurde hochgenommen mir in die Hand gedrückt. Das bissel Geld wurde überreicht und der Impfausweis. Und man merkte, dass sie auch relativ kurz ab war und wir gehen sollten.
Ich hab Gismo angesehen und er lag in meinem Arm, hat einmal tief ausgeatmet so nach dem Motto "endlich bin ich zuhause".
Mir kommen jetzt noch die Tränen, wenn ich daran zurück denke.
Und könnte mich über meine Naivität immer wieder in den A.... treten.
Aber ich liebe diesen Hund und das habe ich vom ersten Moment an getan. Egal was wir für Sorgen, Kosten und Ärger durch ihn hatten.
Ich habe meine Lektion auf eine ganz harte Art gelernt und hoffe einfach mit Aufklärungsarbeit anderen dieses zu ersparen.
So jetzt kennt ihr meine Geschichte 
Umso weniger Nachfrage umso weniger wird produziert! Ganz einfach ist.
Es darf sich nicht mehr lohnen.
Momo und Lotte: So wie du deine Meinung zum Thema Züchtern hast, hab ich wohl meine zum Thema Auslandtierschutz. Also kann ich dich verstehen, auch wenn wir wohl in andere Richtungen blicken 