Beiträge von Woelfchen

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    Man kann sich doch auch vor einem in der Leine hängenden Hund stellen ohne an der Leine zu rucken

    Wie lang ist denn dein Arm (und vorallem wie stark), dass du einen 45kg schweren zerrenden Hund am ausgestreckten Arm von dir (neben dir) halten kannst, um vor ihn zu laufen?
    Hat aber mit Leinenruck jetzt nichts zu tun.

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    Mich fasziniert daran ja besonders, dass ein Hund für eine solche Reaktion sich seiner eignen Gefährlichkeit bewusst sein muss. Ich denke nicht, dass ein Hund so reagieren würde, wenn er sich nicht auch Chancen ausrechnen würde.

    Hunde haben - meiner Meinung nach - eine sehr viel intelligentere Selbstwahrnehmung und - einschätzung, als viele Menschen es ihnen zutrauen.

    Aber vorallem viele Kleinhunde übernehmen sich auch enorm in ihrer Selbsteinschätzung. Wieso würde sonst ein JackRussell z.B. einen Golden Retriever angehen :???: Ist ja oft so.

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    Ich wäre auch froh, wenn Richtungswechsel helfen würde. Aber dann schleife ich eine kläffende, jaulende Bestie hinter mir her ;)

    Ich musste auch erst ausprobieren was bei ihm funktioniert. Das ging zum Glück recht schnell und es ist effektiv. Wäre etwas anderes effektiv, würde ich etwas anderes machen, so einfach ist das. :gut: Stehen bleiben hat bei ihm auch nicht gefruchtet.
    Meine "Erziehung" ist eh "Fürn Arsch". Die Besitzer gehen sowieso dieses Frühjahr nach Kanada und ich sehe den Hund vermutlich nie wieder.

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    Wölfchen, wenn mein Hund zieht dann zieht er weil er eine Spur hat oder zu einem Hund will. Bleibe ich stehen oder gehe rückwärts fängt er nur an aus Frust zu bellen, ansprechbar wird er dadurch nicht. ich denke einfach nicht das jede Methode auf jeden Hund anwendbar ist. Und ich glaube nicht, dass mein Hund einen Schaden nimmt wenn ich einen Leinen"impuls" am Geschirr gebe.

    Klar geht nicht jede Methode auf jeden Hund. Und ich habe nicht behauptet, dass dein Hund schaden nimmt. Ich denke so ein leichter Leinenruck am Geschirr (nicht am HB) ist in Ordnung, so lange er hilft :smile: Bei dem Dobi funktioniert der Richtungswechsel viel besser als ein Ruck wenn er zieht.

    Zum Thema leinenruck und Aufmerksamkeit...
    Ich arbeite mit dem Dobi so, und es funktioniert hervorragend:

    Wenn er zieht drehe ich wortlos um und laufe ein paar Meter in die andere Richtung. Kommt er mit gibts ein Leckerchen und wir laufen weiter (drehen also wieder um).

    Bleibe ich stehen warte ich bis er zu mir kommt und er bekommt dann ein Leckerchen. Wenn er zu lange im stehen zieht oder mich ignoriert laufe ich in irgend eine Richtung.

    Dann übe ich auch Slalom-Laufen zwischen Bäumen, Stangen usw. D.h. wenn er sich mit der Leine verheddert weil er auf die andere Seite vom Baum geht, muss er selbst wieder drumrumlaufen und dann geht es weiter.

    Genau so wenn ich rechts die Leine habe und er hinter mir ist und nach Links neben mich geht. Dann bleibe ich auch solange stehen bis er wieder hinter mir durchläuft und auf der richtigen Seite ist.

    Er achtet schon relativ gut auf mich, und das obwohl ich ihn ja nur selten habe.

    Wir machen das alles mit Geschirr im Übrigen. Ich denke nicht dass das "Gewalt" ist, auch wenn er vorallem am Anfang auch mal wiederwillig mitgezogen wurde.

