Tiny muss als Welpe nie ne Hündische Ansage bekommen haben, fürchte ich. Sie war da als Welpe total Naiv mit ihrer dumm Fiddelei und dem Lefzen gelecke. Selbst wenn ein Hund Zähnefletschend mir Mord Lust in der Leine hing, hing meine genauso in der Leine und wollte sich Wild Wedelnd Quer ins Maul legen
. Die war im ersten Lebensjahr richtig suizidal Unterwegs.
Als sie von einer Uralt Hündin dann mal nen Abschnapper bekam, vom Lefzen belecken fand ich das gar nicht so tragisch. War natürlich nicht drauf angelegt und Menschliche Fehleinschätzung, aber war für den Lerneffekt besser als alles was ich hätte beibringen können.
Entwickelte sich dann eigentlich alles recht gut von da an.
Das ich Bögen laufen wollte um manche Hunde rum, verstand das Junghunde Ding dann auch etwas besser.
Dann folgten die komischen Zyklus Phasen. Statt Reifer zu werden wurde meine davon nur mehr und mehr Krank und Gaga.
Ihr ist wichtig, mit niemanden einen Konflikt zu haben. Mit Hormonchaos und Körperlich schlechter Verfassung war sie während der Zyklusphasen wie von Sinnen, richtig Manisch. Hauptsächlich Menschen gegenüber. Sie war Komplett durch und nicht mehr Ansprechbar, hat wie im Wahn versucht die Mundwinkel des Menschen zu belecken der sie ansah. Musste se da manchmal Fixieren und konnt fühlen, wie wild ihr Herz pocht und das Gesicht alles war angespannt nach hinten.
So war sie aber nicht, außerhalb der Zyklus Zeiträume, in den Ruhephasen. Da war dieses Unterwürfige Gefiddel eigentlich nie son Thema.
Kastriert hat sie dann entsprechend Reife Entwickelt und jetzt braucht es schon Dynamik vom Gegenüber, damit meine ins gefiddel fällt. Wenn es ihr nicht gut geht, dann kriegt sie ein Thema mit Sozialem Stress. Ihr ist das Konzept wie Zähne zeigen aber auch komplett Fremd. Wenn ihr was zu viel wird, dann kommt sie in meine nähe und ich hol sie aus der Situation raus.
Mal als Beispiel heute: Ich war morgens etwas abgelenkt am Handy. Plötzlich schert Tiny aus, auf die Grünfläche. Ich verschaff mir endlich nen Überblick und siehe da, ein Hund der üblicherweise beim Frauchen immer Offline die Wildvögel Hetzt, wurde heute beim Mann an der Leine, an uns vorbei geführt. Tiny ist ohne das ich was sagen musste auf Abstand gegangen (hat sie aber durch Training so auch entsprechend als Lösung gelernt).
Später, wir laufen auf einer Kurvigen Brücke, ich sag ihr kurz "Warte". Ein anderer Hund latscht mit 2m Abstand ums Eck an uns vorbei. Beide Hunde total entspannt. 5 Meter weiter ein stürmischer Labrador tauchte an der nächsten Ecke auf, welcher schwer Atmend seinen Besitzer wie ein Ochse durch die Gegend zog. Irre viel Anspannung, irre viel Dynamik im Hund. Weil der Hund mit nem Kräftigen Satz halb vor uns sprang, gabs sogar nen Nasen Kontakt zwischen den Hunden, aber kein Grund für Tiny in Fiddelei auszubrechen. Ich braucht nur ein lockeres "Tinychen weiter gehts" aussprechen und meine schlendert gemütlich weiter.
Ein wenig später hätte das jedoch anders aussehen können. Wenn ich Tiny ins Wasser schicke und sie noch nicht gut Beschäftigt wurde zuvor, dann ist das die ersten Minuten ein wenig so, als würd ich nen halben Liter Kaffee in den Hund schütten. Frisch aus dem Wasser raus, wäre sie nicht so Cool an dem Schwarzen Labi vorbei marschiert, sondern hätte deutlich mehr Ansprache gebraucht.
Mit Ansprache mein ich ins Alltagsfuß nehmen und Aufmerksamkeit richtig zu mir holen.
Ist aber nicht immer so, dass die Erregungslage Hochfährt bei Waser Kontakt.
Mit Aufgabe das erste Mal ins Wasser schicken, da arbeitet sie ihre Aufgabe. Wenn sie vorher schon ausgelastet war, wirds auch nur als nette Abkühlung genutzt. Aber wenn sie noch Power hat und ins Wasser nur zum Planschen und Schwimmen soll, dann werden ab Wasser Kontakt alle Lebensgeister aufgeweckt
. Durch Training aber trotzdem noch mit Ansprechbarkeit und dreht dann nicht Hohl.
Also mit Management und Training kriegt mans ganz gut hin.
In der Großstadt lässt sich ungewollter Kontakt nicht immer vermeiden. Tiny hat hier ganz gut gelernt, dass nicht jeder Hund Aufregung Wert ist und sie einfach hinter mir bleiben soll und ich kümmere mich dann schon. Dann braucht der Hund auch nicht Fiddeln. Keinen kontakt mit Fremdhunden zu haben ist der Normal Zustand.
Sie kann auf Signal auf meine linke, oder rechte Seite wechseln, aber auch auf Signal hinter mir laufen.
Ebenso kommt sie auf Signal zwischen meine Beine und legt sich dann zwischen meinen Füßen ins Platz. Das schützt in Menschenmengen vor über griffigen Fremden Menschen, die den Labrador ungefragt streicheln wollen.
Und die Signale kann sie auch alle ausführen, wenn direkt neben ihr Menschen sie anlocken, oder andere Hunde sie anpöbeln.