Hm, ich bin mir jetzt nicht ganz sicher was Du meinst. Meinst Du wirklich "Fuß" gehen oder Leinenführigkeit? Das sind ja doch zwei grundverschiedene Dinge, die ja auch recht unterschiedlich aufgebaut werden.
Wie habt ihr denn bis jetzt gearbeitet? Zieht der Hund immer nur nach vorne, oder bleibt er auch manchmal stehen und ist hinten?
Zieht er nur, wenn vorne etwas interessantes ist, oder immer? Wie schnell/langsam habt ihr den Ablenkungsgrad gesteigert?
Beiträge von brush
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Bin gespannt ob das wirklich wahr ist oder nur eine Ausrede war
Ich würde da grundsätzlich davon ausgehen, dass es wahr ist. Wir vergessen solche Dinge, einfach weil sie nicht wichtig sind
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Ja, also ich hatte gestern auch iwo gelesen, dass es gut über ein Jahr dauern kann, bis ein Hund sich wieder chronisch beruhigt (kann man das so sagen?*g*)....puh, da musste ich auch erstmal schlucken roll
Ja, in extremen Fällen auch länger. Ein Stresshund ist viel und lange Arbeit
Zitat- Wo bekommt man den Kokosflocken her? Einfach nur im Supermarkt? Und wieviel und wie oft? Fragen über Fragen...
Ich hab sieentweder im Supermarkt oder im Reformhaus gekauft. Ich habe halt darauf geachtet, dass sie ungesüßt und mehr oder weniger unbehandelt sind.Zitat- beim Hüttenkäse habe ich gelesen, dass man ihn pur geben soll, da er sonst in die Muskeln geht (oder so ähnlich...?). Und ich meine, dass da auch iwas davon stand, dass es 2-3 Stunden nach oder vor der normalen Mahlzeit gegeben werden sollte? Und mit Honig?
Also täglich Hüttenkäse wäre definitv zu viel, mh? *g*
Vielleicht meldet sich hier noch ein Futterexperte zu Wort, genau trau ich mich das bei Fertigfütterung nicht sagen.Zitat- Ist mir zwar etwas unangenehm das zu fragen, aber...wieviel kostet es denn wenn man sich beim Tierheilpraktiker beraten lässt und sich individuelle BB-Mischung zusammenstellen lässt?
Hast du bei deinen Hunden schon mit BB gearbeitet?
Ja, wir haben auch mit BB gearbeitet. Allerdings waren wir sowieso bei einer Verhaltenstherapeutin, die auch das mit den BB für uns erledigt hat. Bezahlt haben wir dort, ich glaube 130,- für 2 Stunden.ZitatAlso ich denke, ich würde dann einfach mal dieses D.A.P.-Halsband testen...und hoffen

Ich denke nicht, dass sie chronischen Stress hat. Es ist wohl 'einfach' diese Konstellation von Unselbstständigkeit/Unsicherheit/Spieljunkie, die eine Unruhe in ihr hervorrufen. Ich bin momentan auch der Überzeugung, dass ihr Verhalten mit genug Übung ruhiger wird - evtl wirkt ja das Halsband und bestimmte Futterzugaben auch unterstützend. Das wäre zumindest schön.
Ich denke auch, dass bei Euch viel Übung notwendig wäre. Zwar natürlich auch viel ruhe, aber ich denke dass der Stress da eher eine Auswirkung als die Ursache ist.
Ich hab Dir glaub ich vorher nicht beantwortet, wie man die Auswirkungen des D.A.P. sieht. Bei uns war es so, dass der Hund wesentlich tiefer geschlafen hat und erst später auf bedrohliche Situationen reagiert hat. Die panische Reaktion an sich ist natürlich nicht ausgeblieben, aber man hatte etwas mehr Zeit zu reagieren.ZitatEine Frage noch: können Kastrationen eigntl auch etwas verändern in solch einem Verhalten? Bei einem Rüden könnte ich mir das gut vorstellen...aber bei einer Hündin bin ich mir da unsicher. Naja, vllt wisst ihr ja dazu auch noch was

Auch wenn ich kürzlich dafür gerügt wurde, das zu schreiben ohne die genauen Vorgänge erklären zu können, wurde es mir so erklärt, dass es aufgrund des Cortisol-Testosteron und Cortisol-Östrogen Gegenspiels so ist, dass es bei Rüden eher zur Entspannung beiträgt und bei Hündinnen eher die Nervosität verstärkt.ZitatInteressantes Thema! Ich habe auch eine Streßhündin.
Weil ich heute aber überhaupt keine Zeit zum Durchlesen habe für diesen Thread, positioniere ich mich hier mal kurz!