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    Zuerst dachte ich, dass er dir in den Arm beißt :schockiert: :hust:

    Ja das liest sich mißverständlich deswegen habe ich es ja noch ergänzt :D

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    Wie auch immer in der Situation verfahren wird ist egal, denn die Lösung ist es nicht. Denn die Ablenkung ist zu groß, der Hund lernt dann eh nicht ;)

    Die Lösung wäre, dem Hund die Möglichkeit zu geben das unter wenig Ablenkung (Hund weit entfernt) und dann stigender Ablenkung zu lernen.

    Bei Hundebegegnungen bin ich früher mit Sara rechtzeitig an den Rand gegangen und hab mich vor ihr gestellt und sie vorne am Halsband/geschirr festegehalten, so konnte sie nicht an mir vorbei (anders konnte ich das Kraftpaket damals nicht handhaben).

    Nach und nach konnte ich das Halsband/Geschirr loslassen, dann musst ich nicht mal mehr direkt vor ihr stehen, heute kann sie an Hunden vorbeilaufen (ich dazwischen) und sie geht nicht an den Hudn ran (wenn dann blocke ich sie ab). Belohnug gab es natürlich für ruhiges Verhalten.

    Üben tun wir das schon, auch wenn ich weiters entfernt einen Hund erblicke und er ihn anstarrt, schaue ich, dass er nach mir kuckt und dann bekommt er ein Leckerchen und macht auch sonst was ich verlange.
    Ich war wohl wirklich zu schnell und meine Erwartungen zu hoch.
    Jetzt weiss ich es besser, danke :gut:

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    Dann reagierst du zu spät, das muß natürlich geschehen, bevor er in der Leine hängt. Und glaub mir, ich weiß wie das mit so einem Hund ist. Aber da ist das Problem, das du zu viel von ihm erwartest. Du mußt weiter hinten anfangen und das langsam aufbauen. Außerdem würde ich solche Sachen erstmal trainieren, wenn er nicht abgelenkt ist,dann klappst auch bei Ablenkung besser. Ich bin zwar kein Freund davon an Straßen mit hinsetzen, ich sehe da keinen Sinn drin, vielleicht erstmal soweit bringen, das er steht?

    Er "hängt" ja nicht an der Leine, sondern an meinem Arm (ich halte ihm am Geschirr), in so ner Situation geb ich ihm keine Leine, weil er dann mehr Schwung und dadurch mehr Kraft hat.
    Das weiter hinten anfangen ist richtig, aber ich kann ihn ja nicht über die Straße flitzen lassen oder den Hund 2 Minuten lang ziehend festhalten, bis der andere Hund weg ist (45kg...).
    Sitz usw. üben wir immer beim spazieren gehen, wird immer besser :D
    Nur leider machen die Besitzer halt überhaupt nichts in die Richtung und lassen ihm sowas immer durchgehen. Dadurch komm ich natürlich noch langsamer voran.

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    Mhh naja, wenn ich drohend auf den Hund zu gehe und den druck erst wegnehmen, wenn er sitzt ist es Zwang.

    wenn ich mich vor ihm stelle und seinen Blick abschirme, hab ich vielleicht die Möglichkeit, dass er sich dann mir zuwendet, das seh ich nicht als Zwang.

    Zu diener Frage noch, wie groß ich bin. Ganz normal ca. 1,70. Ich lege ja nur den Unterschenkel auf seinen Po und drücke ihn sanft runter.

    Das mit mich vor ihm hinstellen ist schwer. Erstens hat er sehr viel Kraft, und ich kann ihn nicht von mir weghalten um dann vor ihn zu gehen, zweitens war der Bürgersteig in besagter Situation sehr schmal, der hätte gar nicht gereicht, um mich ganz vor ihm aufzubauen..

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    Statt den Hund runterzudücken, was in der Regel nur dazu führt, das der Hund dagegen hält, könntest du dich einfach mal vor ihn stellen und die groß machen und evtl einen Schritt auf ihn zu machen. In der Regel sitzt der Hund dann. Finde ich im Falle eine wesentlich bessere Alternative, weil die Spache versteht der Hund.

    Ja, halte mal einen zerrenden Dobi am langem Arm von dir um dich vor ihn zu stellen, dann reden wir weiter :D Das habe ich natürlich versucht aber das geht kräftemäßig absolut nicht.