Beiträge von Sardinia

    Hi nochmal an alle,

    habe inzwischen nochmal meinen Tierarzt, zu dem ich normalerweise immer gehe, der auch operieren kann (!!!) und der dummerweise an jenem Samstag mit seinem Kollegen auf einem Seminar war (....), gefragt, was wohl die Todesursache war. Also, es kann sich durchaus auch um einen Blinddarmdurchbruch gehandelt haben. Wenn der Hund groessere Mengen an Plastiktuetenteilchen verschluckt hat (wer weiss, nach welchen Leckerbissen die gerochen haben...), haben die sich einfach im Darm angesammelt und zu einem Darmverschluss gefuehrt. Die Schmerzen sind die von einer Blinddarmentzuendung und fuehren, wenn nicht diagnostiziert und umgehend operiert (wie beim Menschen) zum Durchbruch.....
    Inzwischen haben mir liebe Freunde einen 4-monate-alten Pinscherwelpen (Mama Zwergpinscher, Vater Yorkshireterrier) vorgestellt, den wir bestimmt bald adoptieren, aber wir muessen erstmal um unseren Leon trauern, denn das hat er sich mit seiner sehr starken Persoenlichkeit und Treue verdient!
    Kerstin

    Danke auf jeden Fall fuer euren Beistand und die Tipps, aber Leon hatte den noetigen Impschutz.
    Ich habe vor ein paar Tagen ueber Vergiftungserscheinungen in einem anderen Forum gelesen, und da hiess es, dass gerade die Rattengifte sehr langsam wirken, und wenn nach ein paar Tagen der blutige Druchfall einsetzt, ist zu 90% nichts mehr zu machen.
    Hier auf Sardinien gibt es uebrigens in jedem Gartenfachhandel Rattengift bzw. Koeder frei zu kaufen. Mich hat so etwas nie interessiert..... wenn, dann haben wir eben die altbewaehrte Falle aufgestellt oder Papier mit Leim bestrichen und in die Mitte Kaese gelegt.

    Vielen Dank fuer Eure Antworten. Auch ich habe mehrmals die TA gefragt, ob nicht eventuell die Plastikpartikel schuld seien, aber sie meinte, im Magen sei nichts mehr drin gewesen, und die innerliche Blutung nach mehreren Tagen deute zweifelsohne auf Vergiftung hin. Er hatte ja auch anfangs noch normalen Stuhlgang. Die TA hatte anfangs eine Gastroenteritis sprich starke Magenschleimhautentzuendung durch die aufgenommenen Plastikteile diagnostiziert, nur sprach dem dann doch die dazugekommene innere Blutung dagegen. Vor ein paar Jahren ist unsere Katze an Gift gestorben, und der Verlauf der Agonie war derselbe wie bei Leon (Muskellaehmung, er konnte nicht mehr schlucken usw....).
    Leider wird hier auf Sardinien sehr sorglos mit Rattengift und auch Hundekoedern (Happen mit Glassplittern drin....) umgegangen. Man fragt sich, wer auf solche Ideen kommt.
    Werde mich baldmoeglichst nach einem neuen Hund umschauen, denn: man kann ohne Hunde leben, aber es lohnt sich nicht...
    Kerstin

    Hallo,
    mein erster Beitrag ist leider ein trauriger. Gestern ist unser Pinscher-Ruede Leon (nicht mal 2 Jahre alt) klaeglich gestorben. Vielleicht kann mir ja einer der Forum-Mitglieder Klarheit geben, ob es wirklich ein Giftkoeder (wie von der Tieraerztin vermutet) war....
    1. Tag: Wuergen, kommt aber nichts zum Vorschein, Verhalten normal.
    Abends hab ich dann das Baeuchlein massiert, am Morgen (2. Tag) danach Erbrechen von festen Bestandteilen mit gruenlichem Inhalt (wahrscheinlich Gras, um das versehentlich gefressene zu erbrechen), waren auch Plastikteile, wie von einer Plastiktuete dabei. Kein Appetit, nur Durst auf Wasser. Stuhlgang normal.
    3. Tag: kein Appetit (Tierarzt meint aber das ist normal, wenn wir erbrechen, haben wir auch am selben Tag kein Appetit mehr). Da Leon aber immer sehr kraeftig war, hab'ich mir keine grossen Gedanken gemacht. Dann Erbrechen von weisslichem Schaum (Speichel).
    4. Tag: Ziemlich apathisch. Beim Gassigehen kommt aus dem After ein kraeftiger Strahl (!!!) braunes Wasser und wenig geformter braeunlicher Kot. Sofort zum Tierarzt. Antibiotika und etwas gegen den Brechreiz. Leon beklagt sich, als die Tieraerztin den Unterleib abdrueckt, und scheint grosse Schmerzen zu haben. Sonst aber beweglich, mit leidendem Hundeblick :sad2: Daheim weiter apathisch. Futterverweigerung. Ploetzlich Abgang von blutigem Durchfall (fast nur braeunliches Blut). Wieder zum Tierarzt, Spritze gegen die Blutung. Die Koerpertemperatur faellt. Arzt meint, wir muessten mit dem Schlimmsten rechnen. Daheim unter eine Decke gesteckt, Tee mit Pipette gegeben. Staendiger Abgang von Blut. Fortschreitende Laehmung, nach 4 Stunden Tod.
    Uns geht es schlecht, mein Sohn (18) will die (einzige) Nachbarin verklagen, die wahrscheinlich Giftkoeder gelegt hat - wahrscheinlich um ihre heiligen Huehner vor den Fuechsen zu schuetzen....
    Hat jemand von euch Erfahrung mit aehnlichem gemacht (was ich eigentlich keinem wuensche....).
    Danke fuer eure Nachricht.