Mal ohne blabla, grundsätzlich ist es immer das selbe wie das aufgebaut wird.
Man sucht sich eine Sache, die der Hund gerne haben mag, aber nicht bekommen soll. Ob das nun das fordern von Leckerlies, das hinlaufen zu anderen Hunden ist, oder ob der Hund jammert weil er nicht ins Bett darf. Eigentlich ist es vollkommen irrelevant WAS es ist.
Man setzt dem Hund diese Sache in abgeschwächter Form in reizarmer Umgebung vor (also ein nicht sooo tolles Leckerlie, einen ihm bereits bekannten Hund, usw.). Man fordert vom Hund ein so lange zu warten, bis die Freigabe des HH kommt. Wichtig ist, dass der Hund anschließend dafür belohnt wird, und zwar wirklich belohnt, also mit einer echt tollen Sache.
Man beginnt in ganz kleinen Schritten, so soll der Hund zB 5 Sekunden vor einem am Boden liegenden Leckerlie warten, schafft er das wir er mit einem besseren Leckerlie belohnt (oder Spielzeug oder was auch immer). Wichtig ist zu Anfang, dass man nicht mit dem ultimativen Objekt der Begierde beginnt.
Der Hund lernt dabei, dass es nicht nachteilig für ihn ist etwas nicht zu bekommen was er in dem Moment gerne will. Zieht man das regelmäßig und konsequent durch, kann man den Reiz steigern und die Belohnung "verringern".
Irgendwann ist man dann so weit, dass der Hund zB bei seinem ultimativen Lieblingsleckerlie wartet und mit einem verbalen Lob stattdessen zufrieden ist. Das ist aber, je nach dem wie gut der Hund Frustration schon bei seiner Mutter ertragen musste (die bringen das normalerweise bei) ein mehr oder weniger langer, mühsamer Weg.
Hat man auf dem Belohnungsweg ein gewisses Level erreicht, bringt man dem Hund bei, dass er gewisse Dinge zu einem Zeitpunkt einfach nicht haben kann. Er hat vorher durch Belohnung gemerkt, dass es nicht sooo schlimm ist und kann dadurch schon besser damit umgehen. Er wird dann auch verkraften, wenn es sich nicht mehr für ihn lohnt, weil es ihn nicht mehr in stress versetzt das Objekt seiner Begierde vor sich zu sehen.
Also im Grunde genommen läuft alles darauf hinaus, dem Hund den Stress zu nehmen.
Grundsätzlich ist das in jeder beliebigen Situation anwendbar.
Ich persönlich würde immer mit der Leckerlie-Methode beginnen, da Hunde in reizarmer Umgebung darauf eigentlich immer reagieren. Der Grund warum Hunde frssen verweigern ist so gut wie immer ein zu hohes Erregungslevel, was ja in reizarmer Umgebung nicht vorhanden ist.
Und noch was: Lasst Euch Zeit damit, sowas ist eine schwierige Sache, bei der man einiges kaputt macht wenn man zu schnell und hart vorgeht :)
Ach ja, Frustration ist immer ein generelles Problem, nicht wirklich auf eine Sache bezogen. Nur die Auswirkungen richten sich nach der Intensität des "haben/tun wollens".