Beiträge von Estandia

    Ich blocke ganz ruhig ab. Ich stelle mich einfach vor Fini, und lasse den anderen Hund nicht zu ihr. Manchmal spreche ich den fremden Hund auch freundlich an und versuche ihn etwas abzulenken. Bleibe ich ruhig, bleibt Fini auch ruhig und überlässt mir das Feld.
    Will der fremde Hund unbedingt zu Finya und ich merke, dass sie Angst vor ihm hat, schicke ich ihn deutlicher weg oder halte ihn am Halsband fest, bis der Besitzer ihn abholt.

    So mach ich das auch. Unaufgeregt. Meist wortlos. Hunde, die sich auf Distanz hinlegen und meinen Hund anstarren, da nehm ich Bokey einfach aus der "Linie" und setz ihn mit dem Rücken zum fremden Hund ab. DIE Zeit hab ich meinen Hund fett zu loben, während der andere Halter versucht seinen Hund abzurufen oder an der Leine weiterzuziehen. In drohfixierende Hunde laufe ich auch gerne rein, wenn diese meinen mir ins Knie laufen zu müssen, weil mein Hund direkt neben mir läuft. Ich hab das Problem jetzt aber nicht oft, 1 bis 2 mal im Monat vielleicht. Vieles lasse ich meinen Hund auch selber klären, einfach weil er's kann. Trotzdem bin ich aber mental da und habe IMMER ein Auge drauf. Auch auf die "risikolosen" Situationen.

    Hab mich mal auch fix nachgetragen. Aufbauen werd ich's über's Locken - also rumführen und dann immer weiter den Hund alleine rumlaufen lassen. Rechts rum führen mit rechtem Arm, links mit links *hihi* Hoffe das klappt :)

    Unser Untier wird im Mai 2 Jh. und pubertiert nun ordentlich.
    Das macht sich in kleineren Machtkämpfchen bemerkbar (nein, ich geb dir den ball nicht zurück - kopf wegdrehen oder "sitz" erst auf den zweiten anruf hin etc.)


    Was sind denn Machtkämpfchen? Trainier doch einfach ordentlich was du von dem Hund möchtest :???:


    was nun aber seit 2 monaten dazu kommt ist für mich schon schwerer zu händeln.
    vor gut 2 monaten fing er plötzlich an, kleinhund rüden anzuprollen. er tut ihnen nichts, will sie "nur" auf den rücken legen und das mit ordentlich radau. da ich das verhalten nicht will, lasse ich ihn erstmal nciht mehr zu kleinhunden.


    Er tut ihnen nichts, will sie aber mit Radau auf den Rücken legen? Wie passt das denn zusammen? Konfliktvermeidung heisst nicht Konfliktbewältigung! Ich hoffe dein zukünftiger Trainer kann dir - und du dann deinem Hund - das auch adäquat beibringen.

    Wir wollen auch :)

    Erziehe den jungen Hund! Dann fühlt sich die Ältere auch nicht genötigt sich zu verteidigen. Wenn du so viele Situationen hast, wo die Hunde sich gegenseitig gefährden könnten, weil du oder jemand anderes kein Auge drauf haben kann, sollte evtl, eine andere dauerhafte Lösung gefunden werden, die beiden Hunden hilft. Und das ist keine Unterbringung im Zwinger. Gut gemeint heisst eben auch nicht immer gut gemacht!

    Ich habe einen Straßenhund aus Ungarn. 2 Jahre Straße, halbes Jahr Auffangstation.

    Er kam mit den typischen Defiziten/Ängsten und Überlebensstrategien hier an. Ich habe an allem mit ihm gearbeitet, was für uns und unsere Umwelt wichtig war und gehen nun seit über 7 Jahren konfliktfrei durchs Leben. Ich hatte nie den Druck, dass der Hund etwas in einer bestimmten Zeit schaffen musste - sowas wie nach 1 Monat muss er 5 h täglich alleine bleiben oder so. Wir hatten für alles viel viel Zeit und ich bin vom ersten Tag an in kleinsten Schritten mit ihm durch unsere Umgebung und hab ihm alles gezeigt und beigebracht. Nach 4 Monaten fing er an ohne Leine zu laufen, nach etwa 6 Monaten merkte man, dass er richtig angekommen war. Da war er etwa 3 Jahre. Meine Familie liebt er über alles, kommt regelmäßig mit ins Seniorenheim, war jahrelang Bürohund und kann problemlos von Freunden gesittet werden.

    Bereut hab ich es nie. Klar war's ein Sprung ins kalte Wasser, aber ich würd's immer wieder tun.