ZitatWenn Dich das Thema ziemlich interessiert,
dann würde ich Dir mal raten dieses Buch zu lesen:
Es gibt noch ein weiteres Buch über Kastration!
Meintest du das hier:
?Und dann gabs hier mal einen guten Beitrag von Lucanouk
ZitatAlles anzeigenvorteile kastra: verhindern von nachwuchs, krebsprophylaxe bei einer frühkastra der hündin (mammatumore), krebsprophylaxe bei einer frühen kastra des rüden (prostata).
nachteile: wachstumsprobleme, inkontinenz, muskelabbau, adipositas, schliddrüdenprobleme (und vieles mehr)
wichtiger jedoch sind hier die auswirkungen auf die hündische psyche.
hündinnen: unsichere hündinnen können durch die hormonlage nach einer kastration vermehrt auf aggressionen als werkzeug zurückgreifen. war die hündin vorher einfach nur unsicher, heißt es nun "angriff ist die beste verteidigung."
der grund dafür ist die vermehrte produktion von testosteron.
auch auffallend: viele kastrierte hündinnen benehmen sich rüpeliger, rüdenhafter. das markierverhalten zeigt sich verstärkt bei frühkastratinnen.
hierzu gibt es einige studien.
eine persönliche beobachtung, die ich allerdings mit namenhaften kynologen teile (sie ist nur bisher in keiner mir bekannten studie verifiziert: frühkastratinnen neigen dazu funktionskreise zu vermischen und so unerwartete verhaltensketten zu zeigen (z.b. eine begegnung mit anderen hunden: hund zeigt eine freundliche soziale annäherung und fällt urplötzlich ins beute-fang-verhalten).
rüden: testosteron wirkt sich bei rüden positiv auf den cortisolspiegel aus, d.h. unkastrierte rüden sidn stressresistenter.
wird weniger testosteron gebildet, wie z.b. bei frühkastraten, kann das dazu führen, dass sich der betreffende rüde unsicher verhält.
im klartext: einen unsicheren, prolligen jungrüden zu kastrieren ist sein gesellschaftliches todesurteil. er wird noch unsicherer und wird zudem weder von rüden, noch von hündinnen als rüde aktzeptiert. hündinnen kloppen drauf, weil er wie n weib riecht und rüden klettern aus dem gleichen grund rauf.
was man auch nicht vergessen darf: einige rüden zeigen verhaltensprobleme, weil sie ihre eigene familie schützen. kastriert man diese, kann es sein, dass sie vermehrt das elternhormon prolaktin ausschütten.
und so hat man in der situation keine abhilfe geschaffen, im gegenteil: die produktion dieses hormons wird durch die kastration noch begünstigt...der schutz der familie wird nun erst recht verstärkt
fazit: einen unsicheren hund zu kastrieren bringt eine menge nachteile - besonders für das tier selbst.