Beiträge von Estandia

    Ich hab mir als blutiger Anfänger ohne Ahnung etwas Zeit genommen und das Internet durchforstet. Das ist hier Berlin nicht schwer und es gibt gut Auswahl. Mit der Trainerin, die für mich damals am besten klang, hab ich einen Termin ausgemacht. Kennenlerngespräch, auf dem Platz, ohne andere Hunde, viele Fragen und Antworten und zwischendurch ein bisschen Bindung und Sozialverhalten abgecheckt. Da hatte ich den Hund gerade erst 2 Monate oder so. Danach haben wir drüber gequasselt welche Kurse etc. pp für uns in Frage kommen könnten.

    Über die Jahre habe ich viele Trainer und HuSchus besucht, aus Spaß, nicht weil ich musste und habe auch so einige ausgesiebt. Ich habe schnell gelernt, was ich wollte und wonach ich suchen musste. Ich hatte aber auch sehr klare Vorstellung von dem, wie ich meinen Hund und mich behandelt sehen wollte.

    Das alles, echt 1 zu 1, traf auch auf unseren mittlerweile 18jährigen zu als er sein letztes Vestibularsyndrom vor 5 Monaten hatte. Hinzu kam noch eine Verschlimmerung seiner CNI. Ich hatte auch (mehrere TÄ) zu Hause um abzuklären OB all diese Symptome für eine Euthanasie sprechen. Fressen und Aufmerksamkeit war da, aber das war auch echt alles. Ich hab mich nach Absprache entschieden es noch mit Medikamenten und Physio zu versuchen. Das hat alles auch alles gut 3 Monate gedauert, aber zur Zeit geht es und der Hund hat sich vom Schlimmsten erholt.

    Im Grunde musst du dir zwei Fragen stellen:

    1. Thema Hund: Ist es tierschutzrelevant – heißt, so wie der Hund jetzt lebt, verstößt es rein faktisch gegen das TSchG? Hat der Hund Schmerzen, die nicht gelindert werden können etc. pp.

    2. Thema Halter: Hat der Zustand des Hundes soziale Relevanz – heißt, bringt ein Programm zur Verhaltensveränderung eine Verbesserung der Lebensqualität und der Mensch-Hund Beziehung. Also z.B. würden Medis gegen Inkontinenz eure Situation verbessern etc. (Ich erinnere mich, dass ich z.b. wochenlang auf dem Zahnfleisch gegangen weil ich jede Nacht mit dem Hund raus musste und gestresst war, dass ich auch mitbekomme, ob er sich meldet ...)

    13. Lies ein Buch, das in einer Hauptstadt spielt

    Bae Suah – Untold Night and Day

    "Nach ihrer letzten Schicht in Seouls einzigem Hörtheater für Blinde begibt sich Kim Ayami mit ihrem ehemaligen Chef auf die Suche nach einer vermissten Freundin. Am nächsten Tag kümmert sie sich um einen Dichter, der zu Besuch ist und der nicht das ist, was er zu sein scheint. Im Laufe einer Nacht und eines Tages in der brütenden Sommerhitze Seouls weicht die Ordnung ihrer Welt dem Chaos, die Grenzen der Realität beginnen auszufransen, und die Vergangenheit dringt auf immer verwirrendere Weise in die Gegenwart ein.

    Untold Night and Day ist eine halluzinatorische Erzählung von einer der radikalsten Stimmen der koreanischen Gegenwartsliteratur."

    Dieser Klappentext beschreibt ziemlich gut was einen erwartet. Ich weiß jetzt, dass so "Fieberträume" nicht so meins sind. Trotzdem eine solide Geschichte mit interessanten Charakteren. 3 von 5 Sternchen.

    :party: MONATSMOTTO MÄRZ :party:

    Zeitumstellung wartet! Lies ein Buch, in dem es um Zeit geht (frei interpretierbar :drgreen: )

    Octavia E. Butler – Verbunden

    "Als erster Science-Fiction-Roman, der von einer schwarzen Frau geschrieben wurde, ist Kindred – Verbunden zu einem Eckpfeiler der schwarzen amerikanischen Literatur geworden. Diese Kombination aus Sklavenmemoiren, Fantasy und historischer Fiktion ist ein Roman von großer literarischer Komplexität. Dana, eine Afroamerikanerin, die gerade ihren 26. Geburtstag im Kalifornien des Jahres 1976 gefeiert hat, wird plötzlich und auf unerklärliche Weise durch die Zeit ins Maryland der Vorkriegszeit gerissen. Nachdem sie dort einen ertrinkenden weißen Jungen gerettet hat, starrt sie in den Lauf einer Schrotflinte und wird gerade noch rechtzeitig in die Gegenwart zurückgebracht, um ihr Leben zu retten. Während zahlreicher solcher zeitraubender Episoden mit demselben jungen Mann erkennt sie die Herausforderung, die ihr gestellt wurde..."

    5 Sternchen für mich. Einfach nur großartig, emotional aber nicht überbordend, unglaublich nah bei den Charakteren, die Geschichte oft beklemmend aber hoffnungsvoll. Die Science Fiction/Fantasy beschränkt sich ausschließlich auf die Momente, wenn Dana zwischen den Zeitepochen hin und herreist, die zwei hauptsächlichen Zeitebenen lesen sich jedoch wie eine Biografie. Ich werde weitere Bücher dieser Autorin lesen!

    Ich war Single zu dem Zeitpunkt (2007) und wollte grundsätzlich "mein Leben mit einem anderen Lebewesen teilen". Ich hatte die räumlichen, zeitlichen und finanziellen Mittel dazu sowie alle nötigen Erlaubnisse. Ich hatte Lust mit dem Tierchen was zu erleben, von und mit ihm zu lernen und neue Leute mit Hunden kennenzulernen. ich hatte nie einen eigenen Hund gehabt und auf Katzen war ich allergisch.