Beiträge von TanNoz

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    Würde mich auch mal interessieren. Wenn nicht, dann wäre das vielleicht ein Lösungsansatz. Katze oder Kater?

    Das bezweifle ich. Das Verhalten ist ja nicht sexualmotiviert. Und so jung ist der Kater auch nicht mehr, das wird schon sehr gefestigt sein.

    Auch wenn das für Außenstehende immer irgendwie komisch klingt, aber so eine aggressive Katze kann echt böse sein. Ich hatte mal so einem Fall, als ich noch in einem Tierheim gearbeitet habe. Die arme Frau sah aus wie aus dem Schlachthaus. Die ganzen Waden komplett blutig und blau. War echt kein schöner Anblick.

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    Ausschließliche positive Verstärkung dauert eben und erfordert mehr Management und sicherlich gibt es viel mehr Rückschläge für Mensch und Hund, als wenn man alle 4 Formen anwendet. Ins Lächerliche ziehen sollte man sie trotzdem nicht, nur weil andere HH eben keine Strafe anwenden wollen oder können

    Ich denke das gilt für beide Seiten. Wie oft liest man denn, dass man ein "Tierquäler" sei, nur weil man eben nicht nur mit Leckerchen arbeitet, sondern eben bewusst auch mit Strafe. Dann heißt es ganz schnell man prügelt seinen Hund, oder dergleichen. Ich selbst für mich gebe auch lieber eine klare Ansage und unterbreche ein Verhalten körperlich, also monatelang Leckerchen zu geben, wenn der Hund es nicht zeigt. Für mich ist das klarer und fairer.

    Beispiel: Meine Colliehündin wird gerade erwachsen. Mental gesehen ist sie eindeutig die Stärkere bei meinen beiden Mädels, körperlich sowieso (wiegt fast das doppelte). Manchmal weiß Madame noch nicht so genau wohin mit den ganzen Hormonen und will meine ältere Hündin kontrollieren und begrenzen. Kommt selten vor, aber passiert. Wenn sie das macht gibts von mir sofort die rote Karte. Heißt, ich sage etwas und wenn sie nicht sofort aufhört wird sie abgedrängt. Das ist für sie eindeutig und auf genau das (Fehl-)Verhalten bezogen. Jetzt zu klickern, wenn sie das nicht macht, macht keinen Sinn...sie kann dann nie und nimmer eine Verknüpfung zu dem falschen Verhalten herstellen.

    Das Schlimme für mich an der Sache ist nicht, dass jemand sagt, er macht viel mit Leckerchen, sondern dass bei vielen in so einer Diskussion die Begrifflichkeiten nicht klar sind, sie die sich selbst anders definieren und auch selbst nicht erkennen, wie sie arbeiten. Und da kommen wir wieder an den Punkt, dass es streng gesehen kein Arbeiten ohne Strafe gibt.

    PS: Und noch ein letztes zu dem gerne genutzten Beispiel mit dem Herd. Wer von uns hat sich noch nicht verbrannt? Wir scheuen die heiße Herdplatte nicht, weil Muttern das immer gesagt hat, wir scheuen sie, weil wir gespürt haben, was passiert, wenn man drauf langt. Jedes Kind wird früher oder später doch an etwas heißes fassen und sich verbrennen. Erst dann wird klar, warum Muttern immer sagt, Finger weg, das ist heiß.

    Also der Sinn hinter dem Thread ist mir nicht ganz klar, aber gut. Was mich noch brennender interessieren würde, was hat der Hund denn gemacht, dass du jetzt so umschwenkst? Einerseits schreibst du wie toll sie ist, andererseits gehst du so einen aggressiven (klingt zumindest für mich erstmal so) Weg?

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    Ich denke, daß liegt daran, daß es für einen Hund wesentlich einfacher ist in (extrem) hoher Erregungslage nach einem Stopp-Befehl ein erlerntes Alternativverhalten abzuspuhlen als sich in solchen Momenten noch zusätzlich überlegen und entscheiden zu müsssen: "Was tue ich jetzt?".

    Das denke ich auch. Aber bei einem "nein", wenn man aufs Sofa will, oder einen "Laß mich jetzt in Ruhe" ist meiner Meinung nach kein Alternativverhalten zwingend notwendig. Unter normalen Umständen sollte da ein Hund nicht in einem so hohen Erregungslevel sein.

    Musst halt etwas aufpassen. Speckig soll er ja nicht werden. Wie gesagt, ich habs lieber etwas zu dünn als zu dick in dem Alter. Jules hat jetzt mit knapp 2 Jahren erst zugelegt. Vorher war die rappeldürr. Aber durch das Fell hat man es eben nicht gesehen.

    Ich würde langsam anfangen und kleine Portionen geben. Bei uns gehen wie gesagt Kohlenhydrate super, dagegen Fett schwerlich. Das kann schon zu fettes Fleisch sein und es gibt Durchmarsch. Wenn Haferflocken schwierig sind, würde ich Hirse probieren. Die ca 10 Minuten kochen und dann gut ziehen lassen. Hirse gibts mittlerweile überall und hat auch ziemlich viel Energie. Zusätzlich kann man dann eben Fett probieren und schauen, was er besser verträgt. Ich denke eine Kombination aus beidem wäre am besten.

    Haferflocken ansich brauchst du nur in kochendem Wasser einweichen. Ist halt die Frage, ob er das frißt, wenn ihm Futter eh nicht so wichtig ist. Du kannst auch noch fetten Quark druntermischen, wenn er so etwas mag. Ich würde aber aufpassen...wenn er eh kein großartiger Fresser ist, würde ich schauen, dass ich die Kalorien in kleinen Mengen unterbringe. Es nutzt ja nichts, wenn er den Haferbrei dann frißt, aber sonst nichts anderes mehr.

    Wieviel wiegt er denn, bzw. sollte er wiegen?