Ein paar Informationen kannst Du Dir eventuell auch hier: https://www.dogforum.de/ftopic80021.html holen
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(übrigens ist das Spiel auch unter "Zeigen und Benennen" im Umlauf :
).
Sag das doch gleich
ZitatDu spielst Quasie ein "Look-don't touch"-Targetspiel mit dem Hund, und der lernt dabei, ach, ich muß die nicht berühren, die berühren mich nicht und trotzdem passieren tolle Dinge!
Hm hm hm, da muß ich kurz (oder auch ein bisschen länger) darüber nachdenken. Grundsätzlich hat Pinsel ja keine Angst vor Menschen, nur vor deren Berührung. Ich kann das nicht besser erklären. Er war ja immer schon sehr neugierig, ging auch immer den Menschen zu, aber eben nur bis auf ca. 20cm Abstand. Haben sich die Menschen dann bewegt (egal wie vorsichtig) ist er abgehauen.
Deshalb überlege ich wie sinnvoll dieses Spiel für uns wäre. Andererseits ist nix verhackt wenn wir es machen und es wäre wieder eine "Leckerlie für fast nix"-Sache, die ihn weiter in seinem Selbstvertrauen bestärkt.
Also werden wir´s versuchen
ZitatUnd wo wir gerade bei Targetspiel sind: Mit Bekannten, oder mit Leuten, die man unterwegs trifft, und die sich vielleicht kurz für so ein Spiel zur Verfügung stellen kann man auch ein "richtiges" Targetspiel einführen.
Dazu nimmt man einfach den Finger- oder Hand-Touch, und läßt den Hund aber nicht die eigene Hand touchen, sondern die des anderen Menschen. Das übt man natürlich erstmal mit Familienangehörigen, dann mit Freunden und Bekannten, die Pinsel schon mag.
Als Signal kann man "Sag Hallo" oder etwas ähnliches nehmen.
Mit dem Spiel bekommt Pinsel auch wieder Kontrolle darüber, zu wem er hingehen mag, und wen er berühren will (nicht umgekehrt). Das kann man schön als "Anzeiger" benutzen - wenn man das Signal gibt, und er kann nicht hingehen, kann er schon gar nicht von diesem Menschen berührt werden.
Das ist spitze, das machen wir auf jeden Fall!ZitatWas mir gerade noch einfällt, und ich muß dazu mal einen aktuellen Blog von Patricia McConnel suchen: Für ein Signal ein für "ich fass Dich jetzt gleich an" - ich nenne das angekündigtes Anfassen, weil ich halt "Anfassen" sage, bevor ich es tue.
Das war das erste was wir eingeführt haben. Ein Signal dafür, dass er jetzt berührt wird und nichts passiert, und ein zweites, dass sich ein Mensch zwar nähert (und auch sehr nahe kommt), ihn aber nicht berühren wird.
Der Erfolg dieser Signale ist aber auch erst seit kurzem messbar. Vorher war der Stresspegel einfach zu hoch, als dass er dieses Signal noch wahrgenommen hätte.Wir haben ja eigentlich auch noch nicht mit einer Verhaltenstherapie begonnen. Das Ziel war ja erstmal den Hund soweit zu entspannen, dass der Körper sich regenerieren kann (oder zumindest der Schaden begrenzt wird) und der Hund nicht unter Dauerspannung steht und eine Verhaltensänderung überhaupt möglich wird, weil er in seinem früheren Zustand ja gar nichts mehr wahrgenommen hat..
Ich denke, jetzt sind wir so weit auch mit dem Umformen des Verhaltens langsam zu beginnen, und da werden wir sicher viele Deiner (und auch die einiger anderen) Tips befolgen. -
ok, das heißt ihr arbeitet da jetzt ca. ein halbes Jahr daran. Da würde ich auf jeden Fall noch viel Geduld empfehlen, sowas kann sich über ganz schön lange Zeit hinziehen

Achja, bevor ich´s vergesse: Super dass ihr das so schnell gemerkt habt
gerade sowas ist sehr schwer zu erkennen, und es spricht für Euch, dass ihr auf solche Kleinigkeiten achtet.ZitatKannst du mir zufällig sagen, wieviel Hüttenkäse sie dann kriegt? Sie wiegt ca. 21kg. Und wie oft?
