So, dann ich, als großer Zweifler...aber hatten wir das Thema nicht schon mal? Nun gut...
Lass es! Tu dir das nicht an. Ihr beide seit unerfahren in der Aufzucht von Welpen und in der Mehrhundehaltung. Ihr könnt noch gar nicht abschätzen, was da auf euch zukommt. Ich selbst habe ja auch zwei Hunde mit gleichem Geschlecht und bin da auch überhaupt nicht abgeneigt. Aber nicht das gleiche Alter und keine Geschwister. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Konstellation schief geht ist meiner Meinung nach ungleich größer, als andere Konstellationen. Wir haben hier im Thread ein paar Leute, die auch nicht lange gewartet haben um den zweiten Hund zu holen, aber nie aus einem Wurf. Selbst die Züchterin rät euch ab und das würde ich nicht bedenkenlos wegwischen.
Für mich ist das eigentlich das wichtigste Gegenargument. Über alles andere kann man reden. Aber ich denke, dass ihr euch das deutlich leichter vorstellt, als es tatsächlich ist. Meine Jules ist wirklich nicht so einfach. Sie ist sehr unsicher und braucht deutlich mehr Kontrolle als meine kleine Sheltiehündin. Sie ist mein Verlasshund. Du glaubst gar nicht, wie schwer und anstrengend ein Spaziergang sein kann, wenn man alleine ist und mit zwei unerzogenen Hunde unterwegs ist. Und das wären die beiden Jungs. Ich kann mich ohne schlechtes Gewissen auf Jules konzentrieren, während Lilly hinterherstiefelt und ihre Schnüffelrunden genießt.
Der nächste Punkt ist der, dass man meiner Meinung nach zwar Hunde nehmen sollte, die ähnlich ticken, aber sie sollten sich auch ergänzen. Was ich damit sagen will, zwei mental und körperlich gleich starke Hunde machen öfter Probleme. Bei uns ist es so: Jules ist zwar unsicher was die Umwelt angeht, jedoch nicht bei anderen Hunden. Sie hat sehr viel Geduld, auch mit Welpen (mal sehen wie sich das ändert, wenn sie richtig erwachsen ist), aber wenn ihr was gegen den Strich geh, dann zeigt sie das deutlich. Wie man so schön sagt, die läßt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Lilly dagegen ist, obwohl älter und reifer, deutlich unterordnungsbereiter. Klar sagt die auch ihre Meinung, auch gegenüber Jules, aber sie "streitet" nicht gern und gibt lieber nach. Zwei Jules hier gäbe unter Umständen öfter Auseinandersetzungen.
Auch wenn das Argument Geld und Zeit und das ganze Umfeld nicht zählt...zwei Welpen schränken ein. Die gucken sich den Blödsinn auch gegenseitig ab. Was ist, wenn das so anstrengend ist, dass dein Mann nicht zum Arbeiten kommt? Was, wenn die zwei erwachsen werden und eben nicht mehr verstehen? Wisch bitte die ganzen Gegenargumente nicht einfach so beiseite. Genießt die Zeit mit eurem Welpen und gebt euch noch ein paar Monate. Wenn euer Kleiner erwachsen wird, und ihr dann sagt, ok das klappt alles super, wir gucken uns um, dann kann man immer noch einen Züchter besuchen.