Beiträge von brush

    Ich habe jetzt eine Zeit lang überlegt, ob das hier in diesen Thread passt. Ich schreib´s jetzt einfach :D

    Ich versuche mal wiederzugeben, wie mir die Fähigkeit eines Hundes, Dinge zu verknüpfen - in Zusammenhang mit der Synapsenbildung - anschaulich erklärt wurde:

    Zuerst, die Synapsenbildung ist bei Hunden für gewöhnlich zwischen der 14. und 16. Woche großteils abgeschlossen. Für alle Dinge danach, muß das Gehirn "Umwege" gehen.
    Folgendes Beispiel, wie die Verknüpfungen funktionieren, bei Hunden die vieles kennengelernt habe in dieser Zeit und bei Hunden die sehr wenig kennengelernt haben:

    Zeige ich einem Welpen eine rote Mappe, speichert der Welpe 2 Informationen, nämlich "rot" und "Mappe". Zeige ich einem Welpen einen grünen Papierkorb, speichert er "grün" und "Papierkorb".
    Sieht dieser Hund anschließend eine grüne Mappe, muß er da nichts mehr lernen. Er kann das abgespeicherte "grün" mit der abgespeicherten "Mappe" verknüpfen.

    Hat ein Hund das als Welpe nicht gezeigt bekommen, fehlen wesentliche Informationen zum Verknüpfen. (hat dann auch irgendwas mit der Gehirnstruktur zu tun, aber das kann ich nicht mehr wiedergeben)
    Zeige ich jetzt diesem Hund eine rote Mappe, merkt er sich das. Ebenso den grünen Papierkorb. Allerdings kann er den Zusammenhang nicht herstellen. Das heißt, dieser Hund lernt einzeln eine grüne, rote, blaue, schwarze, gelbe Mappe kennen, weil er die Dinge nicht verknüpfen kann. Das der Aufwand sich das zu merken wesentlich höher ist, brauche ich da wohl nicht zu erwähnen.

    Deshalb ist es so viel "schwieriger" einem erwachsenen Hund solche Dinge näher zu bringen, und die Gefahr dass dieser Hund an Reizüberflutung leidet viel höher.
    Er muß einfach ein vielfaches an Gedächtnisübungen leisten.

    Vielleicht hilft das ja ein bisschen zu verstehen, warum diese ersten Wochen so wichtig sind.

    Und das hat jetzt nix damit zu tun, dass man einem Welpen alles zeigen sollte und ihn dadurch stresst. Aber gewisse Grundinformationen sollten da weitervermittelt werden :)


    Edit: Das die Stärke der Ausprägung bei diesen Dingen natürlich auch vom Wesen des Hundes abhängig ist, habe ich jetzt mal vorausgesetzt. Das schien mir im nachhinein aber nicht so schlau, deshalb sei das jetzt noch ergänzt :D

    Solange der Züchter den Welpen genug zeigt, hab ich kein Problem damit, dass diese bis zur zehnten oder zwölften Woche dort bleiben.
    Ich sehe da aber schon das Problem, dass man nicht auf jeden Welpen eingehen kann, dazu fehlt einfach die Zeit bei vielen Welpen.
    Da übernehme ich das dann lieber selbst.

    Zitat

    Ich würde meine Hunde auch nie über mehrere Tage hungern lassen, nur weil sie das Futter nicht mehr fressen wollen. Hunger verursacht zum einen Stress, zum anderen wird der Hund einen Grund haben, trotz Hungers das gereichte Futter nicht fressen zu wollen.

    Aus meiner Sicht ist ein "plötzliches" Nicht-Fressen was ganz anderes als ein ständig mäkliges Fressen.
    Wenn ein Hund plötzlich nichts mehr frisst, liegt die Vermutung nahe, dass was nicht in Ordnung ist.
    Wenn er ständig nur frisst wann es ihm passt, und nur was ihm unter die Nase geht, und prinzipiell nicht auf Futter steht, dann ist das ein Unterschied.
    Zumindest meiner Meinung nach :)

    Ich bin ja auch ein Freund von starken Ansagen, aber halt auf den jeweiligen Hund abgestimmt.

    Ich würde sie bei jedem mal bellen auf ihren Platz schicken, den sie als Ruheort (nämlich auch das sie ruhig zu sein hat) kennengelernt hat. Und das allerdings kompromisslos.

    Draussen gäbe es ein leises, aber sehr hartes "nein".
    Außerdem würde ich üben, dass sie ruhig sitzen/stehen/liegen bleibt (durchaus angeleint) während du zB mit Cleo spielst.
    Ein Hund muß lernen mit Frustration umzugehen und merken dass er nicht jedesmal alles bekommt was er will. Das ist unglaublich wichtig. Und nach deiner Beschreibung klingt es mit so, als wäre das bei Maja draussen keinesfalls so. Für mich klingt das nach einem "ich will da jetzt hin. Sofort. Sofort! Sofoooort!" -bellen.

    Für mich und meine Hunde sind die getreidefreien Wolfsblutsorten Blue Mountain und Green Valley das Beste TroFu.
    50% Fleisch in der Trockenmasse, fester Kot, tolles Fell, keine allerg. Reaktionen und sie fressen es gerne (im Gegensatz zu fast allen anderen TroFu).
    Rohasche fällt bei uns nicht ins Gewicht, weil sie nicht ausschließlich TroFu bekommen.