Beiträge von Liekedeeler

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    Der Collie ist so wie bei jedem anderen Hund auch auf uns zugeschossen gekommen und erst kurz vorher dann abgebremmst. Erst kam das antasten und schnüffeln und dann wie üblich von meinem das Knorren.

    Dieses auf einen anderen Hund zuschiessen ist unter Hunden mehr als "unhöflich". So nähert man sich nicht. Also hat deiner darauf schon richtig reagiert und ihn abgewarnt. Wenn jemand Fremdes einfach so ungefragt auf mich lostobt und meine Individualdistanz verletzt, würde ich auch erstmal motzen. :D

    Wie gesagt, lass ihm einfach erstmal Zeit, überhaupt da anzukommen, wo er jetzt auf einmal ist. Für den Hund ist alles neu.

    Ich würde es meinen Hund entscheiden lassen, ob er Kontakt will, oder eben nicht. Er ist ein ehemaliger Strassenhund? Dann hat er bislang im Zusammentreffen mit anderen Hunden andere Wichtigkeiten gehabt, als das Spiel. ;) Ressourcen spielen auf der Strasse eine große Rolle.

    Nicht alle Hunde mögen spielen, oder Kontakt zu Artgenossen.

    So wie du ihn beschreibst, ist er unsicher und geht lieber auf Nummer Sicher.

    Du hast ihn erst seit 3 Wochen und er weiß noch überhaupt nicht, wo er steht. Alles neu, alles ungewohnt. Lass ihn erstmal Vertrauen zu dir fassen, das gibt ihm schon Sicherheit. Du bist seine Burg, du bist seine Bank. Du regelst für ihn, auf dich kann er bauen.

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    Kann ich ihm irgendwie beibringen / vermitteln das er den anderen Hunden vertrauen kann und mit ihnen ruhig ausgelassen spielen kann?


    Warum möchtest du das? Vielleicht will er das gar nicht und woher weißt du, dass er anderen Hunden vertrauen kann? :smile: Vielleicht kann er die "Sprache" der anderen Hunde viel besser lesen, als wir Menschen. ;)

    Wenn du jemand kennst, der einen souveränen, klar in der Körpersprache agierenden Hund hat, dann könntet ihr gemeinsam spazieren gehen. Ob er dann irgendwann den näheren Kontakt sucht, solltest du ihm überlassen.

    Lass ihn erstmal bei dir ankommen.

    Für mich klingt das nach Beschwichtigungspieseln. Deine Hündin ist ein Junghund, kein Welpe mehr. ;) Das nur am Rande.
    Wenn sie pieselt, bevor du überhaupt oben bist, hat sie womöglich vor irgendwas Angst. Vielleicht hat sie beim Vorbesitzer schlechte Erfahrung machen müssen, wenn sie in die Wohnung gepieselt hat und der Vorbesitzer hat beim Heimkommen dann gestraft? Ins Blaue geraten, wäre aber eine Möglichkeit. Sie verknüpft nun das Heimkommen mit Negativem und beschwichtigt daher von vornherein.

    Sie ist erst eine Woche bei euch? Ich würde das Pieseln ignorieren und kommentarlos wegmachen. Mit der Zeit dürfte sie lernen, das es keine Strafe gibt, wenn jemand heim kommt. Auch würde ich erstmal in Ruhe meine Jacke ausziehen, meine Einkäufe wegpacken, was auch immer und sie erstmal nicht beachten. So nimmt man dem Ganzen Szenario die Bedeutung. Nach einer Weile würde ich sie dann ruhig begrüßen, ohne großes TamTam. Irgendwann wird sie verstehen, dass das Heimkommen was Normales ist und (hoffentlich) dadurch auch ihre Angst verlieren.

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    Doch es geht.

    Ich kennen aktuell 3 Schäfer, die nichts anderes sind als "Begleithunde". Sie leben zufrieden in ihren Familien und sind sehr ruhige und gelassene Hunde.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    :gut:
    Ist von Schäfi zu Schäfi unterschiedlich, sehe ich auch so. Mein erster war auch total zufrieden als Begleithund. Mit ihm habe ich nichts gemacht, weil er vom Wesen her einfach sehr ruhig und ausgeglichen war, obwohl auch LZ.
    Mein Andor, oder auch mein Eloy wollen arbeiten und wären als "nur" Begleithund nicht zufrieden. :smile:

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    Den DSH sehe ich da als weitaus flexibler (auch wenn das manche Schäferhundler nicht gern hören), er bringt von allem etwas mit und in welche Richtung es geht, ist bei den meisten egal, Hauptsache es wird gearbeitet.

    Denke man muss da nochmal gesondert unterscheiden zwischen Gebrauchshund und Spezialist.

    :gut: :gut: Sehe ich genau so!

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    Danke für den Erfahrungsbericht.

    Ich werde jetzt erst Mal das Programm runterfahren, eventuell einen Trichter besorgen und der Sache einen Monat Zeit geben. Dann schaue ich weiter.
    Wäre ja schön, wenn sich das ohne Chip beheben lassen würde.


    Ich stimme Corinna zu. Bin auch der Meinung, dass du zuviel machst, aber daran willst du ja arbeiten und probieren ob es mit weniger Programm besser wird. ;)

    Mal zur Kastration: Ich kenne im Übrigen einen kastrierten Rüden, der das auch macht, zwar nicht in der Häufigkeit, aber in der Intensität. Bei ihm liegt es meiner Meinung nach am Stress. Von daher denke ich nicht unbedingt, das eine Kastra da etwas verändern würde. Nur mal so eingeworfen. :smile:

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    Okay, ich habe den Gebrauchshund im Sinne der Rasse gemeint - Schäferhunde sind Gebrauchshunde, oder liege ich da jetzt falsch?

    Ja, der DSH ist ein Gebrauchshund, aber kein Spezialist, sondern eher ein Allrounder. Er braucht nicht diese EINE Aufgabe, um glücklich zu sein, sondern ist vielfältig einsetzbar. Sei es im Sport, in der Rettungshundestaffel, als Diensthund verschiedener Sparten, oder auch als Mantrailer beispielsweise. Er will beschäftigt werden und nicht nur mitlaufen ist aber nicht spezialisiert auf eine Sache, wie z.B. das Hüten oder Jagen.

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    ute, wenn sie bei sowas gleich den hund nicht mehr wollen, ist es eigentlich für den hund ein glück, dass es sofort im th passiert ist und nicht erst, wenn er in der neuen familie ist. so blöd, wie es sich auch anhört.
    wenn das am anfang jemand mit meilo gemacht hätte, hätte derjenige auch einen pelzkragen umgehabt. ;)
    so ein hund muß zu jemanden, der die geduld hat und ihn schützt. der arme kerl muß die chance bekommen. erst mal vertrauen aufbauen zu können.

    ich finde ihn total klasse und hoffe, dass er den richtigen menschen finden wird. ;)

    gruß marion

    Gebe dir da vollkommen Recht. Es wäre unter den Umständen wohl sowieso gescheitert.