Es läuft doch immer wieder auf das Gleiche hinaus....
...es gibt Lerngesetze, die stehen fest. Das Positive kann es ohne das Negative nicht geben. Belohnung kann es ohne Strafe nicht geben. Die Frage ist doch nur, in welcher Form und Intensität wendet man das Ganze dann an.
Ich selbst bin nicht der Meinung, dass ich nur über Belohnung arbeiten kann. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass es an meinen Fähigkeiten liegt, was evtl. sogar stimmen könnte, aber ich glaube auch nicht, dass es generell möglich ist. Viele Beispiele hier finde ich auch nicht so gut gewählt und es wird mir zu wenig zwischen Training und Alltag unterschieden. Ich selbst sehe schon einen großen Unterschied darin, ob ich dem Hund nun etwas Neues beibringe, oder einfach auf ein Verhalten im Alltag reagiere.
Ich habe ein, wie ich finde, schönes Beispiel. Meine Jules, neigt dazu, sich selbst etwas zu unterschätzen. So passiert es ab und an, dass sie in ihrem Spielwahn wild ins Bett springt, egal ob wir da liegen oder nicht. Die ist trampelig ohne Ende. Nun kann man einfach sagen, dass die nicht erzogen ist...klar ist das so, aber dahin müssen wir ja erstmal kommen. Tja, was also passiert dann bei uns? Hund fliegt durchaus schon mal unsanft aus dem Bett. Ignorieren werde ich sowas sicher nicht, Belohnen auch nicht. Also was bleibt mir noch? Achja, trainieren, dass sie erst fragt, bevor sie ins Bett kommt. Das wiederum will ich aber nicht. Das soll sie frei entscheiden können. Sie soll nur lernen, Rücksicht zu nehmen. Also folgt auf eine grobe Aktion ihrerseits eine grobe Reaktion meinerseits. Hund kommt vorsichtig ins Bett = wir kuscheln, Hund springt wie ein Berserker auf uns rum = Hund fliegt raus.