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Ich habe mir nur überlegt, dass nach dem, was du beschreibst, meine Laya ja quasi auf einer Stufe ist, die von Pinsels Zustand aus gesehen ein Fortschritt wäre.
Auf jeden Fall. Die meisten "Problemhunde" sind in einem besseren Zustand als er. Das glaubt nur selten einer bei zB Gruppenseminaren, weil der Hund doch eh sooo brav ist. Das ist ja der Jammer ![]()
ZitatErst wünscht man es sich und dann verbietet man es in den meisten Situationen wieder. Also habe ich mich gefragt, ob das falsch von mir ist. Ob ich ausschließlich am Aufbau des Selbstvertrauens arbeiten und ihr Knurren/Bellen so hinnehmen sollte.
Nein, ich sehe das nicht als falsch an. Man kann das schließlich ja auch unterbinden ohne das Selbstvertrauen erneut anzuknacksen.
ZitatWas würdest du denn machen, wenn sich dein Hund nun zu meinem entwickeln würde? Wärst du so froh über diesen Schritt, dass du ihn so sein lassen würdest oder wäre nicht nach ein paar Monaten auch der Punkt erreicht, wo du sagst: "Ich freue mich ja über dein neues Selbstbewusstsein, aber jetzt müssen wir im Interesse unserer Mitmenschen daran arbeiten, dass du umgänglicher wirst."?
Das käme darauf an wie intensiv das Verhalten dann wäre.
Aber grundsätzlich ist schon angedacht nach einem solchen Fortschritt das Verhalten dann zu beeinflussen, wenn es nötig ist.
Es ist ja nicht gesagt, dass nach dem Lernen des Grenzenziehens, diese Grenzen ungerechtfertigt gezogen werden.
Die Sache ist die, dass sobald der Hund sich abgrenzen kann und nicht unter Dauerstress steht, die Situationen auch wesentlich logischer verarbeitet und verknüpft werden. Soll heißen, damit sollte auch theoretisch die Angst wegfallen, da sie ja nicht auf schlechten Erlebnissen beruht, sondern aufgrund falscher Wahrnehmung besteht.
Aber JA, wenn er dann unerwünschtes Verhalten zeigt wird natürlich daran gearbeitet (dann ist es ja auch möglich).