Na klar macht man Unterschiede, je nachdem was einem wichtig ist und was man mag.
Mich beunruhigt eher die Tatsache, dass viele das als verwerflich ansehen. Bei allem wird auf "Natur" gepocht, aber des Menschen Natur wird immer versucht zu umgehen ![]()
Beiträge von brush
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Abgesehen davon dass ich dafür bin Hunde zu erziehen anstatt zu amputieren, versteh ich den Zusammenhang zwischen Körpergröße und Kastration so ganz und gar nicht

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Da hst Du aber Glück im Unglück

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Ja, das Problem ist aus meiner Sicht schon der Freiraum.
Allerdings glaube ich dass das daher kommt, weil der gesunde Menschenverstand bei Hunden einfach aussetzt.
Es gibt doch meistens nur zwei Fraktionen. "Der Hund darf alles, macht er was falsch habe ich mich nicht genug zum Kasper gemacht" und "Hau dem Hund in der Welpenzeit eins auf die Rübe dann weiß er wo Gott wohnt".Ein gesundes Mittelmaß zwischen Strenge und Nachgiebigkeit, "erklären" und befehlen gibt es nicht sehr oft.
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Hey Brush, entmutige mich nicht so. Das ist gemein. Ich glaub schon, dass man ne Menge nachholen kann.
Habe ich auch immer wieder geschrieben, es dauert nur länger und hat nie den selben Erfolg wie beim Welpen.ZitatUnd ja, klar sind wir immer ein bißchen hinten dran mit allem. Aber was solls. Die Umwelt haben wir super hinbekommen, es hapert nur noch mit den Menschen. Wahrscheinlich werde ich nie einen Hund haben, der schwanzwedelnd und unvoreingenommen auf Fremde zugeht. Aber auch damit kann ich leben. Sie läßt sich vom Tierarzt anfassen und von den HH ihrer Kumpels auch, ist für mich o.k. soweit. Gut, ich hab sie neulich auch für zwei Minuten an nen Baum gebunden, weil eine Bekannte kam, die ihren Hund einschläfern lassen musste und ich sie kurz drücken wollte. Sie hat sich hingesetzt und dumm geguckt, dann war sie auch schon wieder bei mir. Find ich o.k.
Mir geht´s gar nicht darum, dass man hinten nach ist und Ausbildung ist mir sowieso vollkommen egal. Das ist ein extra Kapitel.
Es muß einem nur bewußt sein, dass es viel Arbeit in sehr kleinen Schritten ist, die man nicht unterschätzen darf. Schlußendlich bekommt man meistens einen Hund, der viele Situationen relativ gelassen meistert, aber es wird nie das selbe sein wie bei einem wirklich sozialisiertem, gelassenen Hund.Ich hab knapp über zwei Jahre gebraucht, damit das halbwegs hinhaut, und ich bin nicht soooo ein Ei, das alles falsch macht. Und trotzdem kommen imemr wieder Situationen wo unser zweiter Hund (den wir als Welpen bekommen haben und der gut sozialisiert wurde) nicht mal aufsieht und der andere einen halben Herzinfarkt bekommt.
Ich will das alles nicht missen, hab viel gelernt, aber ob ich das nochmal tun möchte? Ich glaube nicht.ZitatDas Nachholen dauert länger und ist schwieriger, weil die Unbeschwertheit fehlt, die ein Welpe hat. Ich weiß nicht, gibts dazu nichts wissenschaftliches??
Doch, das Gehirnwachstum und frühe eindrücke die sich im Gehirn verankern.
Eigentlichhab ich schon ein paar Mal darauf hingewiesen, schreib´s jetzt aber nochmal etwas länger.
Habe ich einen Welpen zu Hause und zeige ihm eine kleine rote Mappe, speichert der Welpe "rot", "klein" und "Mappe" ab. Zeige ich ihm einen grünen, großen Papierkorb, speichert er "grün", "groß" und "Papierkorb" ab.
Wenn ich ihm jetzt eine kleine grüne Mappe zeige, ist es nichts neues für ihn, er kennt "klein", "grün" und "Mappe" und kann das verknüpfen.Einem Hund der im Welpenalter nichts kennengelernt hat, fehlt diese Art zu verknüpfen. Diesem Hund muß ich alles extra lernen, eben "kleine grüne Mappe", "Große grüne Mappe", "kleine rote Mappe", usw.
Das ist eine unglaubliche Fülle an Informationen die der Hund da verarbeiten muß, das stresst ihn natürlich. Ist der Hund in einem höheren Stresslevel, übernimmt die intuitive Gehirnhälfte die Führung, Dinge sehen "irratinal" gefährlich aus, Verknüpfungen werden falsch gesetzt usw.Das ist das Problem an der ganzen Sache.
Hat der Welpe jetzt nicht nur "nichts2 kennengelernt, sondern vielleicht "fast nichts" und sonst nur negatives, ist das ganze noch etwas schlimmer, weil diese Erfahrungen zwar umgelenkt werden können, aber nicht mehr vollkommen gelöscht.
Und das war nur ein kleiner Auszug aus der ganzen Thematik.
Ich finde halt, man muß schon die Zeit und die Nerven haben das durchzustehen udn sich dessen voll bewusst sein.Ich möchte niemanden etwas madig machen, aber viele stellen sich das zu einfach vor. Bei manchen Hunden ist es auch einfacher, keine Frage. Aber das weiß man halt im vorhinein nicht.
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weil es hier nicht darum geht ob "dritthund ja oder nein", sondern um die frage ob man einen so alten welpen noch richtig sozialisieren könnte
Stimmt.
Da frag ich mich aber, warum Du dann immer wieder schreibst, Du weißt ja gar nicht ob dieser Welpe es dann wäre. Dann bleib bei der Fragestellung, dann kommen auch keine anderen Antworten. Wenn Du selbst es in den Raum stellst, wird natürlich darauf reagiert
Antworten zur Sozialisierung, den erschwerten Umständen und den möglichen Folgen hast Du ja schon einige bekommen.Ich wünsch Euch echt, niemals einen Hund zu bekommen, der als Welpe gar nichts kennengelernt hat. Man glaubt ja gar nicht, wie viele schöne Jahre man da "verschenkt".
Jeder glaubt, er bekommt das in den Griff. Solange bis es mal nicht klappt. Aber vielleicht braucht man diese Erfahrung um das einzusehen. -
Bei mir gibt´s eigentlich so gut wie kein Lob mehr für Alltagssituationen, zu denen für mich auch der Rückruf zählt.
Kommt hund angerannt, ist das "normal", er darf sich dann weiterhin frei bewegen (ab und an gibt´s ein emotionsloses "guter"). Kommt er nicht, wird er abgeholt und an die Leine genommen.
Kommt er zögerlich oder verspätet, wird´s ebenfalls hingenommen.Für uns ist das gut so, starkes Lob verunsichert meine Buben eher, sie brauchen offenbar eine stille Zustimmung zu ihrem Verhalten. Ist auch für mich sehr angenehm, wenn ich nicht immer wie ein Irrer einen Freudentanz aufführen muß

