Du hast recht, es ist der längere Weg.
Ich möcht da kurz mal was erläutern. Einer meiner Hunde, Louis, ist ein ausgesprochen starker Hund, nicht übermäßig souverän aber sehr stark. Den "missbrauche" ich des öfteren für Experimente, weil ich weiß er verkraftet das. Er ist zwar ab und an ne Zeit lang verwirrt, aber er steckt es weg.
So habe ich zB verschiedenste Dinge rein positiv aufgebaut, einige rein über Meideverhalten und einige mit einer gesunden Mischung. Er ist halt mein Versuchskaninchen.
Die Dinge die über Meideverhalten gegangen sind, hatten den schnellsten Erfolg. Sie sind auch relativ sicher in der Ausführung, nur manchmal unter Ablenkung muß ich den Druck erhöhen. In meinem Versuch war das ein "schluß jetzt".
Zum anderen habe ich etwas total unwichtiges rein positiv aufgebaut, nämlich das "winken". Sinnloses Kommando, war nur zur Beschäftigung und für meinen Versuch. Den Trick hatte er sehr schnell gelernt, allerdings hat es lange gedauert bis er ihn überall und unter Ablenkung ausgeführt hat. Dafür winkt er jetzt, selbst wenn er gerade eine läufige Hündin begutachtet, IMMER wenn ich es sage. Absolut immer.
Mein Fazit: pos. Bestärkung ist eventuell der längere Weg, Hund hat aber mehr Spaß daran und zeigt das Verhalten schlußendlich zuverlässiger.