Beiträge von brush

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    hat jemand schon mal seinen hund beim alleinesein gefilmt?

    Ja, ich hab die ersten Wochen per Webcam überwacht ;)

    Einfach webcam an PC/Laptop anschließen und laufen lassen. Normalerweise ist bei den Webcams eh eine Bedienungsanleitung dabei.
    Ich hab´s zusätzlich noch über einen live-stream gemacht, damit ich den Hund in der Arbeit sehen kann :lol: (ich weiß, ich bin ein kleiner Kontrollfreak)

    Du gehst viel viel zu schnell in viel zu großen Schritten vor.

    Zuerst ist der Hund vier Wochen keine Sekunde alleine, dann wird er 20 Minuten ausgesperrt.

    Das Alleinebleiben übt man in ganz ganz kurzen Abständen, beginnt mit Sekunden.
    Zuerst mal einfach nur 5 Sekunden aus dem Raum gehen und sofort wieder reinkommen. Das machst du ein paar Mal. Wenn das klappt versuchst du es mit zehn Sekunden. Wenn das klappt, gehst du wieder auf die 5 Sekunden zurück und machst dabei die Tür zu. Dann wieder langsam steigern.
    Dann beginnst du mal aus der Haustüre zu gehen, kommst sofort wieder. Und so steigerst du das. Der Hund muß merken, dass du erstens immer wieder kommst und es zweitens nicht schlimm ist, wenn du nicht da bist.

    Das was jetzt kommt ist zwar Ansichtssache, aber ich würde den Hund auch nicht begrüßen beim wiederkommen. Dann weckst du keine Erwartungshaltung beim Hund. Es soll ganz normal und alltäglich sein, dass du kommst un gehst wie es dir passt.


    Alleine schlafen ist, wie ich finde, überhaupt nicht nötig und eigentlich auch nix mit Alleinebleiben zu tun.

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    Aber gerade deswegen ist es auch wichtig, sich dessen bewußt zu sein und nicht 28 Methoden durchzuprobieren, sondern sich für einen Weg entscheiden und den konsequent verfolgen. Nicht nur ein paar male und dann aufgeben, sondern über einen längeren Zeitraum. Klar gibt es mal eine Methode die nicht funktioniert, aber oftmals liegt es eben an der fehlenden Konsequenz des Halters.

    Genau so hab ich das mit dem "Plan" gemeint. Erstens hat man dadurch absolute Konsequenz und zweitens weiß man einfach was man tut, ist berechenbar und gelassener :gut:

    Zwei Dinge möchte ich hier noch loswerden :)

    Das jetzt, ist nicht auf dich persönlich bezogen, aber es passt hier ganz gut rein.
    Und zwar bin ich der Meinung dass die meisten HH viel viel zu spät etwas unternehmen (ich früher auch, und auch jetzt ertappe ich mich teilweise noch dabei).
    Wann geht man zum Therapeuten/Trainer/unternimmt was? Genau dann, wenn die Situation für einen selbst (also dem HH) nicht mehr tragbar ist, oder andere Menschen belästigt werden. Das ist aus meiner Sicht viel zu spät, da ist das verhalten schon etabliert und man ärgert sich mit 28 verschiedenen Methoden herum um das zu beheben. Der Weg dahin sollte eigentlich erfolgen, wenn der Hund mit einer Situation nicht klarkommt. Und das zeigt er Anfangs nicht in übertriebenem Verhalten, das geht viel harmloser vor sich. Wenn man da schon ansetzt, hat man auch sehr wenig Probleme.
    Wie gesagt, nicht für dich persönlich bestimmt, ist nur mal was das ich loswerden wollte.

    Und als zweites noch ein (eventueller) Tip für dich:
    Ich mache bei meinen Hunden recht viel nach Bauchgefühl, klappt aber natürlich nicht immer. Mir hat es sehr geholfen einen Plan zu haben, wenn ich mit einer Situation nicht klargekommen bin.
    Überleg dir, was du machen willst und wie der Hund sich verhalten soll in bestimmten Situationen. Dann entscheide dich für eine Methode und reagiere immer so wie du es dir vorgenommen hast. Lass dich nicht verunsichern, wenn es die ersten Wochen nicht so hinhaut. Halte daran fest (wenn es nicht die komplett falsche herangehensweise ist).
    Ich bin wesentlich entspannter in ungute Situationen gegangen, wenn ich genau wußte was ich tue, egal wie es ausgeht. Das hat sich auch auf den Hund übertragen, einfach weilich ausgestrahlt habe, dass ich genau das tu, und nichts anderes und da voll dahinter steh.
    Das ist kein Allheilmittel, aber vielleicht gibt dir das entwas Unterstützung :)

