Willst du wirkich nicht mal die Körperbandagen ausprobieren?
Im Moment eher nicht, weil das mit dem Geschirr gut zu klappen scheint. Sollte das dann irgendwann nicht mehr so sein, wird mir eh nix anderes übrig bleiben
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Was hat Pinsel jetzt nach Testung geholfen, was macht ihr zur Zeit?
Schlußendlich geholfen hat aus meiner Sicht: - Das Anti-Stress-Programm - Viel individuelle Zeit für Pinsel ohne Louis - Clickern mit Null Erwartungshaltung - Das Geschirr - etwas Tellington Touch - Viele Freiheite, wenig Grenzen. Diese aber klar und deutlich, durchaus auch etwas härter durchgesetzt
Ich kann nicht genau sagen, ob das ganze schneller gegangen wäre, wenn wir diese Dinge von Beginn an durchgezogen hätten. Solang er nicht auf normalem Stresslevel war, denke ich hätte alles andere nix gebracht. Seit er aufnahmefähig ist, klappt auch das andere wesentlich besser.
Im Moment gibt´s eigentlich nur viel Ruhe und wenig, dafür sehr intensiv verbrachte Zeit mit ihm.
Ich habe jetzt einmal den ganzen Thread gelesen. Ich wusste gar nicht, dass Pinsel so viele Probleme hat(te).
Übrigens ich liebe diesen Namen! :yes:
Aber ich finde das klasse, was ihr alles macht, um seine Situation zu verbessern! Hut ab!
LG Lexa
Dankeschön
Naja, das Pinsel Probleme hat kommt in den üblichen Threads in denen ich antworte nicht wirklich rüber, da er bei Dingen wie Stubenreinheit, Alleinebleiben, Leinenaggression, Leinenführigkeit, Schnappen, generelle Aggression, Probleme mit Artgenossen, Gehorsam bei läufigen Hündinnen, usw. kein Problem hat Er ist für den Halter wirklich ein absolut pflegeleichter, angenehmer Hund
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Wir haben nur einen Hund. Ich stelle mir das auch sehr schwierig vor. Wie nimmt Louis die Unterschiede auf ? Hat er sich seitdem verändert ? Wahrscheinlich ist er ja auch ein bisschen Nutznießer in Pinsels Fahrspur, oder ?
Jain. Louis ist echt ein komplett anderer Hund. Bei ihm kann man sich keinen Fehler erlauben, der nutzt das kompromisslos aus. Er braucht auch wesentlich härtere Ansagen. Durch das vor allem anfängliche hin und her, ist natürlich ein Teil der Erziehung verloren gegangen. Ich denke auch, dass er in dieser Zeit etwas unsicherer geworden ist, weil er auch unseren Zwiespalt bemerkt hat. Mittlerweile haben wir eine gute Mitte gefunden, die sicher auch für Louis positiv ist.
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Armer Pinsel. Was hat er erlebt, dass er sich so verhält ? Die Vorgeschichte auf der ersten Seite habe ich natürlich gelesen. Meinst Du er wurde in Dänemark evtl. auch schlecht behandelt oder geht es wirklich auf die mangelnde Prägung und Eingewöhnung zurück? Nicht böse sein, falls Du es schonmal erklärt hattest.
Wir kennen Hanne (die Züchterin aus Dänemark) mittlerweile recht gut, und sind davon überzeugt dass ihm nichts böses angetan wurde. Er hat einfach nichts kennengelernt und ist schnell überfordert. Das "Pech" ist prinzipiell, dass Pinsel einfach ein besonders sensibler Hund ist, auf dessen Wesen von Beginn an mehr Aufmerksamkeit hätte gerichtet werden müssen. Wie es ihm dann in Ö ergangen ist, kann ich nicht 100% sagen. Ich will mich hier auch dazu nicht äußern. Ich weiß, wie die Erziehungsmethoden dort waren, und dass die Zeit gefehlt hat besonders auf ihn einzugehen. Er hat ja auch dort außer Garten und Ausstellungen nicht viel kennengelernt.
Ich bin aber mittlerweile der Meinung, dass sehr viel an uns gelegen hat. Zuerst hat ihn der Besitzerwechsel sicher schwer erschüttert. Und genau da, haben wir falsch gehandelt. Ich habe ihn behandelt wie Louis, und das ist bei diesem Hund auf jeden Fall die falsche Methode. Der Zeitpunkt war auch nicht gerade ideal. Einen sowieso schüchternen, sensiblen Hund zu einem 11 Monate alten, selbstbewußten Rowdi zu bringen macht es nicht leichter. Ich denke auch, dass es besser gewesen wäre, wir hätten ein Haus mit Garten, wo er sich in Ruhe einleben hätte können. So sind wir nicht drum herum gekommen, ihn jeden Tag dem Stress der Großstadt auszusetzen (und dann natürlich auch unsachgemäß zu reagieren auf sein Verhalten). Ich denke da öfter darüber nach und bin zu dem Schluß gekommen, dass wir zwar die richtigen Leute für ihn sind, aber der Zeitpunkt und der Ort der falsche waren/sind. Wir versuchen jetzt halt, das Beste daraus für ihn zu machen. Wir hatten ja grundsätzlich nie ein Problem mit ihm. Es müssen ihn ja keine Fremden anfassen, und sonst ist er echt ein pflegeleichter Hund. Schlußendlich könnte man sagen, sein ganzes Leben war eigentlich von Anfang bis jetzt (inklusive der Zeit bei uns) eine einzige Verkettung von miesen Erlebnissen. Aber es wird besser, und irgendwann (da bin ich sicher!) wird er noch ein paar entspannte, glückliche Jahre haben und wir können ihm das zurückgeben was er uns gibt.
So unterschiedlich sind die eigentlich gar nicht. Die Frage ist nur noch wie und wie oft man belohnt.
Ich seh das immer so, wie wenn ein Mensch einen neuen Job hat. Wenn er da das erste Mal eine Aufgabe eigenständig und gut erledigt hat, wird der Chef sagen "super gemacht. Gratuliere" (wenn er kein unqualifizierter Chef ist). In weiter Folge wird nurmehr ein "Danke" öder ähnliches kommen und oft auch nix. Aber wenn der Chef seinen Job versteht, wird er immer wieder mal dazwischen sagen "gute Arbeit" oä. Und du wirst dich darüber freuen, und deine Arbeit weiterhin gut erledigen. So ist es auch mit dem Hund. Ein - nicht überschwängliches - Lob ab und zu, auch bei Sachen die man kann, schadet nicht
ähm ok kreativ aber musst da aufpassen dass du dein hund nicht verletzt...
klar muß man aufpassen. Nachdem meinen Hunden Zähne zeigen und Maul öffnen allerdings gelernt wurde, zappeln sie da auch nicht rum, und ich kann in Ruhe "arbeiten".