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Diese Leute waren es dann leider, die immer wieder gegenüber anderen erzählt haben, mein Hund könne ja nicht ausgelastet sein, weil ich im Rollstuhl sitze. Ich könne ihn ja nicht kontrollieren, weil ich als Rollstuhlfahrer doch gar nicht die Kraft aufbringen könnte. Wäre ja kein Wunder, dass der Hund so aggressiv ist. Das war nicht meine Idee, das war das, was ich unabhängig voneinander von mehreren Menschen hier gesagt bekommen habe.
Mir ist klar, dass die anderen Storys auf diesem Ursprung beruhen. Und wenn ich bezüglich der anderen Gerüchte mit jemandem ein klärendes Gespräch führen konnte, kam als Begründung immer wieder "Die sitzt im Rollstuhl, die kann das doch gar nicht!". DAS ist der Grund, warum ich, wohl durchaus berechtigt, denke, dass es sehr wohl mit dem Rollstuhl zu tun hat.
ok, das kam aus dem Anfangsbeitrag nicht so raus. Mir ist zwar durchaus klar, dass es nicht leicht verständlich ist und die Vermutung oft naheliegt, dass der Hund nicht ausgelastet ist. Witzig dabei ist ja nur, dass so viele Hunde nicht ausgelastet sind, da verliert niemand ein Wort darüber, da ist halt der Hund "schlimm". Das bei Dir sofort auf die Auslastung geschossen wird ist für mich auch irgendwie eine Art Doppelmoral, weil die selben Leute das bei gesunden Menschen nicht sagen (rein persönliche Erfahrung).
Ahja, bevor ich´s vergesse: Ich kenn ja nur drei Rolli-Fahrer, aber diese drei haben doch um etliches mehr Kraft als ich in den Armen. Ok, die Standfestigkeit und der Schwerpunkt ist nicht ganz so toll, aber einen Hund zu halten trau ich ihnen doch ohne weiteres zu 
Abgesehen davon wird jeder Gesunde dafür verachtet, wenn er seinen Hund mit Kraft halten muß, da stimmt doch also auch was nicht 
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Nachdem ich meinen Anfangstext nochmal gelesen hatte, geb ich dir Recht. Als ich das schrieb, war ich allerdings ziemlich aufgebracht und hab so ein paar Dinge nicht mit erwähnt. Das hab ich eben grad aber nachgeholt.
Ich möchte von anderen als das respektiert werden, was ich bin. Ein Mensch mit Ecken und Kanten und einem Rollstuhl. Ich möchte nur wegen meiner Behinderung nicht bemitleidet werden, gebe aber ganz frei und offen zu, dass ich sie auch mal zu meinem Nutzen einsetze, wenn ich keinem anderen damit schade. Ob ich normal behandelt werden möchte? Hmmm... ich bin anders, das ist nunmal so. Und diese Doppelmoral, von der du schreibst, ist mir zuwider. Ich kann nicht auf der einen Seite sagen, ich will normal behandelt werden, und auf der anderen Seite muss alles auf mich Rücksicht nehmen, weil ich ja behindert bin. Das beißt sich einfach.
Klar setzt man bestimmte Dinge zu seinem Vorteil ein, das macht jeder. Man sollte halt nur schlau genug sein, sowas nicht bei der selen Person auf unterschiedliche Weise zu versuchen 
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Ich finde es prima, wenn ich, wie jetzt mit dir, offen darüber diskutieren kann. So einen Umgang mit meiner Person wünsche ich mir, nicht, dass hinter meinem Rücken gelästert wird. Und ich denke, das geht jedem so, ob nun behindert oder nicht. Ich bin mir auch durchaus der Tatsache bewusst, dass es immer jemanden geben muss, der die Ar...karte gezogen hat.
Schön dass Du das so siehst. Mir wurden schon so oft verschiedene "-feindlichkeiten" unterstellt, einfach weil ich den Menschen gerade heraus sage, was ich von ihnen halte, egal woher sie kommen oder welche Gebrechen sie haben. Da heißt es oft "Das sagst Du nur weil ich Ausländer bin/ im Rollstuhl sitze/eine Frau bis...."
Es stört mich mittlerweile nicht mehr, aber es ist schön zu lesen, dass nicht alle diese Einstellung haben 