Beiträge von brush

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    Und wenn er dann schnappt wie reagiert man da drauf?

    Dann würde ich mir mal überlegen was da schief läuft.
    Reagieren würde ich vermutlich so, dass ich ihm in Zukunft eine Leine anlege, bis ich das Problem behoben habe.
    Oder ich knall ihm eine.
    Je nach Bauchgefühl.

    Aber nochmal, das schnappen hat nichts mit dem knurren zu tun. Und um das geht es ja ;)

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    Also ein no-go für mich persönlich beim knurren ist loben und aber auch auf gut deutsch gesagt ein "abwamschen" des Hundes.

    Kommt für mich drauf an. Wenn das knurren ein Fortschritt ist, dann schon ;)

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    Will ich ihm ein Schweineohr abnehmen - so spannt er sich zwar an und fixiert mit seinem Blick meine Hand, knurrt aber nicht und würde auch nicht schnappen.
    Spreche ich ihn ruhig an und sage einfach nur "leg´s hin", dann ist es für ihn das Signal, "alles ok, Frauchen gibt es mir gleich wieder".

    Ich versteh ehrlich gesagt den Unterschied nicht, ob er nun fixiert oder knurrt.

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    Wir verständigen uns manchmal nur rein durch Blicke - ich wüsste wirklich nicht, was ihm den Anlass geben könnte mir drohen zu wollen, oder mich gar zurechtweisen zu wollen.

    Versteh ich. Das setzt allerdings voraus, dass du deinen Hund immer richtig behandelst.
    Ich kann das von mir leider nicht zu 100% behaupten.

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    Und was macht ihr wenn sich der Hund nicht weg schicken lässt? Wenn man ihn dann weg schieben will bzw. ihn noch anfässt wird er bestimmt auch schnappen. (Wenn er vorher schon geknurrt hat)

    Dann hat das aber ursächlich nichts mit dem knurren an sich zu tun ;)
    Wenn ich das dann unterbinde, wird er das nächste öder übernächste Mal gar nicht mehr knurren und gleich schnappen.

    Außerdem ist es wirklich nicht gesagt, dass er nach dem knurren schnappt. Ein Knurren ist nicht immer eine Warnung. Es ist ein distanzforderndes Signal. Wie der Hund reagiert, wenn diese Distanzforderung nicht eingehalten wird, hängt vom Hund ab.

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    Irgendwer hatte gesagt, das er Weihnachten nicht feiert, weil das nur noch Kommerz sei: Weihnachten ist genau das, was jeder für sich draus macht.

    Seh ch genauso. Wobei es für mich ein kommerzielles Fest ist, und ich das für mich zB auch gut finde. Ich mag Geschenke :D

    Also unser "rangniedriger" Hund knurrt unseren "ranghöheren" Hund auch an, wenn ihm was nicht passt.

    Genauso, wie der eine mich schon angeknurrt hat, wenn ich mich daneben benommen habe. Ich finde das ganz logisch.
    Es hängt natürlich stark davon ab, in welcher Situation sowas passiert. Bedränge ich den Hund und er kann sich nicht entziehen, darf er natürlich knurren.
    Wenn er wo liegt, wo ich hin muß und er knurrt mich an wird er weggeschickt (wobei das noch nicht vorgekommen ist).
    Aber den Hund für seine Kommunikation zu bestrafen, halte ich für verkehrt.
    Und nur weil er knurrt, heißt das doch noch lange nicht, dass ich die Sache die ich vor hatte nicht mit ihm machen kann. Auf knurren muß nicht automatisch schnappen folgen. Es kann genauso gut sein, dass der Hund sich seinem Schicksal fügt. Wenn ich das knurren aber ständig unterbinde, und mit etwas negativem verknüpfe ist die Chance, dass der Hund sich anders "wehrt" natürlich höher.

    Ansonsten kann ich mich nur uneingeschränkt Pueppy´s Beitrag anschließen.

    hm, ich hab jetzt nochmal nachgelesen, und du hast recht. Oder zumindest nicht unrecht :lol:


    2.2.5.5 Bewegungsaktivität
    LOEFFLER (1990b) und SCHNEIDER-HAISS (1990) vermuten, dass frühe,
    übermäßige Bewegung des jungen Hundes zu einer stärkeren Ausprägung der HD
    führt.
    SCHMERAK (1992) kann in einer Studie mit 700 Tieren keinen signifikanten Einfluss
    der Bewegungsaktivität auf den Hüftstatus feststellen. Allerdings sind Tiere, die in der
    Wachstumsphase täglich weniger als 15 Minuten oder mehr als eine Stunde bewegt
    wurden tendenziell stärker von HD betroffen.

    Quelle: POPULATIONSGENETISCHE ANALYSEN ZUR HÜFTGELENKSDYSPLASIE BEIM ROTTWEILER
    I n a u g u r a l - D i s s e r t a t i o n zur Erlangung des Doktorgrades beim Fachbereich Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen

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    Das ist doch genau der Knackpunkt - die genetische Disposition. Da sind wir uns doch völlig einig.

    Die Frage war hier, ob die TS (und andere) die HD verursacht hätten und deshalb der Züchter alle Ansprüche damit abtun könne. Die Frage kam auf, wie ein HH mit HD-Hund dann nachweisen könne, dass er die HD nicht höchst-selbst verursacht hat, indem er den Hund falsch belastet hat und ihm ein *falsches* Futter gab.

    Oder habe ich dich jetzt falsch verstanden?

    Ich verstehe das so:
    Verursacht per se natürlich nicht, begünstigt natürlich schon. Je nachdem wie stark ausgeprägt der Grad der HD wäre, kann man auf das "ausbrechen" der Krankheit natürlich Einfluss nehmen.
    Ich hoff ich bring das so rüber wie ich meine :???:
    Jetzt hart gesprochen, jeder Hund hat die Veranlagung zur HD, die natürlich variiert. Ist diese sowieso stark ausgeprägt, wird man in der Aufzucht nicht allzu viel tun können (wobei man da meistens noch eine Stufe aufwärts zusammenbringen kann). Ist sie schwach ausgeprägt, kann man natürlich auch vieles falsch machen, was die schwere der HD begünstigen würde.
    Das ganze jetzt in ein rechtliches Schema zu bringen ist aber da vermutlich aussichtslos, weil man ja nicht sagen kann wie "stark" die Veranlagung an sich war.

    Aber darüber einig, dass man HD nicht verursachen kann sind wir uns auf jeden Fall :smile:

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    Nochmal - eine falsche Fütterung oder Bewegung (z.B. Treppensteigen) macht aus keiner Anlage-A-Hüfte eine E-Hüfte. Die Beeinflussung durch solche Faktoren ist da, wird aber von Medizinern als gering eingeschätzt. Auch unser TA, der u.a. zertifiziert ist für die Auswertung bei HD-Gutachten, schätzt das so ein. HD ist und bleibt eine Erbkrankheit.

    Entschuldige, natürlich hast du mit der Aussage recht, aber ich kenne keinen Hund bei dem die genetische Disposition nicht vorhanden ist.
    Ich bin mir 99% sicher, dass es nur Hunde gibt deren Ahnen irgendwann mal HD hatten (und sei es nur B, damit kann es schon weitervererbt werden, und über den Grad der Vererbung kann immer noch keine Aussage getroffen werden).