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Roots (also besagter jetzt 9jährige Husky) ähnelt da schon auch ein bisschen, aber halt alles viel schwächer. Auch er ist sehr zurückhaltend und fordert absolut nie. Er ist IMMER freundlich zu allem und jedem, Mensch und Hund. Auch er ist im Rudel immer ganz unten gewesen.
In der Wohnung hat er schon sehr lange gebraucht, bis er so RICHTIG aufgetaut ist. Und noch jetzt liegt er fast ausschliesslich auf seinem Polster herum, und das wars. Es war das totale Highlight, als er sich vor 3 Monaten nach fast einem Jahr zum ersten mal in den Hundekorb (Weidenkorb mit dicken Hundepolster drin, das bequemste Teil, das wir haben) gelegt hat. Wenn man ihn ein mal so richtig schimpft (*du darfst nicht in die Futternäpfe der anderen pinkeln*) meidet er einen dann einen guten Tag lang, auch wenn man dann sofort dagegen arbeitet.
Ja das klingt schon sehr ähnlich. Das mit dem "schimpfen" vor allem.
Wenn ich mit unserem anderen Hund so "schimpfen" würde wie mit Pinsel lacht er mich aus. Pinsel hingegen beschwichtigt schon bei einem strengen Blick. 
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Nur: Draussen mit den anderen Hunden ist Roots einfach nur glücklich. Stadttrubel macht ihm absolut nichts, und wenn er ziehen darf, dreht er komplett durch vor lauter Begeisterung. Er hat also schon seine richtig grossen Freuden im Leben. In der Wohnung versuchen wir weiterhin ihn zu animieren (wir animieren ihn zu Dingen, die wir den anderen verbieten
, aufs Sofa kommen, was vom Tisch kriegen, einfach mal was TUN).
Genau das wurde uns auch geraten und tun wir auch. Jede Aktion ist was positives. Funktioniert toll in der Wohnung, lässt sich aber draussen sehr schwer umsetzen.
{quote]1,5 Jahre, das ist ja auch nicht soooo viel. Wenn ihr ihm viel Ruhe lasst, ihm immer wieder vorsichtig und mit seinem Tempo neue Dinge zeigt und ihn einfach selber kommen lasst (= irgendwann wird er doch auch selber neugierig werden, und sich die *gefährlichen* Dinge anschauen, oder?), dann wird das schon.[/quote]
Nein, es ist nicht so wahnsinnig lang. Es ist auch nicht so, dass wir jetzt ungeduldig sind, nur manchmal etwas frustriert. Nicht weil es langsam weitergeht und wir uns das nicht antun wollen, sondern weil ess dem Hund nicht gut geht damit.
Er schaut sich schon Dinge an, hat auch zB keine Angst mehr vor vorbeifliegenden Plastiktüten oder so.
Vielen Dank auf jeden Fall für deine aufbauenden Worte 
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Er vertraut ja euch immerhin schon, das ist ja schon mal klasse.
Uns hat er lustigerweise ab dem ersten Tag geliebt. Wir kennen ihn ja schon über 3 Jahre, und wir waren die ersten zu denen er von selbst gekommen ist und sich mit seinem Rücken zu uns gesetzt hat. Anschließend ist er uns bis in die Achselhöhle "gekrochen" mit dem Kopf 
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Ich weiss nicht, ob nicht ihr mit der Situation mehr Probleme habt, als Pinsel. Vielleicht ist er ja einfach einer, der am Liebsten nur den ganzen Tag in Wohnung und Garten herumhängen würde, und der das einfach nicht so braucht andauernd neues zu entdecken. Das entspricht ja auch dem, wie er sein Leben bis jetzt verbracht hat, und unglücklich war er da ja anscheinend auch nicht.
Ich weiss natürlich nicht, wie euer Hundealltag aussieht. Wenn man in der Stadt lebt, ohne Garten, hat man natürlich nicht die Wahl, da muss der Hund raus, ob er will oder nicht.
Wahrscheinlich haben wir damit ein größeres Problem als er. Das glaub ich auf´s Wort.
Wir haben uns schon oft gefragt, ob er irgendwo am Land in einem Garten nicht besser aufgehoben wäre. Aber wir können ihn unmöglich weg geben. Es ist trotz allem einfach unser Seelenhund. Das ist vermutlich zu egoistisch, aber das kann/will ich nicht ändern.
Und ja, wir müssen raus, da führt kein Weg dran vorbei. Grundsätzlich stört uns auch sein Verhalten draussen nicht, aber nachdem das bereits körperliche Schäden verursacht hat muß es geändert werden.
Aber wie gesagt, wir befinden uns am Weg der Besserung, und wenn es uns eventuell mal gelingt, dass er mehr aus sich rauskommt, reicht das auch schon. Erziehung ist dann Nebensache, obwohl die dann sowieso von selbst läuft 