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naja, aber jeder definiert "umweltkompatibel" anders, zumal sich charakterzüge wie ängstlichkeit usw. auch vererben. z.b. von yamiqs züchterin sind bei weitem nicht alle so! aber aus seinem wurf und z.b. ihrem M-wurf sehr viele. da spielt einfach auch die genetik eine rolle, so einfach ist das nicht. obwohl yamiqs z.b. eltern völlig selbstsichere saluki sind
und die sind auch nicht anders aufgewachsen.und wie gesagt kenne ich auch hunde die "übersozialisiert" wurden und davon schäden haben, so einfach kann man das alles nicht sagen...
Das ist aber nur halb wahr
Ängstlichkeit vererbt sich nur, wenn sie auch schon genetisch vorhanden ist, nicht wenn sie "hausgemacht" ist. Daher wirst Du nie wissen, ob sich das vererben wird, weil Du den Grund dafür nicht kennst. Das ist das was immer im Ungewissen bleiben wird, weil Du nicht sagen kannst ob selbstsichere eltern nur gut trainiert und behandelt wurden aber starke Ängstlichkeit in sich tragen oder nicht. Umgekehrt natürlich genauso.Ich bin ja ein Verfechter der Ahnenforschung und suche Hunde auch bis zu einem gewissen Punkt danach aus, aber nur danach zu gehen finde ich zu wenig.
Ich glaube Du bist der Arbeit bei einem schlecht sozialisiertem Welpen nicht gewachsen. Wenn bei Deinen Beiden mal alles passt, dann vielleicht, aber für Doppelbaustellen schätz ich Dich zu schwach ein (und das ist gar nicht böse gemeint, auch wenn´s nicht gefällt). -
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Nehmen wir Mal an, Du gehst eine Beziehung ein, die in Deinen Augen ewig andauern soll, aber der Partner entscheidet sich, dass es für ihn nicht ewig sein sollte, was ist dann aus Deiner Lebensplanung?
Hattest Du dann auch eine "fehlende Reife"?
Und was hat das mit Hund und Kind zu tun?
Natürlich habe ich einen Plan wie das alleine klappt.ZitatMan kann doch nicht sein gesamtes Leben planen, und wie langweilig und voraussehbar wäre das?
Nicht die Tage, aber die grundsätzliche Erwartung und ich kann mir Plan B, C und D überlegen.ZitatGenauso wie ich mich entscheiden kann, einen Partner aufzugeben, so kann ich auch einen Plan aufgeben, ändern oder erweitern.
Ich finde, dass das keineswegs mit fehlender Reife zu tun hat.
Ich habe sehr früh entschieden(als Kind) nicht zu heiraten und keine Kinder zu bekommen.
Habe beides dann doch getan, hätte ich, nur weil ich Mal mit 13 einen "Plan" hatte, dieses nicht tun sollen?
Ich finde, das Leben sollte im Detail nicht planbar sein, nur im groben ist es für mich ok.
Wenn Du der Meinung bist, Kind und Hund gewachsen zu sein, spricht doch nix dagegen :ua_nada:
Mit 13 hat man keinen eigenen Hund, und wenn doch haben die Eltern einen Fehler gemacht, ganz einfach.
Wenn ich mir aber mit 19 einen Hund anschaffe und mit 21 drauf komme, hey ich mag ein Kind, da hat der Hund keinen Platz, ist das für mich fehlende Reife. -
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deswegen frage ich mich einfach ob man pauschal wirklich sagen kann das die "bis zur 16. woche muss der welpe alles gelernt haben"-theorie zutrifft oder ob's doch noch später geht, einfach von der wahrscheinlichkeit her. dass es genügend fälle gibt wo's auch im späteren alter noch klappt weis ich, aber ist das so die regel? kann man das so sagen?
Nein, definitiv nicht.
Es wird wesentlich schwieriger für den Hund, eben schon allein was das querverknüpfen betrifft. Ich persönlich würde davon abraten, es ist viel Arbeit, die nicht nötig wäre und nicht immer zum Erfolg führt.