Hallo CAT82,
ich habe leider vor kurzem ein ähnliches Thema erlebt: Meine Freundin geht morgens mit unserem Labi(16 Monate) Pipi, als ein als agressiv bekannter Mischling(Weibchen) ohne Vorwarnung auftaucht und sofort zubeißt. Unser Hund hatte sich schon auf den Rücken gelegt und bekam entsprechend den Biß voll in die Bauchdecke. Die Besitzerin war Gott sei Dank zur Stelle und konnte den Hund zurückrufen. Unser Hund ist von dem gleichen Hund vor Monaten schon mal gebissen worden, allerdings ohne Folgen(körperlich wie seelisch). Diesmal sieht die Sache ganz anders aus: Hundi hat eine lange Bißwunde in der Bauchdecke und viel schlimmer, sie ist traumatisiert von allen neuen Hunden, die jetzt auftauchen. Sie war vorher ein extrem freundliches Tier zu Mensch und Tier, jetzt hat Sie vor neuen Hunden nur noch Angst. Ich habe bei der Polizei angerufen(Karlsruhe) und wurde an die Hundestaffel verwiesen. Tatsächlich stand eine Stunde(!) später ein Grüner bei mir im Büro und hat den Vorgang aufgenommen. Der Hund wird jetzt in die Hundestaffel einbestellt und muß einen Wesenstest machen. Je nach Ausgang bekommt er einen Leinzwang, der bei Nichtbefolgen mit ziemlich hoher Geldbuße belegt ist. Ich habe daraus gelernt, das es niemanden nützt, wenn man Mitleid oder Verständnis mit bissigen Tieren/Hundebesitzern hat, da man die Problematik auf den nächsten Vorfall verlagert. Hätte ich den Vorgang sofort gemeldet, wäre unserem Hund der zweite Biß erspart geblieben. Im Nachhinein habe ich erfahren, das dieser Hund schon einige Hunde gebissen hat, die Besitzterin aber immer beruhigen konnte. Der Hund kann nichts dafür, aber der Halter muß sich seiner Verantwortung stellen und entsprechend handeln. Wir sind nun dran, unseren Hund aus diesem Trauma wieder rauszuholen, wird aber wahrscheinlich lange dauern. Für das Thema Traumaverarbeitung wären wir für jeden Tip dankbar.
Grüßle aus Karlsruhe
Armin & Shira