Hey....
Gammur
ja klar, er hat wahnsinnige Verlustängste.
Aber es ist echt manchmal so, dass ich mich immer wieder frage, wieso musste es so weit kommen?! Wie kann man einen Baby so etwas an tun, weil er war ja nur wenige Wochen alt, als er direkt alleine gelassen wurde...Ohne Vorübung, einfach alleine gelassen 
Und wir haben hier mit Bowie ein gutes Beispiel, warum ein Welpe möglichst viele Situationen und neues kennenlernen sollte...
Wir haben nämlich auch riesige Probleme mit Bowie was fremde Umgebungen angeht (mit ausnahmen wie Stadt, irgendwelche Gebäude etc)...Da bekommt er auf einmal Panik, er wird nervös, zittern, sendet viele Beschwichtigungssignale und kommt überhaupt nicht mit so etwas klar....
Ist ein anderer Hund dabei, geht es, dann ist er abgelenkt und konzentriert sich auch auf den anderen, aber wenn wir mit ihm alleine gehen, dann ist es echt aus
Er braucht dann erst mal lange bis er irgendwann wieder runter kommt und merkt, ok, es ist ja doch alles in Ordnung...
Glaubt mir, es ist oft nicht schön zu sehen, wie der eigene Hund so fertig mit den Nerven ist, ich leide da dann auch mit ihm, versuche ihm ja Sicherheit zu geben, aber das interessiert ihn nicht. Er schaltet dann komplett ab.....Manchmal hab ich das Gefühl, ich hab manchmal einen riesen Welpen, der erst noch alles lernen muss, wobei ein Welpe dafür noch viel zugänglicher ist, als ein 4 Jahre alter Rüde....
Aber ich muss auch sagen, dass es schwieriger ist mit dem eigenen Hund zu arbeiten, als mit einem "fremden", bei dem eigenen spielen doch noch sehr oft die eigenen Gefühle mit und es ist schwerer seine eigenen Fehler zu sehen... Ich hatte einige Zeit auch an mir gezweifelt, weil ich mit Bowie in meinen Augen nie wirklich weiter kam und bei anderen Hunden, mit denen ich gearbeitet hatte, klappte das immer super. Ich musste echt erst merken, dass es halt doch etwas anderes ist, ob man nun alleine mit seinem Hund arbeitet oder mit anderen Hunden und deren Besitzern...Habe es dann irgendwann geschafft mein eigenes Verhalten genau zu studieren in bestimmten Situationen und das brachte uns dann ungemein weiter, genauso wie meine "Positivliste", wo ich alles eingetragen hatte, was wir geschafft haben, um immer wieder vor Augen zu haben, dass es vorran geht... Man weiß oft, das und das sollst du nicht machen, aber manchmal macht man das so unbewusst (z.B. Leine kürzer nehmen), dass man sich erst selbst dabei erwischen muss.....
Auf jeden Fall weiß ich, dass ich niemals im Leben die Fehler machen würde, die Bowies Besitzer gemacht haben und dass wir unser bestens tun, dass es bei Diego anders ist.