Das kann ich Dir nicht genau sagen, weil meine Hunde den nur zu ihren Fleischmahlzeiten dazu bekommen, nicht zum TroFu. Aber gefühlsmäßig liegst Du wohl nicht weit daneben, wenn Du so ca. zweimal die Woche 50-100g gibst
ZitatIst das mit dem Josera-TF eigntl okay, oder sind dort iwelche Stoffe enthalten, die einen sensibleren (?) Hund vllt noch hibbeliger machen?[/quote[
Josera ist ein gutes Futter. Wie es Dein Hund verträgt (auch eventuell vom aufdrehen her) ist natürlich individuell und müsste man ausprobieren. Ich hab´s jetzt nicht im Kopf, aber Josera hat glaube ich relativ hohen KH-Anteil und Mais im Futter. Gegen Beides ist nichts einzuwenden, allerdings soll es Hunde geben die darauf etwas hibbelig werden. Kommt aber eben auch auf den Hund an und hat nichts mit dem Futter grundsätzlich zu tun
Da bin ich mir nicht ganz sicher, weil ich nicht genau weiß, welche stoffe da drinnen für die Serotoninerhöhung zuständig sind und ob die auch im Öl enthalten sind.
Ich persönlich habe die Flocken als angenehm empfunden, weil man da recht leicht auch mal ne klene Hand voll zwischendurch geben kann.
Es gäbe wohl auch die Möglichkeit mit Schüsslersalzen zu arbeiten und wahrscheinlich noch das ein oder andere homöopathische Präperat. Für solche Dinge (inkl. BB) würde ich Dir aber ubedingt zu einem Besuch bei einem Tierheilpraktiker raten. Da kann viel schief gehen, wenn man selbst herumexperimentiert.Mit Zylkene habe ich persönlich keine Erfahrungen, aber soweit mir bekannt ist, wird das eher bei panischen Angstattacken eigesetzt.
Ansonsten weiß ich nur von den Möglichkeiten von relativ starken Psychopharmaka oder Antideprissiva. Ich habe diese Möglichkeit für mich ausgeschlossen (und einer meiner Hunde war in einem viel viel fortgeschritteneren Stadium als Deine Hündin, und wir habens trotzdem halbwegs hinbekommen). -
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Vielleicht werdet Ihr das nicht mehr brauchen, aber es lesen ja andere HuHas mit ähnlichen Problemen mit, daher:
Es gibt ein "Thunder-Shirt" (http://www.thundershirt.com/), das, man errät es am Namen, eigentlich für Geräuschempfindliche Hunde entwickelt wurde. Es beruht auf den gleichen Prinzipien, warum das Körperband so gut funktioniert: Spüren des Körpers, Oxytozin-Ausschüttung (Oxytozin ist ein Cortisol-Gegenspieler
) und es sieht ehr wie ein festes Geschirr/Hundemantel aus, als "so ein komischer Wickel" - man kommt nicht so häufig in Erklärungsnot.
Danke!
Ich hab´s mir eben angesehen, das sieht gut und vielversprechend aus. Sollten wir sowas doch noch brauchen, ist es mir auf jeden Fall lieber als Bandagen.ZitatHast Du mit Pinsel mal "Wo ist der Mensch? gespielt?
Das kommt drauf an was Du darunter verstehst. Wir haben mit Freunden (von denen er sich bereits angreifen lies) mal zu viert verstecken gespielt und jedes mal wenn er zu einem von uns hingelaufen ist, gab´s Leckerlie. Das hat ihn zwar nach dem dritten Mal finden nicht mehr sehr gefreut, aber das reicht ja auch. Das Problem für uns dabei war, dass er das nicht generalisiert und wir nicht genügend Bekannte haben, die sich für sowas zur Verfügung stellen. -
Das kommt echt auf die Hunde an, ich persönlich mach es nicht und würde es auch niemanden raten. Futter ist eine sehr starke Ressource, da kann es durchaus mal zu einer gröberen Auseinandersetzung kommen. Vor allem wenn dein Jungrüde älter wird, würde ich das nicht mehr tun.
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Vor allem werden diese Hunde oft missverstanden und ausgegrenzt.
Wenn bei uns Bullterrier oder engl. Bulldoggen auf dem Platz kommen werden diese oft angegriffen (komisches Aussehen und Schnief-/Grunzgeräusche).
Das kann ich so bestätigen. Solche Hunde müssen sehr gut sozialisiert und erzogen werden, damit sie mit diversen Anfeindungen umgehen können ohne selbst auszurasten. -
Ja, das klingt nach stressbedingter Übersprungshandlung durch zu geringe Frustrationstoleranz.
Gib mal "Frustrationstoleranz steigern" oder verwandte Begriffe in die Suche ein, da gibt es einige gute Anleitungen wie man das übt

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Das kann vieles sein. Entweder es juckt sie
oder ihr ist langweilig oder sie hat Stress. Allein das Kratzen ist viel zu wenig Information, als dass man etwas darüber sagen könnte :ua_nada:Wie ist die restliche Körperhaltung, Körperspannung, Augen, Ohren, Schnauze?