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    Genau das ist das Problem wenn wir im Feld sind achtet sie wirklich super auf mich, sagen wir mal sie läuft 5m vor und wartet dann kurz ob ich nach komme, aber an der leine achtet sie nur auf mich mit leckerchen

    Weißt du, das erlebe ich öfter, und so war es auch bei uns.
    Ich bin mir da nicht immer ganz sicher, was ich davon halten soll. Ich tendiere zu der annahme, dass der Radius der Leine zu gering ist. Das heißt, der hund befindet sich nicht in seinem "natürlichen" Radius, so wie im Freilauf. Warum sollte er auf dich achten, wenn er weiß ihr seid durch die Leine verbunden und du mußt ja hintennach.
    Und das hat jetzt gar nix mit Leinenführigkeit zu tun, die kann da trotzdem vorhanden sein.

    Wenn es dir nicht möglich ist Bogen zu gehen, dreh um. Geh zurück, warte bis der andere weg ist oder nimm einen anderen Weg. Für den Anfang.
    Wechsel Richtung, geh Zickzack, dreh um, bleib stehen. Belohne. Der Hund muß wissen, dass du entscheidest wo ihr hingeht, und dass er auf dich schauen muß damit er es auch weiß.
    Hast du das erreicht, nimmt der Hund auch automatisch deine Körpersprache wahr (logisch, er sieht dich ja an). Dann kannst du bewußt in die Situationen reingehen. Du mußt halt nur darauf achten, dass dein Hund dich noch wahrnimmt, bevor er wirklich austickt.
    Dann hilft auch das Bogen gehen. Schließlich sieht dann der Hund, WAS du tust, und dass es gut ist führ ihn. Solange er dich ignoriert, wird er auch den Sinn des Bogengehens nicht verstehen.
    Nimm den Hund auf die dem anderen abgewandte Seite und blocke so mit deinem Körper beide Hunde.
    Nach vielen solcher Situationen wird der Hund wissen, dass er bei dir sicher ist und der andere Hund keine Gefahr darstellt.

    Grundsätzlich ist für mich Führung, wenn der Hund das tut was ich sage, weil er weiß es ist die beste (oder eine ausreichende) Lösung für ihn.
    Dazu gehört eben Sicherheit, Vertrauen, klare Linien und das untrügliche Wissen es selbst lösen zu können :)

    Ja bei mir klappt das :???:

    Wobei ich dazu sagen muß, dass ich von den Futterrechnern nicht viel halte. Es ist ja auch nur geschätzt, kein Futterechner weiß, wie viel Fett und/oder Protein usw. mein Hund braucht.
    Woher weiß der wie viel sich mein Hund bewegt, wieviel er verwertet usw.
    Laut dem Rechner sind meine Hunde knapp 50% überversorgt.

    Ich glaube jeder hier hat gesagt, dass er zum Teil auch über Meideverhalten arbeitet. Nochmal, ich find das weder schlimm, noch sind die HH "unfähig".
    Wie Schnauzermädel auch schon sagte, gehört das Meiden zum Hundeleben dazu.

    Aber ich dachte, es ging darum, dass man einen Hund rein positiv erkiehen kann.
    Und das trifft aus meiner sicht, bei genügend Geduld des HH, schon zu.

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    Warum? Warum willst du es unterbinden, bevor es angefangen hat? Sorry, aber den Punkt verstehe ich nicht.


    Aus dem einfachen Grund, weil der Hund sich ohne Freigabe nicht hinzulegen hat. Geb ich mein ok, darf er tun und lassen was er will. Solang er dieses nicht hat, hat er neben mir zu gehen. (also im Leinenradius)
    Du sagst selbst, du kannst den anderen Hund nicht so gut einschätzen, daher weißt du auch nicht wie er dieses hinlegen aufnimmt. Bei mir gibt´s spielen und Kontaktaufnahme nur mit meinem ok (außer ich bin unachtsam und Hund bemerkt das :D)